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Der Israelit · 1885-07-02 · Heft 52 (2.7.1885) · page 28

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 52 (2.7.1885)
Date
1885-07-02
Page
– (sequence 28)
Language
German
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dem „Mosesberg“ haben wir schon begonnen, jedoch, da wir noch zu sehr mit gemeinschaftlichen Arbeiten beschäftigt waren, nämlich Bau des Stalles, Graben des Backofens, Ausmessen des Grundstückes, Reisen nach Jafta u. s. w., bis jetzt noch wenig geleistet. Auf dem „Judithberge“ wollen wir anfangen, sobald die Reben von Hebron angelangt sein werden. Gemüse werden wir keines bauen; höchstens Zwiebeln und Bohnen für den eigenen Bedarf. Auch wollen wir kein Land an die Araber verpachten, sondern denken recht bald mit ihnen fertig zu werden. Mit den umwohnenden Feiachen leben wir friedlich. Seit fünf Tagen regnet es. (Folgen die Unterschriften.) Eine nene Colonie in Palästina. In Palästina hat sich eine neue jüdische Colonie gebildet und zwar unter günstigeren Aussichten, als ihre Vorgängerinnen. Die neue Ansiedelung besteht aus etwa vierzig Familien, meist Russen. Sie haben bei Arbel, etwa eine Stunde "Weges von Tiberias, in einer Ebene, ein Besitzthum erworben. Die Colonisten haben Geld genug, um die nöthigen Ausgaben zu bestreiten; manche können sogar den Verhältnissen gemäss als wohlhabend bezeichnet werden. Der Boden ist fruchtbar und die Leute sind für ihren neuen Beruf recht geeignet. Man darf sich daher der Hoffnung hingeben, dass die Colonie gedeihen wird. Die Delegirten der Ansiedler stehen gegenwärtig in Unterhandlung wegen Ankaufs eines Dorfes bei Arbel, welches achtzig wohlgebaute Häuser nebst Gärten mit verschiedenen Obstbäumen und elf Brunnen enthält. Die jetzigen Eigenthümer sind Katholiken, welche es zu verkaufen und sich am Libanon anzusiedeln wünschen. (Jew. Chr.) ZLsTotizexi. Aus Ekron kommen gute Nachrichten. Das vorigen Sommer dort herrschende Fieber hat nachgelassen; die Bewohner sind alle gesund. Nach dem Regen haben die Feldarbeiten begonnen, und man hofft, dies Jahr die Hülfe des „Edlen“ entbehren zu können, da der fruchtbare Boden reichlichen Ertrag verspricht. TlbSttn “1D\* Die dortigen Colonisten befinden sich immer noch in beklagenswerthem Zustande. Die Regenzeit ist da, aber sie haben keine Häuser, kein Saatkorn und kein Zugvieh. Die 50U0 Francs, die man ihnen aus Russland schickte, reichen nicht aus. Der von dem „Edlen“ für '71355 12?SO„ bestellte Aufseher und der dortige Arzt erkundigten sich allerdings nach ihrer Lage, aber man weiss nicht, za welchem Zwecke. Die "1 Leute haben in Gederah mit der Anpflanzung der Weinberge begonnen. Einige von unseren Glaubensgenossen wollten das Dorf 2bn 1913 kaufen; kurz vor dem Abschluss entschlossen sie sich jedoch davon abzustehen und einen anderen Platz zu erwerben. Wir werden so bald als möglich Mittheilung hierüber bringen. 1— Druck von David Louis Wolü; Ifagdaburg.

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