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Der Israelit · 1885-02-02 · Heft 9 (2.2.1885) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 9 (2.2.1885)
Date
1885-02-02
Page
– (sequence 12)
Language
German
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152 50 fl. ö. W. jährliche Ausgabe können wir für je eine Schule rechnen, das macht bei 516 aus. 25,800 fl. 500 „ „ „ Jahresgehalt für je einen Lehrer machen bei974aus 489,500 „ In Summa also .... 515,800 fl. Wahrlich eine nicht gering zu schätzende Jahresausgabe das! Sie ist um so weniger zu unterschätzen, als man in Betracht ziehen muß, daß wir in Ungarn dies aus Eigenem nur thun, nachdem uns hierin weder der Staat durch Subventionen, noch irgend eine selbst gegründete Fundation unterstützt: und wenn wir auch einen aus 2 Million Gulden bestehenden Schulfond besitzen, so dürfte er vielleicht für den Alles verschlingenden Nachen des Seminars und der 2 Landeskanzleien genug seien; die Schule aber hat seit letzterer Zeit vom Schulfoude Nichts. Auch der letzteren Behauptung des bez. Artikels pflichten wir vollinhaltich bei. Israel Margarethen, Lehrer. Feuilleton. 'Professor Dr. <Lautlj über „Die Ausgrabungen im Wadi Tumilat" (Nach dem „Ausland".) (Schluß.) Schon vor vierzehn Jahren hat der Verfasser in einem Werke über Moses die Bermuthung geäußert, daß der Name Snkkoth in Tell el-Maschuta stecke. Nach Analogie von Memphetum-Heliopolis beim Geographen von Ravenna, welches sich ungezwungen in Me-m-Phetnm, „Ort von Pe-tum" auflöst, da ja auch die Sonnenstadt die Legende Pe-tum führte, zerlegt sich Ma-schuta in die Bestandtheile ma, Ort, und Sechuta, durch die Verlegung des Accents zu Leimt» geworden. Ein ferneres Symptom, daß wir mit unserer Bermuthung über die stets von uns behauptete Richtung der Route des Exodus uns auf richtiger Führte befinden, liegt in dem monumentalen Namen der Landschaft, nicht des Gaues, wie Herr Naville und mit ihm Herr Poole annimmt. Jeder Nomos, dessen Metropolis ja stets von einem Tempel benannt war, besaß ein dazu gehöriges heiliges Gebiet, welches zunächst die Einkünfte des Gotteshauses und der Pricsterschaft zu liefern hatte. Als solches ist nun An oder Annu aufgefunden, geschrieben mit dem Auge und vielleicht mit der Bedeutung „Quelle", wie Ain im Semitischen sie so oft beansprucht. Nun aber ist dieses Tempelgebiet Annu (Ain) nicht nur identisch mit dem von Plinius ebendort angesetzten Aean, sondern es ist auch regelmäßig das Uu oder heilige Gebiet von Patum im achten Gau. _ Diese Zusammengehörigkeit war schon von Brugsch erkannt, wenn er auch Aean zu weit nach Süden verlegte. Navilles Funde bringen uns jedoch noch weitere Ueberraschungen. Auf der großen Stele von schwarzem Stein, welche Ptolemäus Philadephus mit seiner Gemahlin Arsinoe im Giebelselde darstellt, - wie sie den Göttern von Patum-Snkkoth-Ero Opfer darbringen, ist die Rede von dem zum rothen Meere führenden Süßwasserkanale, von der Gründung der Stadt Arsinoe (an der Stätte des jetzigen Suez?), von der Aufstellnng einer Statue des Tum daselbst und von den Produkten des Auslandes, die zur See nach dem Emporium gebracht wurden. Ein sehr interessantes Detail kam hierbei zum Vorschein, worüber wir die wörtliche Auslassung Navilles hören wollen. „Ein Umstand interessirte mich bei dieser 28 Zeilen langen Inschrift besonders: es ist der Name einer Lokalität, deren Tempelgottheit Osiris ist und der sich Pi-Keheret liest. Nun kann ich nicht umhin, zu denken, daß wir hiermit endlich daH egyptische Prototyp des biblischen Pihahiroth erhalten haben und daß es, welche Bermuthung vielleicht ein wenig vorschnell ist, von den Griechen zu Phagroriopolis geformt wurde. Dieser Name Pi-Keheret kommt zweimal im Texte vor, vielleicht noch öfter. Man wird begreifen, wie wichtig es sein würde, die Lage dieses Punktes zu ermitteln und wie das bloße Faktum seiner Zugehörigkeit zum Gau Heroopolites und seiner Nachbarschaft mit Sukkoth und Arsinoe endgülltig Schleiden's und Vrugsch's Theorie beseitigen würde, wonach der Exodus durch den See Sirbonis oder doch die südlichen Moräste des Sees Menzalh erfolgt wäre." Freilich ist die präzise Lage von Pi-Keheret hiermit noch nicht bestimmt, weil seine Entfernung von Arsinoe nicht angegeben ist und man also noch nicht bcurtheilen kann, ob von diesem Punkt aus ein Uebergang durch den Arm des Rothen Meeres sich irgend empfiehlt. Man muß die Mouumentallegendeu und das ausführliche Werk Navilles darüber zwar gespannt, aber geduldig abwarte», um sich eine gegründete Meinung zu bilden. Die Ergebnisse der vorerst nur sechswöchentlichen Thätigkeit Navilles auf dem Boden von Tellel-Maschutä ermuthkgen, wie man gerne zugestehen

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