Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 36 (7.5.1885)
- Date
- 1885-05-07
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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Tm vergangenen Monate nahm der Verein "DTTSt lYTUK» in London den Bericht des Herrn Nissim Behar über die Alliance-Sc hule in Jerusalem entgegen. Der wesentliche Inhalt des Referats war folgender: Die Schule, welche auf die Juden in Jerusalem sehr wohlthätig einwirkt, ist im steten Wachsthume begriffen; das Schullokal 'um fasst gegenwärtig 120 Schüler, darunter 72 Lehrlinge, die als Schlosser, Schneider, Buchbinder, Holzschnitzer und Schmiede ausgebildet werden. Jetzt ist hauptsächlich auf Erweiterung der 1 Räumlichkeiten Bedacht zu nehmen, wozu jedoch die Geldmittel (ca. 2000 Fes.) fehlen. Das Mansion-House-Comite beschloss, für die russischen Jünglinge zu diesem Zwecke öOO'Fcs. zu spenden, wenn von anderer Seite die gleiche Summe gezeichnet werde. Auch zur Anschaffung von Maschinen fehlen circa 500 Fcs. Deshalb stellte Herr Behar an den Verein das Ansuchen, die Schule mit einer jährlichen Subvention von mindestens 300 Fcs. zu bedenken und bat ferner, einen tüchtigen Schlosser aus England zur Verfügung zu stellen, an dessen Stelle dann nach drei Jahren einer der Schüler treten, könnte. Der Vereins Vertreter erwiederte, dass die jüdischen Gemeinden Australiens, welche bisher dem jüdischen Sendboten aus Jerusalem die dahin bestimmten Gelder übergaben, dieselben von nun an dem Vereine "□'HS rVTUS,, zuwenden werden, wodurch es diesem möglich sein werde, die Alliance-Schule kräftigst zu unterstützen. Die Versammlung beschloss, bei der Exekutiv-Kommission des Vereins das Weitere zu veranlassen. — Herr Behar zeigte dann noch die verschiedenen Arbeiten aus Olivenholz, welche die Zöglinge der Alliance-Schule geliefert hatten. Die Arbeiten fanden allgemeinen Beifall und Herr Behar bekam verschiedene Aufträge von mehreren Kaufleuten, ähnliche Gegenstände ihnen zu liefern. Bericht der Colonie „rfesn T!D\, rin den Herausgeber des Letzte Woche ist, G. s. D , ein fruchtbarer Regen eingetroffen, so dass wir hoffen, nächste Woche unsere Felder bestellen zu können; möge Gott unser Unternehmen segnen! Einer unserer Kolonisten, J. M. Lubowski, hat 5 P. Land am Ufer des Jardens, etwa eine Stunde von unserem Terrain entfernt, angekauft und es lässt sich, da er begütert ist, erwarten, dass er hierin prosperiren wird. Ein Anderer hat bei Meron ein Stück Land angekaui't, wovon ein Theil mit Olivenbäumen bepflanzt ist. — Nächste Woche wird, m. G. H., ein durch Herrn Altschul er vermittelter weiterer Kauf perfekt werden, nämlich das halbe Dorf Gusch Chalab*); eine Erwerbung, welcher bis jetzt nur wegen des Eintrages in den Grundbüchern auf unseren Namen Hindernisse entgegenstanden. Erst am jüngsten Freitag erhielten wir durch einen nach Akko abgesandten Boten die erfreuliche Nachricht, dass auch Ausländer als Grundbesitzer eingetragen werden können, sobald dieselben das türkische Indigenat erworben haben. Sobald der Kauf vollständig abgeschlossen worden ist, werde ich Ihnen weiteren Bericht zugehen lassen. *) Wird im Talmud (Menachoth 85b) erwähnt und gilt als identisch mit?dem in Richter 1.31. genannten Anmerkung des TJebersetzers. Druck von David Laut» ISoIff m