Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 25-26 (30.3.1885)
- Date
- 1885-03-30
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/2446951-2449503-2449529--21938-2511537- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
424 icrfjitimji, banuitcr drei Stücke, welche etwa um tute Jahr looo vor der gew. Zeitrechnung geschrieben worden sein mögen. Auch die vierte Gruppe, die niermtlsch-äthiopischc, in etwa 200 Stücken (bitrüntcr iso Pergament) stammt vielleicht ans vorchristlicher -}rit und rührt von einem Volke her, welches in Sbcr-Gghptcn Tempeldenkmäler in derselben Schrift hinterlassen hat. beider fehlt noch der Schlüssel .Vir Gntzisfcrnng dieser seltsamen Dokumente. Die übrigen sieben Sprachgrnppen gehören der nachchristlichen Zeit und gewahren einen Ginblick in das Völkergctriebc Ggnptens säst während eines Jahrtausends. Selbst die sporadisch anstanchenden syrischen nnd hebräischen Papyrus (lcizcrc im Ganzen L’~) Stück) haben ein gewisses Interesse. Die Geschichte weis; wenig über das Schicksal der Inden in Gghptcn während dieses Zeitraumes. Nur einzelne Namen sind ans jener Gpoche gerettet, aber darunter Gincr, der von höchster Bedeutung auch für die Gntwickclnngsgeschichte der abendlärchischcn Inden geworden ist. nnd dieser eine heisst ^aadja b. Joseph al-Fajüumi*) (802 bis «12). Vielleicht werfen die wenigen hebräischen Papyrus-Fragmente ans jener Zeit einige ^ichtstreisen auch ans die Gcfchichtc der Inden. Die lateinischen Papyrns sind sehr gering an Zahl, die lateinische Bevölkerung wurde nämlich rasch von der griechischen anfgesogcn. *) Os ist bfto bei berühmte t^aon ft ab bi c anb ja. Rcdartion. .historisch nnd svrachtvisscuschastlich gleich werthvoll sind die persisch - sassanidischcn (Pehlevi) Urkunden , etwa mn» Stück, welche wohl mit dem Ginfallc des pcrfischen Heeres unter König Ghosran II. Parwcz in den Jahren 615 bis 618 im Zusammenhänge stehen, aber kaum sammtlich in diese kurze Periode von drei Jahren fallen. Wir wissen, daß, bevor ein t/and überfallen nnd erobert wird, erst wissenschaftliche Reisende ansgeschickt nnd Handelsverbindungen angcknüpst werden. Es ist übrigens eine merkwürdige Thatsache, daß die Perser dreimal ihre Schrift den semitischen Nachbarn entlehnt haben, so die Keilschrift unter den Achacmcniten von den Babnlonicrn, das Pchlcvi-Alphabet unter den Sassaniden von den Aramäern nnd zulcizt ihr jetziges Alphabet von den Arabern. (Schluß folgt.) Mainz, 25. März. Seit Januar 1884 erscheint in R c g e n s b n r g ein i l 1 n st r i r t cs israelitisches Iainilienblatt „Die FnubhüUe" (isracl. Gartenlaube), heransgcgebcn von Rabbiner 4>r. S. Meyer. Die ^cser des „Israelit", welche neben diesem noch eine belletristische jüdische Zeitschrift halten wollen, machen wir auf dieses höchst int e r e s s a n t c nnd billige (pro Quartal nurM. l ,00Pf.) ll n t e r halt n n g s 1 a t t aufmerksam und empfehlen cs ihnen auf's beste. Zur die Herren r^nltnsbeamten hat cs noch besondere Bedeutung, da cs auch Predigten, Trannngsreden u. s. w. verössentlicht. Q Nil Bl ii II ch c 1: bei Bettelheim, jviiibcifliabin -!); für ,vii 111> in ^allein bei M. Dörnbcrger, hkbr. ». deutsche Z Buchbandltt.ng: i» Bölmieu, Mältt'c» und ösierr. Schlesien bei Jacob P. Vrandcis, Biichhniidlimg in Prag. Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. Die B n ch h a n d l n n g v 0 n % iinufmnmt in Frankfurt mn Main eil groa Bornhcimerstraßc 18 ch detail eun,ne!)U ,;n billigste» Preisen N)1 rcichhatligeS Lager von hebr. Gebetbüchern, mit und ohne'Nebersebnng, bis;n den feinsten Öiubändcn, M ach soll ni, Ohit.no sch im, woNenen und seidenen Tatlis, Pcsillin, Mesuscs, sowie sämmtliche Ritualien. 5Dcci(ilitSt: StMbfidjct str Smilzestikiiük in hocheleganten Einbänden. (120:» 'li-eite ffn Borträge in hebi. n. dclltscher Sprache. -- Aussührliche Oatalogc gratis u. sranco. Drc mit sein I. April ■i%&r neu ei »trete»den '*2? Abonnenten erhalten auf Verlange» die G rzahluug ^b'crcttet franco nnd gratis nachgclicfert. Die Expedition des ,JSraelit". ^.ür mein 2« cw rar* streng geschlossenes 0 Mannsaetniwaarcngejchäst suche einen Lcbriing ans nchtbarcr Zamilie. Kost nnd Logis im Hause. Selbstgeschriebene Offerten;u richten an Moritz Sender, »59«) Biebrich am Rhein.