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Der Israelit · 1885-05-18 · Heft 39-40 (18.5.1885) · page 21

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 39-40 (18.5.1885)
Date
1885-05-18
Page
– (sequence 21)
Language
German
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ft*!&£■' W Orthodoxe MuderrthumÄ -O/W O 5 £ S \f>- Ksllskriskiscke Doilage zit Kr. 39 & 40 ^Nic israelitische Gemeinde zu W o r m s ist eine q/ der ältesten, vretleicht die älteste Deutschlands. Das Minhag-Buch, ein im Jahre 1625 geschriebenes Mannscript, erzählt, daß, während einer Jndcnverfolgung 'im Jahre 1615 ein Leichenftein zertrümmert worden sei, welcher damals viel über 1500 Jahre alt gewesen. Es scheinen demnach die Juden mit den Römern sich am linken Nhciuuscr angesicdelt zu haben. Die Sage erzählt, daß ein junger Manu ans dem uralten Dynasteu-Geschlcchte der Dahlberg oder, wie man früher sagte, Dahlburg, der im römischen Heere mitkämpftc , bei einem Äriegszuge der Römer nach Palästina glommen und inJrrusalem krank und verlaffeu zurückgeblieben sei; ein Einwohner der heiligen Stadt habe ihn iu sein Haus ausgenommen, ihn bis zu seiner Genesung verpflegt und daun mit Reisegeld versehen. Der junge Dahlberg kehrte iu die deutsche Heimath zurück und trat, da sein Bater unterdes; gestorben, (Mit Illustration.) die Herrschaft seiner Länder an, wozu auch die Stadt Worms gehörte. Als er einige Jahre nachher vernahm, daß Jerusalem von den Römern erobert und zerstört worden, schickte er einen Boten ab und lies; seinen Gastfrennd auffordern, mit seinen Freunden und Lerwaudtcn zu ihm nach Worms zu kommen; freudig sei der Gastsrcund diesem Ruse gefolgt und so der Begründer der israelit Gemeinde zu Worms geworden. Die alte Synagoge zu Worms. dcrcnJnncrcswir unseren geehrten Lesern heute im. Bilde vorführen, ist eines der herrlichsten Baudenkmäler atts der ersten Hälfte des Mittelalters. Sie wurde im Jahre 4704 (1034) von m x&ism inneres der )rauen-St,nagoge;« Borm: Jakob, dem Sohne Davids und seiner Gemahlin R a ch e l an der Stelle einer altern, baufällig gewordenen Synagoge erbaut, wie eine in Stein ausgchancne, große, gereimte Inschrift besagt. Im siebenzchnten Jahrh. der gewöhnt. Zeitrechnung, wahrscheinlich im Jahre 1624 (!) Jahre nach der obenerwähn-

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