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Der Israelit · 1884-12-23 · Heft 101-102 (23.12.1884) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 101-102 (23.12.1884)
Date
1884-12-23
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXV. Jahrgang. _ M 101 & 102. Der Israelit. - ■' •' ■?? Ein Kentrak - Argan für das orthodoxe Iudenthmn. HerauDegebett von Vr. Lehmann in Mainz.? Dienstag, d^n 2L. Dezembev 5645 (1884) Bezugsbedingungen und JnhaltSverzeichniß befinden fich am Schluffe des Hauptblattes. > Da mit dem l. Satt. 1885 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksatn zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleide? - i Die nächste Nummer erscheint Dienstag den LS. Dezember. -WL; . Leitende Artikel. Die Gristenzverechtlgung des israek. Volkes, x Mainz, 18. December. Die Bekenner aller positiven Religionen stimmen darin überein, daß das Größte und Beste, was die Welt besitzt, daß die Lehre vom einzigen Gott, dein Schöpfer und Regierer des Weltalls, durch die Vermittelung des jüdischen Volkes der Welt geworden ist. Diese große und erhabene Lehre erhält aber erst ihren vollen Werth durch die Consequenzen, die sich aus ihr ergeben. Wenn diese Lehre ihren weltbeglückenden und zum ewigen Heile führenden Einfluß üben soll, so darf sie tticht eine abstrakte Anschauung, eitle philosophische Theorie bleiben, sie tnuß vielmehr unser gattzes Leben gestalten, uttser Thun und Lassen regeln und ordnen. Daher heißt es auch in der heiligen Schrift (5. B. M. C. 6 B. 4 u. f.) : „Höre, Israel, der Ewige, uttser Gott, ist der einzige Gott." Und deßhalb, weil nur ein Gott ist, „sollst du lieben den Ewigen Deinen Gott, mit Deinem ganzen Herzen und mit Deiner ganzen Seele und mit allem Deinem Vermögen." In uttseren Herzett soll keine Liebe Raum habett, welche die Liebe zu Gott verdrängen könnte; aus Liebe zu Gott sollen wir bereit sein, wann immer es vott uns gefordert wird, unser Lebert zu opfern zur Heiligung des göttlichen Namens, nicht zdgerrt sollen wir, wenn es erforderlich ist, unseres ganzen Vermögens uns zu entänßertt mit Gottes willen. „Und es sollen sein diese Worte, die ich Dir heute befehle, auf Deinem Herzen; und Dn sollst sie entschärfen Deinen Kindern und von ihnen reden, wenn Du zu Hause sitzest und wenn Dü auf der Reise Dich befindest, wenn Du Dich niederlegst, und wenn Dtr anfstehest, und Du sollst sie knüpfen zum Zeichen an Deine Hand, und sie sollen sein zur Stirnbinde, dem Gehirne, der Leuchtkraft Deiner Augen, gegenüber; und Du sollst sie schreiben , an die Pfosten Deines Hauses und an Deine Thore." — Unsere Liebe zu Gott können wir nur dadurch erweisen, daß wir Seine heiligen Gebote beobachten utid die Worte Seiner heiligen Lehre stets in itnseren Herzen bewahren, daß wir dafür sorgen, daß sie unserert Kindern erhalten bleiben, und daß wir sie nie anßer Acht lassen. — Diese strenge Consequenz der Lehre von der Einheit Gottes findet sich lediglich in der Religion Israels. Unsere heilige Religion regelt unser ganzes Leben,? unser Thun und Lassen, vom Attfstehett bis znm Niederlegen, von der Geburt an — in gewisser Beziehung schon vorher — bis znm Tode und darüber Hittaus.

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