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Der Israelit · 1885-02-23 · Heft 15 (23.2.1885) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 15 (23.2.1885)
Date
1885-02-23
Page
– (sequence 11)
Language
German
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251 Ausgaben: Allgemeine Spesen, Micthen .... 3K,000 Druck der Monats- und halbjährigen französischen und deutschen Berichte: Versendung, Porti.. 10,000 Elementarschulen, Lehrlingswerk, Material der Schulen, Reisen, Juspicirnng, Vorbercitungsschnlen zur Heranbildung von Lehrern, Ackerbanschnlc von Jaffa. . 325,5oo früheres russisches Werk. 8,000 Bibliothek. 2,500 Subventionen für wissenschaftliche und vcrschiedentlichc Publicationen .... 5,ocu» Beschaffung von Werthen f. die immerwährenden Beiträge. 5,000 Summe 400,000 Man sicht, das; bei diesem Budget von mehr als 400,000 JVifC'. die jährlichen Beiträge und Geschenke ungefähr die Hälfte der Einnahmen ansmachcu, indem das Nebrigc durch die Beisteuer mehrerer Gesellschaften, das' Ergebnis; der Hirsch-Stiftnng und den jährlichen bedeutenden Beitrag des Herrn Baron von Hirsch gebildet wird. Hieraus geht ferner hervor, das; von 4üo,ooo Frcs. Ausgaben "25,500 Frcs. lediglich ans das Erziehnngswerk verausgabt werden, welchem sich die Allianc besonders widmet, oder wenn man noch die «s,000 Frcs. für das frühere russische Werk und die < ,500 Frcs. für die Bibliothek und wissenschaftliche Publikation hinzu fügt, 041,000 Frcs., das heißt ungefähr Lildungszwecken gewidmet werden. Das Nebrigc wird durch die Verwaltung verbraucht, die eine ganz eigenartige ist und welcher die große Pnblicität der Berichte große Ausgaben auferlegt. (Schluß folgt.) ZcitnngsuachrichLett und Correfpondcuzen. Deutschland. Lampertheim, 15. Fcbr. Gestern feierte der hiesige jüdische Lehrer und Eautor, Herr Wolf Joseph, sein 25jahriges Jubiläumsfeft. Der Jubilar erfreut sich hierorts, nicht allein in der israelitischen, sondern auch in der christlichen Gemeinde, einer großen Achtn.ug und Beliebtheit, und wurden ihm von hier und auswärts, sowie von dem hiesigen Lehrerkollegium und dem Pfarrer, zahlreiche Glückwunschsadressen zugesandt; außerdem wurde ihm von der jüdischen Gemeinde als sichtbares Zeichen der großen Anhänglichkeit ein sehr schönes Geschenk überreicht. Mit Recht verdient der verehrte Jubilar diese Anerkennung, indem man in ihm einen würdigen Vertreter des Lchrcrftandes, einen biederen Bürger des Staates und auch ein Muster der Religiosität verehrt. Ein kleines Festessen beschloß die Feier. Möge dem Jubilar vom Allmächtigen beschieden werden, daß er in rmgeschwächterKörper- und Geisteskraft auch sein 50jähriges Jubiläum mit seiner Familie und der ihm treuen Gemeinde feiern könne. Fürth, lv. Fcbr. Nachdem wir in letzter Zeit den Hingang mehrere ehrenwerthei, gesevestrener Jehndim in hiesiger Gemeinde zu beklagen hatten, muß ich Ihnen leider heute wieder den Hintritt eines solchen iriü r'N mittheilen, nämlich des Herrn I. T. Heu mann. Der Verlust solcher ausgezeichneter Männer in unserer. Zeit ist doppelt zu beklagen. Die Familie sowohl, als auch die hiesige Gemeinde erhält durch das Hinscheiden dieses ausgezeichneten, wahrhaft frommen und mildthätigen Mannes eine große Lücke, die schwer ausznfüllen ist. Rach siebenwöchentlichem, schmerzhaftem Krankenlager entschlief er zzv so im 75. Lebensjahr zn einem bessern Jenseits, nachdem ihm fein Bruder vor l l Wochen vorangegangen war. Er war stets bemüht icn nV?c;n moy mn zn erfüllen. So lange er konnte, war er stets unter den Ersten im PD:rn wz. Sein biederer Wandel, feine wahrhafte Frömmigkeit, fein bescheidenes und einfaches Wesen machten ihm Jedermann zum Freunde. Der sel. Verblichene war Vorstand der Mannheimer Sunagoge, Mitgründer und Eassier der Bürgerschule, Vorstand der Waiscnanstali, Mitgründcr und Vorstand des Vereines für isr. arme Durchreisende, Mitglied der Ritnalcommission und hatte noch verschiedene Ehrenämter, die aufzuzählen, den mir gestattete Raum überschreiten würde. Einen Beweis feiner unzähligen Verdienste für die hiesige Gemeinde bot das große Lcicheubcgäuguiß, wie man hier selten eines gesehen hat. Im Dranerhanse hatten sich viele Freunde eingefuuden und ergriff zunächst Herr Weiß topf '"2 das Wort, indem er der vielen Verdienste, die der Verblichene bis an sein Lebensende geleistet, gedachte. Dann sprach Herr L. Maßenbachcr die großen Tugenden des Verstorbene» hervorhebend. ' Auf dem D"nn jvz sprach unser geehrter Rabbiner Herr Dr. Ren bürg er mit den Worten einleitend Tn 'c*:» zyn^zü nrnn hpni und eine ausführliche Lebensbelchrcibung des nunmehr selig Entschlafenen vorführend, daß er nicht nach Ehren- .ämtern strebte, sondern Alles nur d'eu» dvb that,

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