Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 16 (26.2.1885)
- Date
- 1885-02-26
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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274 untcrgeb rächt, unb drei Böttcherlinge sind der ausgezeichneten Leitung der zum Schutz des israelitischen Jugend in Bordeaur bestehenden Gesellschaft anvertraut. Latz Coinite hat die Vortheile einer Berufscrziehung auf die jungen Mädchen ausgedehnt; Baron von Hirsch hat diesem neuen Werke, das seit r SS4 in» Leben getreten, ebenfalls seine edelmüthige Hilfe zugewendet'. Cs ist nicht möglich, die jungen Mädchen zu Meistern in die Lehre zu geben, dieses Vorgehen würde in mehr denn einer Hinsicht große Unzüträglichkeiten im Gefolge haben, eine andere Einrichtung''war also geboten. Das Central-Comittz hat beschlossen, neben den Mädchenschulen, woselbst die Schülerinnen die Näharbeit lernen, richtige Ateliers zur Anfertigung von Frauenkleidcrn, Wäsche, Pntzsachcn, Stickereien, Weberei und Plättarbeit zu errichten. Diese Werkstütte» werden von eigens dazu engagirren Lehrerinnen geleitet. Es gibt deren in Adnanopcl, Eonstanrinopel, Dainaskns, Rustschuk und Smyrna; das Eomitü studirt die Frage, auch noch in anderen Städten solche zu errichten. Dieses Werk entspricht einem wirklichen Bedürfnis; und ist dazu berufen, große Dienste zu leisten; es wird das jüdische Weib veredeln und dazu beitragen, der Armnth der israelitischen Bevölkerung zu steuern. Die Schulanstaltcn der Alliance zählen, die Lehrlinge mit eingerechnet, eine Bevölkerung von mehr als 9,000 .Ändern. Die Zahl der von Alliance für die Elementar- Schulen engagirten Lehrer beträgt 92. Die Gesammrzahl der Lehrer beziffert sich auf 304. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Schwabach, 23. Februar. Vorigen Sonntag, Nachmittags, hatte der Vorsitzende des Nürnberger Lokaluub Bezirks-Eomites der Alliance Israelite Universelle Herrn Dr. Josefsthal, sowohl Mitglieder, als die Nabbinen und Eultus- Vorftände der Umgegend, die noch nicht Mitglieder waren, zu einer General-Versammlung eingelade», um zu beschließen, wie das 25jährige Bestehen zu feiern sei. Es wurde beschlossen, nur Propaganda zu machen, um neue Mitglieder heranzuziehen; dagegen jede offene Feierlichkeit zu unterlaffen. Bei dieser Gelegenheit wurde ich aufgefordert, über die bestehenden'Verhältnisse in Jerusalem zn referireu: ich entsprach dem gerne» den anwesenden Herren, die irrige Meinung nehmend, als lebten unsere Brüder im heiligen Lande nur von der Unterstützung; ick legte dar, wie dieselben gerne arbeiten, wie alle selbst die anstrengendsten und ordinärsten Geschäfte unter Juden vertreten sind, wie aber das Land mit seinen heutigen Eigenschaften selbst, nach den Auseinandersetzungen der All. Jsr. Univ. in ihrem jüngsten Rechenschaftsberichte, „nicht im Stande ist, feine Einwohner ganz zu ernähren" und deßhalb müsse man Nissern Brüdern zn Hilfe eilen, sowohl durch Errichtung der nothwendkgen Institute, wie in erster Linie das Hospital, und auch die dor: wohnenden Armen zu unterstützen. Wie gewöhnlich in Nürnberg offene Hände zum Geben für wohlrhätige Zwecke bei nusern Brüdern zu finden sinb, so erklärten sich auch diesmal alle anwesenden Herren bereit in erster Linie die Gründung und Erhaltung des geplanten Hospitals in Jerusalem kräftig zu unterstützen und eventuell auch dahin zu wirken, daß im Allgemeinen für die Armen im heiligen Lande etwas mehr geschehe. — Es ist mir kein Zweifel, daß diese Zusammenkunft gute Früchte tragen wird, da bei den Nürnberger Verhältnissen, wenn die Nothwendigkcit einer guten, wohlthärigen Sache eingesehen wird, reichliche Mittel zur Verfügung gestellt werden. Ich will nur kurz erwähnen, daß s. Z. für die Russen daselbst ca. 3800;) M. gespendet worden, ebenso daß für Erziehung von Waisen in wenigen Jahren ein großer Fond von über 90000 M. beisammen ist, abgesehen von bcu namhaften Summen, die von einzelnen bekannten Persönlichkeiten dorten, stets für wohlthätige Zwecke gegeben werden. — Ebenso besteht alle Hoffnug, das; die bekannte Wohlthätigfctt Fürths, iu der Hospitalgründung wieder zu Tage treten wird, wie mir schon von einigen dortigen hochherzigen Männern, mit denen ich Rücksprache genommen, zugesagt wurde. L. G r ü n e d a u m. nichtige W surr gen fmtbfeu ein: vehrer Schlesinger in Mergentheim. L. in Mayen. Hermann Löwy in Sür-BogKrd. Lehrer ')?. Hühnlein in Hall. Michel Levy in Trier. Salzer, einer. Lehrer in Stadrlengsield. Morii« Spiro in Nheinderg. Lehrer und ISantor Stuben Leenneester in Frechen bei (551 n. SteligionZl. S. Freyer in Marggrabowa.