Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 22 (19.3.1885)
- Date
- 1885-03-19
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2446951-2449503-2449526--21880-2511476- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
vorjihrer Abreise in das Fremdenbuch der Pilger wohnung ihr Bedauern, dass diese Pilgerwohnungen nicht häufiger benutzt*’würden, da kein angenehmerer Aufenthalt denkbar wäre als dieser, der ihnen viel angenehmer,Aals solcher in einem Hotel gewesen sei. Auch haben sie dort eine musterhafte' Bedienung gehabt. Der Platz mit seinen ca. 73 Wohnungen sei stets so rein und freundlich, dass man sich ganz zu Hause^fühle und vergesse, im Orient zu sein; namentlich da auch die Lag» eine so hübsche|, luftige und gesunde sei. Ebenso anerkennend sprechen sieh die Herren über die fast peinliche^Ordnung im Archiv und Sitzungszimmer aus und wünschen schliesslich, dass das Institut auch directJrecht warmgunterstützt werde, da die Einrichtung für Arme eine unvergleichliche WohlthatIsei. — Ungefähr 3/4 Jahr vorher besuchte Herr Marcus Adler aus London das Institut und schrieb in’s Fremdenbuch, er habe mit grossem Interesse und wahrer Befriedigung die Arrangement des Instituts in Augenschein genommen und halte dasselbe für eine grosse Wohlthat an unseren Brüdern in der heiligen Stadt. — In gleicher Weise sprach sich daselbst Herr Victor Afermelstein aus \Przmisel,£[Redacteur desfOrganes "1ÖU 2ITIK., bei einem Besuche der Anstalt vor circa 17a Jahren ausMDerselbe Pschliesstg mit den Worten: „Mögen alle unsere Brüder die grosse Dringlichkeit [unserer Liebesstätte erkennen und das Central-Comite kräftigst unterstützen, auf dass dieses die Armen-Wohnungen mehr und mehr vermehren kann, und dadurch den Namen Israels immer mehr zu Ehren bringe.“ Wir bitten unseregedlen;Brüder und Schwestern darum um so mehr, als, ganz abgesehen von Neubauten,^[wie schon?gesagt, auch Reparaturen, namentlich nach der Regenzeit, die fast alljährlich mehr oder weniger Verheerungen anrichtet, bald bei diesem bald bei jenem Gebäude, gründliche Wiederherstellung erforderlich; aber nicht nur hiedurch ununterbrochen bedeutende unaufschiebbare^Ausgaben erwachsen, sondern auch durch die Unsicherheit des Landes und di» Lage der Rechts-Sicherheit, sowie durch viele andere reguläre und irreguläre Eventualitäten. Möge^diesesj. Jahr, mit dem das 26. unseres Institutes abgeschlossen, unseren edlen Brüdern und Schwestern das Symbolf dieser. Zahl (der D^mn mö ,!T-pH *7** Dü) immer mehr und mehr in Erinnerung bringen undFsie?Alle unserem treuen, unermüdlichen Helfer, Herrn Bezirksrabbiner Dr. Salvendrfin Dü‘rkheim^nachahmen*), dessen Bemühungen unser Institut auch in diesem Jahre die wesentlichste Förderung zu; verdanken hatte. Mögen sich hochherzige Zionsfreunde finden, die,''wie Herr[* Sänger ^";in Halberstadt, durch letztwillige Bestimmungen unser Benefiz um Wohnungen vermehren. Dann werden wir sehr bald in dem Ausbau des ganzem Terrains den Abschluss unseres ganzen Unternehmens erschauen können. Berlin und Ungvar, im Adar p"&b nDfflD T"l2 122' 828» Di'. J. Hildesheimer, H. Maiinl&emer, Gustav Hirsch, Rabbiner, Bczirksrabbiner, Kaufmannn, Vorsitzender. Ungvär. Berlin. *) Auf dringenden Wunsch des hochverehrten Berichterstatters hin ändert stehen lassen. — musste ich diesen Passus unv»r- Salvendi.