Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 41-42 (28.5.1885)
- Date
- 1885-05-28
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2446951-2449503-2449542--22249-2511609- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Mohel 1× ep/1006163
OCR text
698 „Sie sind Jüdin, liebe Frau," sagte er. Jene bejahte furchtsam. „Was verlangen Sie von mir?" fragte sie, noch immer am ganzen Körper bebende „Auch ich bin Jude. Sagten Sie nicht, Ihr Kind sei noch nicht aufgenommen in den Bund unserer Väter?" „Ach, Gott straft uns schwer!" seufzte die Frau. „Uns, die wir uns stets bemüht, alle Gebote Gottes zu halten, muß das geschehen. Und wer weiß, wann dieser unglückliche Krieg beendet ist. Armes Kind, wann wird es dir vergönnt sein, Jude zu werden. Gott erbarme sich unser!" „Gott hat sich erbarmt," sagte der Mann, „morgen Mittag komme ich wieder, wenn es mir erlaubt wird; Mohel bin ich seit meinem dreizehnten Jahre und habe bereits viele Mohelschaften vollzogen!" Der Generalmarsch wurde geschlagen und der Soldat eilte von hinnen. Der Hauptmann war ein braver Mann, der dem tüchtigen Soldaten gern seine Bitte erfüllte; doch stellte er die Bedingung, daß Wolf sich noch zehn Mann zur Bedeckung mitnehme. Wer war froher als dieser; nun war auch für Minjan gesorgt. Zehn jüdische Soldaten waren bald gefunden und nun rückte die kleine Trnpven- Abtheilung in das feindliche Städtchen, doch kein Blut des Krieges, das Blut der Mihlo*) sollte vergossen werden. Gin Musketier brachte das Kind, ein anderer saß als Gevatter und Musketier Wolf vollzog kunstgerecht die Operation. Gerührt sah Blum ihnen zu und mit bewegter Stimme sprach er: „Gelobt sei Gott, der Wunder thut zu jeglicher Zeit!" Auch der Proviantzug war am Morgen eingetroffen und die Soldaten brachten Speise und Trank in ihren Tornistern mit sich. Und so feierten die Feinde zusammen das frohe Fest; das Gebot Gottes hatte sie versöhnt. * * * Ter Banquier Wolf in D. saß im traulichen Familienkreise, sein ältestes Töchterchen plauderte fröhlich neben ihm, als ein Wagen vorfuhr und ein *) Beschneidung. Herr, eine Dame und ein bildhübscher Knabe von fünfzehn Jahren ausstiegtu. * Wer die Fremden waren und wie sie empfangen wurden, ich brauche es nicht zu sagen. Biele Wochen verbrachten die beiden Familien in Heiterkeit und Frohsinn zusammen und wenn ein Glaubensgenosse in D. die fröhliche Bella mit dem jungen Blum gehen sah, so blieb er sicher stehen und sagte: „Das sind sie; wer weiß, was noch im Schooße der Zeiten ruht!" H»reis-M1Ysek (zweisilbig). 1. 2. Vas Sprache und Sitten Änf dem Erdenbaffe ineinander verkitten Lekerrtchet Eott sie Äffe. 3um großen Vereine, Änch klingt's ihm;um Vreisir Das ist's. was ich meine. In andächt'gem Äreile. 1 und 2. Oer Vater von Dreien, Die Äffe prophezeien. Äns Lnechlfchaft, der größten, Sisroel erlösten. Frankfurt a. M. Adolf Molt le. Unter den richtig Austösendcn wird gekoost und erhält der Gewinner den V. Band „Aus Vergangenheit nnd Gegenwart," in Prachrband, franco mgesandr. Ten übrigen Einsendern von Lösungen steht das L-crk;nm ermäßigten Preise von Ml. 2;nr Verfügung. Diamant-Htäthfel. ...» T *1 3 i n n r» n 3 ' ' ' ’ n >. E r - - i ■» n *» Nach dem Muster dieser Figur sind aus vorstehenden Buchstaben zu bilden: I. Buchstabe; 2. biblischer Name; 3. biblischer Name; 4. israelitisches Gesetzbuch; 5. biblischer Name; 6. bibl. Name; 7. Buchstabe. — Liest man die mitrrlsten Buchstaben jedes Wortes von oben nach urncn, so erhält man wie im 4. den Namen des Gesetzbuches. Elmshorn. S. M. Bach rach. .Lerantwortliche Rrdaction: Pr. Lehmann in Mainz. — Expedition große Bleiche Nr. 45. Druck und Verlag von Oscar Lehmann in Mainz.