Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1884-12-11 · Heft 98 (11.12.1884) · page 20

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 98 (11.12.1884)
Date
1884-12-11
Page
– (sequence 20)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2446951-2449406-2449498--21320-2510900
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

heraus sprach er: „Gelobt seist Du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der uns geheiligt durch Seine Gebote und uns befohlen hat, das Chanukah-Licht anzuzünden^ Gelobt seist Du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der Wunder erwiesen unseren Vätern, in jenen Tagen und M dieser Zeit." Und wiederum ist es Chanukah. Abraham ist bei seiner Mutter geblieben, die bald das Krankenlager verlassen durste. Sie erfreut sich des Glückes ihrer Kinder; denn Judith ist seit drei Monaten dieGattin ihres einzigen Sohnes, und Abraham, wie er sich jetzt wieder nennt, hat das Gelübde, das er in der Stunde der Noth in seinem Herren gelobt hatte, treulich gehalten. Er ist die Freude seiner Mutter, der Stolz seiner Gattin und eines der opferwilligsten und frömmsten Mitglieder der jüdischen Gemeinde seiner Vaterstadt. Professor Dr. Lautl) über „Die Ausgrabungen im Wadi Tnmilat." (Nach dem „Ausland.") Der fragliche Punkt, im Munde der arabischen Bevölkerung Tell-el-Maschuta genannt, liegt so ziemlich in der Mitte zwischen Tell-el-Kebir und Jsmaileh am Timsah- oder Krokodil-See, gerade gegenüber der Station Namesses. Die Veranlassung, gerade diesen Punkt für eine Ausgrabung zu wählen, lag in der Thatsache begründet, daß man dort, bei nur oberflächlichem Nachsuchen, zwei Sphinxe,' eiiie Stele, das Bruchstück eines Nao's und eine Scnlptnrgrnppe entdeckt hatte, welche den König Namesfes II. zwischen zwei (solaren) Göttern darstellt. Diese Denkmäler wurden nach Jsmailieh verbracht, wo sie sich jetzt noch befinden, und von H. Maspero, dem gegenwärtigen Direktor des Museums von Bulaq, in der „Revue archüologique" 1878 besprochen. Da der Pharao Namesses II. auf dieseu Monmnenten als Liebling des Gottes Tum bezeichnet wird, so schloß Herr Naville, daß sie aus einer nach dem Abendsonnengott Tum wegen seines Tempels, benannten Lokalität stammen, müßten. So ergab sich die Identifikation; dieses Pe-Tuin, Tempel des Tum , mit dem biblischen Pithöm, welches als Vorrathsstadt (nebst Namesses) vost den Ebräern für den Pharao erbaut wurde. In der That entdeckte Naville an der Ecke, wo' die unge- . nannten.Vorgänger schon das Bild.. dieses Königs zwischen zwei Göttern aufgefunden batten, ein. Seitenstück .dazu InMü.; ' Es hat sich hier, und zwar zum ersten Make an dieser Stelle Egyptens , eine architektonische Eigenthümlichkeit gezeigt, die man nothgedrungen auf den Begriff des biblischen Miskenoth, Magazine — unser Wort scheint fast eine Methatesis davon zu sein — beziehen muß. Innerhalb der großen Umfassungsmauer nämlich, die qnadraüsch an jeder Seite ungefähr 200 m mißt und aus ungebrannten, ohne Strohhäcksel hergestellten Ziegeln besteht, befinden sich auf der ganzen Ausdehnung brunnenartig vertiefte Behälter von viereckiger Form, solid ausgemauert, ohne Ein- oder Ausgänge, wenn sie nicht von oben her durch Fallthüren zugänglich waren. Die einzelnen Gemächer oder Kammern, wenn man sie so nennen will, sind von einander durch 2*/g bis 3m dicke Wände getrennt. Dabei ist die Schichtung der Ziegeln eine sehr regelmäßige und durch Mörtel wohlgefügte. Etwa 10 bis 12 Fuß von dem Boden dieser Behälter aufwärts gewahrt man eine ungefähr anderthalb Ziegeln dicke Rinne, welche rings herumläuft, als wenn das Fußgebälk eines obenen Stockwerkes hier in die Mauern eingegriffen hätte. Thatsächlich befinden sich darunter viereckige. Löcher mit Holzüberresten, offenbar die Oefinungen für die Tragbalken. Aus den oberen Stockwerken also, die man sich als bewohnte Räume denken mag, da ihre Wände weißes Plastrum zeigen, gelangte mau mittelst der Fallthüren in die unteren Kammern, die sonach recht eigentlich Magazine genannt werden mochten, da sie zur Aufbewahrung der Vorräthe an Getreide und sonstigem Material dienten. Das Ziegelwerk an diesen Magazinen ist bald mit, bald ohne Stohhäckfel hergestellt, in welchem Bestände der Bibelkundkge sofort einen weiteren Beweis für die Identität der neuaufgedeckten Stätte mit dem Pithom des Exodus , erblicken wird. Aber kein einziger von den vielen tausend Ziegeln, die Herr Naville daselbstaufgefunden und betrachtet hat, zeigt die Stempelung auf den Namen des Königs Namesses H; oder eines anderen Herrschers. - (Schluß folgt.) " ->-i * V.rt* -,•* % 2ch ernähre Mensch 'und Thier; - Doch wenn ich den §nß.verlier', . > So wirst den Dn in mir lesen,t ’*•' i *' ' '-Dessen--Mutter ichgewesennt \:Y‘ Äab' auch ijaupt ich hingegeben, ». . ./Nennt.man dennoch ^n;ch,,Las Lehen"^/ ... .-^,',-.-7 . 7 :'ira.tha.n Blau in Senozat^, »>r *> * *: * } ' , :‘ V - r Verantwortliche Nedactivn: vr. Lehmann in. Mainz. — Expedition große'Bleiche. Nr. /»'* Tnlck und Verlag von Oscar Lehmann in Mainz.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.