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Der Israelit · 1884-11-06 · Heft 88 (6.11.1884) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 88 (6.11.1884)
Date
1884-11-06
Page
– (sequence 13)
Language
German
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1455. | »! :Jrt? ' A\~* •'i.M>:i*n!}f.‘f! üoahi[>i' n-vf '•: '/iri4 ■;i .ia ,fnk*^'! 'lönivll; . MMM n p e W;, Füv den folgenden Theil ist die Nedaetion nicht verantwortliche ^^Abonnements- und Jnseraten-Annahrne für Frankfurt ä. M. beiJ.,Kauffmann, Buchhandlung; für Hamburg bei A Goldschmidt, Buchhandlung, Kohlhöfe» Nr. 35; für Cöln bei ^eÄ^Mnür, Steinfeldergäffe 7;-für München bei N. Bettelheim, Färbergrabeu. 29; für Fürth in Bayern bei 'SOI; Dörubergi:v,-'hebr7'nnd'deutsche Buchhandlung; für Böhmens Mähren und.'österr. Schlesien bei Jaeob B. Brandeis,.. Buchhandlung .in Prag; für' Warschau bei Jonathan Birnbaum, Maryjanskastraße 9tr. LZ. ";,r' “V’V . .. ' : ’i? j : , ■ . . - ", 5: }■■ Myslowitz O.-Schl., 27. November. Eine Trauerkunde habe ich heute zu berichte«, die in weitesten Kreisen die schmerzlichste 2 heil nähme findet. Frau Julie Pinczower y“: von hier ist nicht mehr. Sie verschied am verflossenen Montag nach kurzem Leide» und wurde heute unter ungemein ^großer Betheilkgung zu Grabe getragen. Es waren' circa 400 Menschen der Bahre gefolgt, unter ihnen hervorragende Männer aus hiesiger Stadt und Umgegend. Ihre Rechtschaffenheit, aufrichtige Frömmigkeit, Sanftmnth und Bescheidenheit gewannen die Liebe und die Achtung Aller, die sie kannte». Den Armen war sie eine Mutter und liebevolle Fürsprecherin, sie unterstützte Wittwe» und Waisen, Bedrängte und Nothleid'ende. Und wie entledigte sie sich dieses Auftrages! Mit welcher Gewissenhaftigkeit suchte sie sich der Würdigkeit und Bedürftigkeit der zu Unterstützenden zu vergewissern, mit welch' unendlicher Geduld ertrug sie die Zudringlichen, welch' himmlische Sanstmüth setzte sie Schmähungen und selbst Verleumdungen entgegen! Auf dem Friedhofe gab Herr Rabbiner Tr. Jafse der allgemeinen Trauer in würdiger und ergreifender Weife beredten Ausdruck, so dast kein Auge thränenleer blieb. Möge der allgütige Gott den trauernden Gatten, dessen Sohn trösten; aber nicht sie allein — die ganze Welt hat diese Edle verloren, die erst 27 Jahre aus Erden wandelte und während dieses kurzen Lebens unendlich viel Gutes vollbracht hat. Möge ihr Kind in die'Fusttapfen der Heimgegangenen treten, damit sich auch in diesem Sinne erfülle das große Wort ro-raS p^x tm. n-3"s"3"n rta nmn Ein junges Mädchen aus hiesiger Gegend ist mit einem braven und tüchtigen jungen Mann verlobt, doch fehlt es an der nöthigen Mitgift. Ihr Bruder hatte z. Z. eine solche von M. 2000 in Aussicht gestellt, karrst aber nunmehr leider keinen Pfennig geben, da sein Haus und Acker inzwischen überschuldet wurden und voraussichtlich bald zum Verkauf kommen werden. Da es nun doch eine große .nwa diese 'Waise, die ehrenhast und religiös, auch von braven Eltern und die sich zeitlebens schon bei srerrrden Leuten im Dienst aushält, einen guten Ruf hat, unter die Harrbe zu bringen, so bitte ich edle Menschenfreunde, ihr Scherflein zur Bewerkstellung dieses non n,'7v:j beizntragrn und gefl. Gaben arr den Unterzeichneten richten.-- Alsfeld (Oberhessen), 2. November 1884. a-.-sSa0vL Mothschild _' 5393) y< in Firma: G. RotliKcliild Sö)me. . Auch wir sind bereit, Gabe» .entgegenznnehmen und weiterzubesörbern. ' ' Die Expedition LeS „Israelit". : GJine gewandte Verkäuferin, welche sehr > gut zu decoriren versteht, sucht in einem Manufactur- Mode-, Kurz- oder Eonfrctions-Geschäft dauernde Stelle. Offerten an B. Gottschalk postlagernd Haarin bei Aachen. (5399 ür niein Ledergeschäst en^r»» & endetail, welches an Soun- und Feiertagen geschlossen, suche zum baldigen Antritt einen durchaus tüchtige» Lehrling mit den nöthigen Schulkenntnissen. (5363 Hanau. H. Kalin. Ä.H dem nahe gelegenen Hobbach wohnt >\y eine arme 82jährige 'Wittwe, die alleinstehend, der bittersten Roth auügesetzt ist, wenn nicht edle Menschenfreunde der Greisin, welche ohne Verwandte ist, Hilfe angedeihen lassen. Derselben fehlt eS nicht allein am Allernöthigsten (Brod und-Kartoffel), sondern ist auch der Gefahr auSgesetzt, daß ihr kleines Häuschen, welches ganz verschuldet, falls sie die Zinsen nicht aufbringt, mrch dieses verkauft wird. Diese alte Frau hatte früher bessere Tage gesehen, ist aber unverschuldet zurückgekommem •> >- > .v Wir bitten daher alle edlen Menschensreunde um Zusendung von Beiträgen, und sind gerne zurEntgegenuahme und 'Weiterbesördcnlng bereit. Eschau im 'November l884. (5394 l'»»rlunel 3rosI)aeher. Hayttm Strauß. /£inc Wittwe, 44 Jahre alt. wünscht eine Stelle als Haushälterin (gute Behandlnng wird vorgczogcn). Osserten beiorat die Erved. d. Bl. unter Nr. 5232. <^ür einen jungen Mann von l5 Jahren O auS guter Familie wird zu Oster» 1885 eine Stelle alö Lehrling in einem Mannfacturwaarengeschäft gesucht, wo derselbe, freie, Station bekömmt, und die jüdischen Feiertage streng gehalten werden können. Beste Referenzen tverden.'gegeben. Gest. Osserten erbitten ' ' Jsenthal & Eö. 5386) in Hamburg. LetzErrgM Für mein Frucht-, Mehl-, Kleien- und Schuhgeschäft suche eiueu tüchtigen Lehrling aus guter Familie mit guter Handschrift. (5355 S. Hirsch, Osthosen.

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