Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 91 (17.11.1884)
- Date
- 1884-11-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XXV. Jahrgang. M 01 irr,'y - t <. ».-? ßj'-Un 6-.^ > ^u.;. K "H 7^:»?'».»' l ■! •'. >:.!.* .1: ft *?s u v?> »J "t . ij? trr:> ,1z >' \ > •{} £ r ■♦; .. .. $% fi f 1 II 1 *'$: Gentrat - Hrgan für das orthodoxe Iudenthyy;. Herausgegeben von Ar'. Lehmann in Mainz. . Montag, den 17. November 5645 (1884). DA" Bezugsbedingungen und Jnhaltsverzeichniß befinden sich am Schlüsse deS Hauptblattes. "M Leitender Artikel. Dur Uaraschaty Wokedotß. " Mainz, 14. November. Unser Vater Jizchak war alt geworden und seine Augen waren dunkel, so daß er nicht mehr sehen konnte; da rief er seinen Sohn Esaw herbei und trug ihm auf, Wildpret zu fangen.. „Und bereite niir schmackhafte Speisen, wie ich (sie) geliebt habe und bringe mir. Und ich werde essen, damit Dich segne meine Seele, bevor ich sterbe." Da Niwkah das hörte, rief sie ihren Sohn Jakob herbei und sprach zu ihm: „Siehe^ ich habe gehört Deinen Vater redend zu Esaw, Deinem Bruder, wie folgt: Bringe mir Wildpret und bereite mir schmackhafte Speisen, und ich werde essen und werde Dich segnen vor dem Ewigen vor meinem Tode". Die Worte 'i , „vor dem Ewigenhatte Jizchak nicht gesagt; Mvkah hat sie hmzugefiigt. Nascht scheint in seinem Commcntare dieser Frage entgegcntrcten zu wollen, indem er erklärt: 'rofern * 'i ":07 'T 7y 2'2O'V „Dein Vater hat so gesprochen mit Erlanbniß Gottes, dessen Zustimmung er erwartet." Es bedarf nun der Erklärung, wieso Niwkah das aus den Worten Jizchaks zu folgern ^vermochte. Als David vor seinem Sohne Absalom fliehen mußte, da war der größte Theil. des Volkes von ihm abgcfallen. Und David ging-dcn'Öelberg hinauf und weinte; das Haupt hatte er verhüllt und er ging barfuß, und alles Volk, das bei ihm war, verhüllte das Haupt. So zogen, sie dahin und weinten. Als der König mit seincul Gefolge nach Vachurim kam, trat ihm einManu von der Familie Schauls entgegen und fluchte ihm mit schrecklichen Flüchen. Hub der König ließ cs sich gefallen, in der Trauerseines Herzens, da der eigene Sohn ihm nach dem Leben trachtete. In dieser Noth und Verlassenheit . that es dem Könige doppelt wohl, daß Barsilai ans Gilead ihm freundlich entgegenzog und Lebens- *. mittel brachte für ihn und seine Leute. — Als. David siegreich nach Jerusalem zurückkehrte, wollte er sich. Barsilai dankbar erweisen und lud ihn ein, mit ihm nach Jerusalem zu ziehen und dort an seinem Hofe zu leben. Aber Barsilai lehnte das Anerbieten dankbar ab; er sei schon zn alt, sagte er, und schmecke nicht mehr den Geschmack der . Speisen. Wir ersehen daraus , daß im hohen Alter der Geschmacksinn sich abstumpft, und wir dürfen daher ‘ annehmen, daß Jizchak, der das hundertste Lebensjahr längst überschritten hatte — erzählte in jener Periode 123 Jahre (vergleiche Nasch! zur Stelle) — und von dem die heilige Schrift uns erzählt, daß er alt geworden und bereits schwer an der Last des Alters zu tragen hatte, keinen Geschmack mehr fand an köstlichen Speisen. Wenn dem nun so ist, - warum verlangte Jizchak, daß man ihm köstliche Speisen bereite, ja, noch mehr, warum knüpfte erden Segen an dieses Verlangen? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir'^ zuvor noch eine andere anfwerfen. Als Esaw vonder Jagd zurückkchrtc und Jizchak zu seinem Schrecken bemerkte, daß ihm der Bruder bereits znvorgckommen, da sagte er 7rv 7rNi, „und ich aß von Allem".! i Naschi bemerkt dazu nach dem Midrasch: 72V - ' m 'NQZ-2 c»yi:7 TVii’prtf onDye, „ich habe jeden— Wohlgeschmack darin gefunden, den ich darin gesucht habe". Der Midrasch will das wohlgefällige 7r**i 7riD erklären; man muß jedoch fragen, warum