Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 84 (23.10.1884)
- Date
- 1884-10-23
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2446951-2449406-2449484--21035-2510601- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 13 — Für die hartbedrängte Familie in Bütthardt. (Aufruf vor, Vorstand S. Sichel daselbst.) Anonym 7 M. C—t L. B. 3 3». S—g. S. L 10 M. Für Meyer in Daufenbach. (Auftuf von Lehrer M. Stamm daselbst.') 0—I. l- B. 3 M. 8—g. S. L 10 M. *) Herr Stamm wird «m nähere Angabe seiner Adresse gebeten, da Daufenbach in keinem Postvcrzcichnisse zu finden ist. -i-L > S --«-*-*4 Brief eines Colonisten in Palästina an die JEtedaetion des „Jewish Chronicle”. Ich erlaube mir, mich vermittelst Ihres gesch. Journals an meine Glaubensgenossen in England mit der Bitte zu wenden, eine Anzahl jüdischer Colonisten in Palästina von der äussersten Noth zu befreien. Ich spreche von der Ackerbau-Colonie "HTTP N'2„ in der Nähe von N2ÜL (Saffed). "Wir hatten jüngst die Ehre, von Herrn Major Goldschmid und Herrn Marcus Adler besucht zu werden, und diese Herren haben uns eine gütige Vermittelung zugesagt, nachdem sie sich* von unserer grossen Armuth überzeugt hatten. Während die von rumänischen und russischen Juden gegründeten Colonien das Glück haben, warme Annehmer und Unterstützung zu finden, hat sich Niemand unserer Colonie im Geringsten angenommen. Und doch glaubten wir, noch eher eine Berechtigung zu haben, da wir alle ohne Ausnahme in Palästina geboren sind, die Sprache und Sitten des Landes kennen und mit dem Ackerbau vertraut sind. Wir sind an das hiesige Klima gewöhnt und stehen mit unseren muhamedanischen Nachbarn auf bestem Fusse. Unsere Colonie besteht aus dreissig Familien, die Männer sind noch jung. Wir wollen keine Geschenke, sondern bitten nur um ein Anlehen, das wir im Verhältnisse unserer Kräfte und nach Möglichkeit ratenweise zurückbezahlen wollen. Es ist die Bedingung bei uns, dass Niemand etwas von der „Chalukah“ nehmen darf, und wir haben das Nothwendigste verkauft, damit Jeder die Summe von 200 Francs zusammenbringen konnte. Um zu zeigen, dsss es uns Ernst ist mit diesem Unternehmen, wünschen wir durchaus nicht mit baarem Gelde unterstützt zu werden, sondern nur, dass eine erfahrene Person uns das zur Bestellung Unentbehrliche ankaufe, und wollen sogar das wenige Geld, das noch vorhanden, hierbei zur Verfügung stellen. Auf ein günstiges Resultat hoffend, ,L; Ihr ergebener Hi.!KIa,iser:ma,iirL Delegirter der Colonie "TVirP