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Der Israelit · 1885-02-05 · Heft 10 (5.2.1885) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 10 (5.2.1885)
Date
1885-02-05
Page
– (sequence 17)
Language
German
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KellekrLMsche Weilage AP. 10:. C ij n d) a m 31‘ iui (Mit Portrait.) In jener traurigen Zeit, da der Kosakcn- Hettmann Ehmielniki Polen und Litthanen verwüstete, und viele Tausende unsrer Stammcsgeuosscu von den wilden Horden der Steppe gemordet wurden, musztc auch der.berühmteRabbiEphrajim K0Heu, Verfasser des Rcspousenwerkes „Lchaar Ephrajim", mit seiner Familie entfliehen. Unterwegs wurde sein Schwiegersohn, der junge Talmudgclchrte Rabbi Jakob Aschken a si, von den Seinen getrennt. Rabbi Ephrajim entkam glücklich nach Trebitsch in Mähren. Andere Flüchtlinge, die ebenfalls dorthin kamen, brachten die Trauerbotschaft von der Ermordung des jungen Rabbi Jakob. Sie sagten ans, gesehen zu haben, daß er von den Kosaken ergriffen und enthauptet worden sei. Von einem jüdischen Gerichtshöfe wurden die Aussagen der Flüchtlinge zu Protokoll genommen, und man gestattete der jungen Wittwe die Wiederverheirathuug. Bald fanden sich auch Bewerber ein, welche die Hand der Tochter des großen Rabbi Ephrajim zu erlangen suchten. Sie aber wies jeden Antrag auf das Entschiedenste zurück. Das bedaueruswerthe junge Weib konnte den Geliebten ihres Herzells nicht vergessen. So verging eine geraume Zeit. Eines Tages saß die junge Frau in ihrem Kämmerlein, mit einer Handarbeit beschäftigt, während Thräueu die fleißigen Hände benetzten; sie gedachte des ihr so früh entrissenen Gatten. Da wurde die Thüre geöffnet und hcrcintrat der Lerlorengcglanbte. Die Zeugen hatten nicht gelogen; sie hatten nur in der Eile der Flucht eine Täuschung erfahren. Rabbi Jakob war gefangen worden und sollte getödtet werden. Schon war das Schwert gegen ihn gezückt, das sein Haupt vom Rumpfe trennen sollte, da hatte ein plötzliches Mitleid den rauhen Krieger ergriffen, so das; er den Streich mit dem Rücken statt mit der Schneide seiner K linge führte. Rabbi Jakob war von der Wucht des Streiches nicdergeworfen worden. Um nicht andern Banden in die Hände zu falten, blieb er wie leblos liegen und brachte mehrere Tage unter Leichen zu. Rach langen, schweren Wanderungen fand er endlich seine treue Gattin wieder. Dieser Ehe entsproß Z ewi Aschkenasi, der später wegen seiner Gelehrsamkeit, seines Scharfsinnes und seines edlen Charakters als „Mopheß Haddor", als ein Wunder seines Zcitw > WWA MM

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