Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1885-03-19 · Heft 22 (19.3.1885) · page 33

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 22 (19.3.1885)
Date
1885-03-19
Page
– (sequence 33)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2446951-2449503-2449526--21879-2511475
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Bericht des Central-Comite’s für den Bau israelitischer Armen- und Pilgerwohnungen in Jerusalem. Das Unterzeichnete Central-Comite erstattet hierdurch statutengemäss Bericht über die in den letzten l1/* Jahren erreichten Fortschritte des Instituts, die G\ s. D. wiederum recht erfreulich sind. Die Anstalt ist in dieser Zeit durch zwei ganz neu erbaute Wohnungen, ferner durch ein in ein Wohnhaus verwandelten früheren Viaduct, desgleichen noch einige durch diese Bauten gewonnene Zimmer, sowie endlich durch zwei von einem Privatmanns (Aron Scheyer) auf Grund von § 20 der Statuten gebauten und nach dessen Tode der Anstalt zugefallene Wohnungen vergrössert worden; so dass bei der im vorigen Jahre erneuerten Zutheilung der Wohnungen sechsunddreissig zuertheilt werden konnten. Die zwei neuen Häuser haben eine innere Dimension von 6,10 cm. Länge 4,50 cm. Breite nebst Küchen von 2,30 cm. Länge und 2,10 cm. Breite, sowie je zwei Keller mit entgegengesetzten Hingängen, welche mit dem ganzen oberen Baume correspondiren. Die äussere Länge beträgt 23,75 m. Länge; endlich hat jedes dieser Häuser einen, abgeschlossenen Hofraum. Das Viaducthaus hat fast dieselben Dimensionen. Zwei Wohnungen endlich wurden jetzt erst eigentlich wohnlich, indem Häuserhöhe, Erde, Schutt etc., welche diese Wohnungen verdüsterten, weggeräumt wurden. Den Flächenraum selber betreffend ist durch den Ankauf eines Stück Landes neben dem Institute "2pV rP2„ eine Arrondirung des Areals schon im vorigen Jahre ange bahnt, aber erst in diesem Jahre perfect geworden und auf den Namen des Central-Comites eingetragen; trotzdem eigentlich nach neuerer Verordnung in Palästina ein Verkaufsact nur durch persönliche Anwesenheit beider Kontrahenten vor dem Kadi abgeschlossen werden darf. Schon im letzten Berichte erwähnten wir dankbar der unbeschreiblichen Woblthat, welch« der Edle, der sich nicht nur in sondern auch in Palästina und namentlich dort, durch tausende von Wohlthätigkeitsaoten verewigt, durch die Herstellung einer zweiten sehr grossen, die ältere schon vor 20 Jahren unter Schutt aufgefundene und restaurirte noch weit überragende äusserst kostspielige Cisteme nicht nur den Insassen seiner Wohnungen, sondern auch allen Bewohnern der Armen- und Pilgerwohnungen erwiesen. Wir erwähnten dort, dass dieser Hochherzige auch eine zweite kleine an seinem Hause gelegene Cisterne repariren liess. Wir können heute G. s. D. weit mehr als dies referiren. Durch die Entfernung des Schuttes ist nicht nur eine Cisterne, sondern deren vier gefunden, welche sämmtlieh in Felsen ausgehausen; ausserdem noch drei Höhlen und ein grösserer rechtwinkliger Graben, welche Funde alle restaurirt wurden. Nur Eingeweihte können die unsägliche Wohlthat solcher Wasserbehälter ermessen. Hängt ja von der Bereitschaft reinen Hegenwassers nicht nur das leibliche Wohl und Wehe im engsten Sinne des Wortes ab, sondern auch die Entscheidung, ob das Jahr ein gesegnetes oder ein Nothjahr ist. Freilich nützen die Bassins allein nicht, wenn nicht das Hegenwasser durch Hinnen von den Dächern in dieselben geleitet wird und die Wege zum Zugänge dazu geebnet werden. Alles dieses kostet Geld, ja viel Geld; G. s. D., dass wir in der Lage waren, alles vollständig herzustellen. So schreitet dieses Werk durch die Gnade des Höchsten von Jahr zu Jahr seiner Vollendung, dem vollständigen Ausbau des ganzen Terrains, entgegen. Aber es fehlt noch sehr, sehr Vieles zum Ziele, das noch in um so weiterer Ferne liegt, als jahraus jahrein Tausende zu Reparaturen, zur Ergänzung früherer ohne Separat-Küehen und Kellerungen gebliebene Bauten gebraucht werden. Aber obgleich noch lange nicht vollständig, herrscht doch nur eine Stimme der Anerkennung über unsere Anstalt. Wir wollen hier einige Aeusserungen über dieselbe registriren. In neuester Zeit logirten.die Herren A. Hoos aus Amsterdam und A. Grünbaum aus Schwabach drei Wochen in unserer Pilgerwohnung und nahmen auch daselbst die Kost. Dieselben verzeichneten

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.