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Der Israelit · 1885-04-30 · Heft 34 (30.4.1885) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 34 (30.4.1885)
Date
1885-04-30
Page
– (sequence 18)
Language
German
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Höhung des Gehaltes, welches für jeden dieser Herren jährlich 6300 Mark beträgt, oder eine sonstige Veränderung ihrer Stellung ist mit dieser Titulatur nicht verbunden. Berlin, 22. April. Wie die „Neue Evangelische Kirchenzeitung" mitthcilt, ist der famose Begründer der Secte „Neu-Isiael", Joseph N a b iüowicz aus Kischinew, nach einem kurzen Aufenthalte in Leipzig, wo er Herrn Prof. Delitzsch besuchte, am 24. März in der hiesigen Bethlehems-Kirche von Prof. Mcad aus Andower (Nordamerika) getauft und in die böhmisch-lutherische Kirche ausgenommen worden. Somit ist die ganze lächerliche, von einem „interessant" sein wollenden Hitzkopf und Abenteurer in Scene gesetzte judcnchriftliche „Bewegung", die von allen Missionsblät-err. als das Morgenroth einer neuen Zeit verhimmelt wurde, zu wohlverdienter Ruhe eingegangen. Wir aber gratuliren der christlichen Mission zu ihrer neuen „Akquisition", die sich würdig an Elias Eohu, Briemann-Justus und Consorten anschließt, n::d gönnen ihr dieselbe aus vollem Herzen. Berlin, 23. April. Recht gründlich ist „Hamelitz" von einem Berliner Witzbold in den April geschickt worden. Derselbe schrieb dem genannten Blatte angeblich nach der „Vossischen Zeitung", Herr Rabbiner D r. Hilde s ke i m e r hätte an der Spitze einer Deputation der Gemeinde Adaß-Jisroel dem Fürsten Reichskanzler zu dessen siebzigsten Geburtstage eine Adresse überreicht: Fürst Bismarck habe sich theilnahmsvoll nach den Verhältnissen der orthodoxen Israeliten erkundigt, seiner Sympathie für die letzteren wie seinem Haffe gegen die Neologen und „Reformjuden" Ausdruck gegeben und sich im weiteren Gespräche mit Herrn Rabbiner Dr. Hildesheimer für die Eolonisation Palästinas ausgesprochen. „Hamelitz" druckte diesen Ulk ab und auch die „Jsr. Wochenschrift" hielt ihn für baare Münze und begleitete ihn in ihrer gestrigen Nummer mit einem kurzen Naisonnement.' Unsere Leser werden den köstlichen Scherz begreifen, wenn sie erfahren, daß der Geburtstag des Fürsten Bismarck am ersten April gewesen ist. Im Uebrigen bringt „Hamelitz" bereits in dieser Woche ein Dementi von Herrn Rabbiner Dr. Hildesheimer, womit die Historie ihr Ende erreicht haben dürfte. E n g l a n d. London. Oeffentliche Anerkennung verdienen die Anstrengungen, welche die Londoner Inden machen, um die Heranwachsende Jugend der cingewanderten russischen Juden zu Handwerkern heranzubilden. Namentlich ist es der Board of Guardians, der es an dahinzielenden Schritten nicht fehlen läßt, um die Lust und Liebe zum Handwerk zu erwecken. Er läßt solchen Kindern jede nur mögliche lluterftützung zu Thcil werden, und dabei wird auch Sorge getragen, daß die jungen jüdischen Handwerker Sabbat und Feiertage nach jüdischem Gesetze halten können. Die guten Folgen dieser wahrhaft wohlthätigen Wirksamkeit werden zweifelsohne die Besserstellung der Lage der russischen Flüchtlinge in nicht gar zu ferner Zukunft bewirken. o e n. Für den folgenden Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. gebildetes Fräulein wird für ein feines ” Haus als Erzieherin gesucht. Sprachkenntnisfe erforderlich. Offenen unter Ehissre I). L. 93 an die Buchhandlung von 2230) I. Kauffmann in Frankfurt a. M. Sunge israel. Mädchen finden in eitler streng religiösen, fein gebildeten Familie liebevolle Aufnahme und Gelegenheit zur gründlichen Erlernung des Haushalts, auf Wunsch ohne Erhöhung des Pensionspreises auch Nachhilfe im Franz., Engl, und in der Musik. Briefe unter J. B. Nr. 2086 an die Expedition d. Bl. ss^in rclig. Mädchen für Küche und Haushalt für sofort oder l. Juni gesuchi. Nur solche, die gute Zeugnisse besitzen, mögen dieselben, mit Angabe des Lohnes, an Mayer Weil, Trier, einsenden. (2198 Annonce. Ein junger Mann, welcher drei Jahre in einmKnrz, Galanterieu. Spirlwaarengesch. gelernt hat, sucht per sofort eine Stelle als Volontair. Zu erfragen bei Simon Oppenheimer, 2191) Neckar-Steinach. fcxn gut empfohlenes israel. Mädchen 'igefegten Alters, im Kochen und in häuslichen Arbeiten selbständig, wird pr. Johanni zu einer kleinen Familie gesucht. Zu erfragen bei Moritz Beith, Karlsruhe, Kaiserstraße 255. (2183 Ö^ür einen tüchtigen, jungen Commis, der das Manufactur- und Eonfecrionsgeschäft gründlich erlernt hat, suche per sofort oder den 15. Mai c. in Süddeutschland Stellung. I. Saliuger, 2233) Ortelsburg (O.-Pr.)

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