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Der Israelit · 1884-11-20 · Heft 92 (20.11.1884) · page 24

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 92 (20.11.1884)
Date
1884-11-20
Page
– (sequence 24)
Language
German
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— 32 — iiaus uml eine Pumpe. An Vieh besitzen sie zehn Pferde, vierzehn Maulthieve, acht Ochsen und fünf Kühe. Der grösste Tlieil des Bodens ist schon angebaut, hauptsächlich mit Weizen, Gerste, Zuckermelonen, Sommerfrüchten u. s. w. Diese Golonisten haben keinerlei finanzielle Hilfe von ausserhalb erhalten, noch verlangt. Abgesehen von dem oben erwähnten Sumpfe1 ist das zu dieser Colonie gehörige Land sehr fruchtbar, wahrscheinlich mehr als das irgend einer anderen der in den letzten Jahren in Palästina gegründeten Colonien. Wenn diesen Colonisten von der Vorsehung Gesundheit und regelmässige Witterung bescheert wird, so sprechen alle Gründe für befriedigende Resultate innerhalb der nächsten vier Jahre. Neulich gab es in der Colonie eine grosse Aufregung. Die neuen Häuser m „Bl- J ehudijeh" waren nämlich ohne vorher eingeholte Ermächtigung vom Statthalter in Jerusalem erbaut worden. Es war aber kurz vorher ein Gesetz veröffentlicht worden, wonach keine neuen Häuser ohne Erlaubnis der Regierung errichtet werden dürften. Die Colonisten wussten, wie es scheint, nichts von diesem Decret. Als der Statthalter von der Errichtung der neuen Häuser Kunde erhielt, gab er sofort Befehl, dieselben niederzureissen. Da dieser Befehl auch alsbald . vollzogen werden sollte, waren die Colonisten selbstverständlich in. einem Zustande grosser Aufregung; es wurde jedoch appellirt, und nach mannigfachen Untersuchungen der Befehl zurückgenommen. Die schön gebauten Häuser sollten stehen bleiben, allein im ganzen Lande darf kein neues Haus ohne obrigkeitliche Erlaubnis gebaut werden. Dieses neue Decret ist ein vernünftiges, wenn es zu dem Zwecke ausgeführt wird, die neuen Häuser in Bezug auf die Gesuudheits- und anderen geziemenden Verhältnisse zu controliren. Die Erfahrung hat gelehrt, dass, wenn den Anordnungen der Behörde Folge geleistet wird, die erforderliche Erlaubniss mit massigen Kosten und ohne grossen Zeitverlust erlangt werden kann. Um auf die Colonisten aus Jerusalem zurückzukommen, so müssen wir mit Bedauern berichten, dass die Verluste, die sie durch Krankheit und das Aufgeben ihrer Wohnungen hatten, gross genug waren, um sie bis jetzt zu ruiniren. Die verlassenen Häuser zerfallen. Hier bietet sich eine günstige Gelegenheit für solche, die gern diesen armen Colonisten zu Hilfe kommen möchten, nämlich; Hilfeleistung zu gewähren, damit sich die Colonisten an dem gesunderen Platze anbauen können, oder durch Darlehen es den Colonisten zu ermöglichen, die Sümpfe auszutrocknen, sie in nutzbares Land umzuwandeln. Jeder dieser Vorschläge würde, wenn ausgefiihrt, den Colonisten die Möglichkeit gewähren, auf ihre Besitzungen zurückzukehren, sich ihren Lebensunterhalt zu verschaffen und die geleistete finanzielle Hilfe mit heissem Danke zurückzuerstatten. Ich empfehle diese Angelegenheit den Juden in Grossbritannien und den Colonien. Die Colonie Sarona. Aus dem Berichte des Correspondenten über diese deutsche Colonie theilen wir nur mit, dass sie aus etwa vierzig bis fünfzig Familien besteht. Jede Familie hat 25 bis 30 deutsche Acker angebautes Land. Der Ertrag reicht nicht nur für die Bedürfnisse hin, sondern es soll sogar, wie man sagt, noch ein kleiner Ueberschuss bleiben. Die Colonie besteht seit etwa vierzehn Jahren. ' 1 - -- " -V:-- - Die andere deutsche Colonie der Templer war Küher Besitzthum von Amerikanern, die jedoch aus verschiedenen Ursachen keine Erfolge'hatten, '.,<■{ j*’,-t../1 Diese ßeiden Ansiedelungen der Templer , machen offenbar Fortschritte. Die Mitglieder sind zufrieden und werden es gewiss noch mehr sein, wenn der Handel Jaffa'« noch etwas zunimmt. Druck r>on David floutt Wolff in MaHt-«rß»

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