Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 94 (27.11.1884)
- Date
- 1884-11-27
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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XXV. Jahrgang-.; . ,6 n; ckn oVnMv.^ s.7 i^ KnlaM M Ar. 94 W: r!-> i H Vs?:;•-.. •;• / Zeituugsttachrichteu mtb Correspoudenzeu. Deutschland. Mainz, 26. Nov. Wir erlauben uns bcii talmudtundigen Leser unseres Blattes auf die Bekanntmachung des Herrn (5 ha im Hirschen so hn aus Jerusalem aufmerksam zu machen. Wir haben einen Theil des Manuskriptes gesehen und halten die Herausgabe der projectirten Zeitschrift für sehr wnnschenswerth. Frankfurt a. M. Dem Verein zur Bekleidung israelitischer Schulknabcn dahier wurden diese Woche zwei Legate von je 3000 Nt. ausgezahlt, das eine von Frau Lionel von Rothschild in London, dasandere aus dem Dr. Odrell'schen Nachlasse. Katowitz. Vor 14 Tagen' fand dahier eine Versammlung statt, welche über die Kolonisation Palästinas berieth; es hatten sich 31 Personen aus Frankreich, England, Preußen, Galizien und Rnniäineii eingefunden. Ein engeres Comite wurde ernannt, welches mit dem Entwurf eines Statuts beauftragt wurde, ebenso wurden Eentralstcllen für die Eingänge bei Sammlungen creirt. Hervorragende Männer haben diesen: edlen Werke ihre Unterstützung zugesagt. Von Herrn Erlanger in Paris wurde der Kolonie „Pesach Tikwah" 10,000 Fr. und der von „Jesot Hamaleh" 3O0O Rubel überschickt. 11m auch dem Handwerkerstande aufzuhelfen, haben einige Herren größere Summen zu unverzinslichen Darlehen gezeichnet. Öesterr.-Ungar. Monarchie. Wie». Der von Herrn Ritter von Wertheimer redigirte „Wiener Geschäfts-Bericht" bringt unterm 1». November folgenden Artikel: „Die commerciellen und industriellen Zustande Rumäniens wetteifern mit einander in der Rapidität ihres Niederganges. Der Handel stockt, und die Fallimente häufen sich. Die Handelsvaluta verschlechtert sich mehr und mehr, und Gold hat bereits ein Agio von 3 Percent — seitdem bereits ll Vs Percent — erreicht, was nicht ohne Einfluß auf die Vertheuernng desselben bei uns verbleibt... Der eclatante Mißerfolg der jüngst veranstalteten Jndustrke-Ansstellung, bei welcher man die jüdisch-rumänische Arbeit äuszuschließen für gut fand, bot das kläglichste Bild, das man sich nur vorstellcn kann. Es wird darüber aus Jassy berichtet: Die Ausstellung macht den Eindruck eines ausrangirten Waarenlagers, dessenJnhaber bankerott geworden, nachdem er alles nur einigermaßen Weithvolle zu Geld gemacht und seinen Gläubigern nur alte Lagergüter, die selbst zu Schleuderpreisen Niemand mag, hiuterlassen. Ein beredteres Plaidoyer für die Beeinträchtigung national-ökonomischer Interessen durch zugelassene Einflußnahme unberechtigter Antipathien konnte nicht in die Oeffentlichkeit gebracht werden. Allerdings beginnt man sich der vom volkswirthschaftlichen Standpunkte aus begangenen Thorheiten zu schämen, allein erst wenn das Gerücht, welches Herrn v. Earp an die Spitze eines neuen Cabinets gestellt wissen will, sich bestätigen sollte, läßt sich das Einlcnken in eine den Interessen wie der Ehre Rumäniens gedeihliche Bahn erhoffen. Denn dieser ebenso patriotische als freisinnige Staatsmann war es, der beinahe allein zur Zeit, wenn auch ohne Aussicht auf Erfolg, mit tatsächlich begründeter Beredtsamkeit jenen thörichten wie unberechtigten Standpunkten männlich entgegen trat. Damit auch dürften die unausgesetzten Ehicane, welche unseren Handels- und Zollverträgcn entgegengestellt werden, einmal ihr Ende er-: reichen. Freilich wird aber auf das bisher beschaffene Unheil nicht mehr zurückgewirkt werden können." Wien. Am 10. April 1873 wurde das Spital der isr. Eultusgemeinde in Wien, welches der Muuificenz des Barons Rothschild seine Entstehung verdankt, eröffnet. Um nun über die zehnjährige Wirksamkeit dieses Humanitären Institutes Rechenschaft zu geben, haben die Herren Spitalsverwalter Dr. Wülfler und Primararzt Dr. Oser im Verlage von Wilhelm Braumüller eine eingehende 17 Bogen starke Vrochüre erscheinen lassen, welche. , eine Beschreibung des Baues und der Errichtung des Krankenhauses sowie der Eröffnung desselben bietet, ferner eine vergleichende Zusammenstellung