Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 98 (11.12.1884)
- Date
- 1884-12-11
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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mim für dass^-- j-C-MO S tSy.'l - W l A R 0 N Ji» KellekPiPrfHy--Ksilkzs m W. 9$ Hnbüt Mofcheh Sopher. HZercits in einem der ersten Jahrgänge dieser? ■ Zeitschrift haben wir eine ziemlich ausführliche Biographie des großen Mannes, den unsere Ucberschrift nennt, veröstentlicht. Wir wollen uns daher heute damit begnügen, einige wenige Daten anzugcbcn und dann eine kleine Episode, die bis jetzt noch ganz unbekanntscin dürfte, erzählen. Rabbi Woscheh Sopher wurde in F r a n k f u r t a. M. im Jahre 1762 geboren. Schon als kleines Kind erregte er die Aufmerksamkeit des großen. gierigen Jünglinge Israels den großen Lehrer aufsuchten, wo er gleichsam der Lehrer von ganz Israel wurde. Er starb im Jahre 1870, hochverehrt von ^allcn Israeliten auf dem ganzen, weiten Crdenrunde. Und nun wollen wir die kleine Episode mittheilen, die wir oben erwähnt .. haben. 1 . Eines Tages kam ein augesehener Preßburgcr Kauf- L. mann mit verstörten Gesichtszngcn zu dem allverchrten Rabbincn. „Rabbi," sagte er weinend, „ich habe mein ganzes?****&&*< V V 3£Ky: - L« * i‘ •. Jefchibah zu Mainz, deren Leiter der damalige Rabbiner Rabbi David Sch euer war. Als Rabbi Nathan Adler als Rabbiner nach Boskowitz in Mähren berufen wurde, folgte ihm sein junger Schüler dorthin. Rabbi Moscheh blieb in Oesterreich. Zuerst wurde er Rabbiner einer kleinen Gemeinde in Mähren. Nach wenigen Jahren wurde er nach M a tt e rsd o r f .in Ungarn, berufen und von da nach der damals größten Gemeinde Ungarns, nach Preß bürg. Hier war es, wo er seinen Weltruf erlangte, wo ans weitester Ferne die wißbc- ‘ÜÜfii MEe fahren zu können!" -DKM „Beruhigen Sie sich," sagte der Rabbiner, „Gort wird helfen. Gerade habe ich hundert Gulden liegen; die will ich Ihnen leihen." Wenige Wochen nachher, als der Rabbiner mit einem seiner Schüler in seinem Studierzimmer sich für den Bortrag in der Jeschibah vorbereitete, stürzte der erwähnte Kaufmann freudestrahlend herein. „Rabbi," rief er, „Ihr Darlehen und noch mehr Ihr Segen haben mir glänzende Früchte getragen. Kaum war ich in Leipzig angekommcn.