Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 25-26 (30.3.1885)
- Date
- 1885-03-30
- Page
- – (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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440 „Nein, bei Gott nicht." „Ihr sollt's erfahren, aber vorerst gebt mir Antwort: Wollt Ihr meinen Sohn zum Eidam nehmend Ihr seid in meinem Hause; es sei fern von mir, Euch znzureden, sagt frei und offen: Gebt Ihr Eure Ruth meinem Sohne zum Weibe?" „Ja, sagte Moschele anfathmend, „und wenn Ihr mir nochmals versichert, das; keine Gefahr vorhanden, so kommt gleich mit; mein Weib und meine Tochter warten noch meiner Rückkehr; kommt, damit sich die jungen Leute das Wort geben." Isakowicz zögerte noch. „Tann," sagte er leise, damit sein Sohn, der sich vollends anklcidete, ihn nicht höre, „außerdem müßt Ihr mir fünfzig Gulden geben, damit mein Sohn am Hochzeitstage nicht unbefchenkt bleibe von seinem Vater, ich bitte Glich darum." „So viel ist mir ein Schreiber schon Werth," lächelte Moschele und schüttelte Isakowicz die Hand, „aber jetzt kommt." Sie gingen die kurze Strecke. Die Nacht war schwül und es wetterleuchtete. Isakowicz lachte in sich hinein, und sein Sohn wich nicht von Moschele's Seite. Die Frauen empfingen die späten Gäste mit Erstaunen; nachdem sie aber die Ursache erfahren, und die Väter ihre Kinder verlobt hatten, saßen sie ganz heiter und tranken vom Weine, den Moschele ans seinem Keller geholt hatte. „Wißt Ihr auch, wem Ihr dies Glück verdankt, nächst Gott?" fragte Isakowicz. Jedes der Brautleute schaute seinen Vater au. „Nicht mir, nicht Dann, sondern Dem da!" Damit zog er das kreisamtliche Schriftstück aus der Tasche, „Dem da und dem Trunkenbold von einem Landdragoner." „Kann ich endlich erfahren, was d'rin steht?" schrie Moschele ärgerlich. „Ja, das sollt Ihr," und er las: „Zahl 2354. Der Jude Moises Dann wird hiermit als Vorsteher der Judengemeinde zu Z. aufgefordert, den uns durch Tenuuciation vom 17. Februar zur Kenntnis; gelaugten, den Verkehr nach der Stadt Eh. störenden, vor dem Bethause zu Z. liegenden Schneehaufen binnen acht Tagen, vom Heutigen an gerechnet, auf Kosten der Judengemeinde zu Z. wegräume» zn lassen, solchermaßen die Straße wieder in den Stand der Fahrbarkeit setzend. Widrigenfalls wird dem Juden Moises Dann empfindliche Strafe angedroht. Gegeben zu Krakau am 12. März 1834. Der k. k. Kreishauptmann: Müller." Durch das geöffnete Fenster drang das Helle Lachen der Frauen in die warme Sommernacht hinaus. Moschele aber saß nachdenklich da; er mochte überlegen, wie gut es sek, deutsch lesen zu können wie ein Gelehrter, und zierlich schreiben, wie ein Geschichtsschreiber. Lin nimmst Du oft es in die Land. Ler einn cs sich im Tempel fand, Lin wird's am Lörper oft genannt. Ler ward'« zur Lrönnng einst verwandt, Lin fulllen'L Tnrslen bis 511m Stand, Ler zweifach ist's als Thor bekannt. SSenn vorn noch wird ein n verwandt. Lehrer Schlesinger in Mcrgemheim. Unter den richtig Auslosenden wird gelooft und erhält der stewinner den V. Band „Ans Vergangenheit nnd Gegenwart." in Prachtband, franco zugesandt. Ten übrigen stin scndern von Lösungen steht das 2vcrk zum ermäßigten Preise von Mk. 2 zur Verfügung. Huadrat-Wälhset. t i ** 2 j 3 4 _ j — 5 6 j 7 8 —:— _L_ -- 9 10 | n 12 1 , — 13 U j- 15 16 12 3 4 und 1 5 11 13 (fine Stammutter Israels. 5 (i 7 8 und 2 6 10 14 l5in Cpfcr des Bruderhages. 9 10 U 12 und 3 T II 15 stiner der 22 Generationen. 13 14 15 16 nnd 4 8 12 16 Hebr. Name für Fürst. Wätyset. Lin edles Veib ivar sie, die kängst Verklärte. Die hingebettet ruht in heiliger Erde. <db wir auch ewig ihre Tugend sieben, .Ist uns von ihr das Stnckwiirls nur geblieben. Lehrer Harris in Nicdcr-Wöttsladt. Wreis-Wüchset. Verantwortliche Ncdaction: vr. Lehmann in Mainz. -7- Expedition große Bleiche Nr. 45. Druck und Verlag von Oscar Lehmann in Mainz.