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Der Israelit · 1884-10-02 · Heft 79-80 (2.10.1884) · page 37

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 79-80 (2.10.1884)
Date
1884-10-02
Page
– (sequence 37)
Language
German
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IV. Der Regen. Wie der Wind regelmässiger und an bestimmtere Zeiten in diesem Lande gebunden ist, als in den. Ländern Europas, so aucb der Regen. Das Land bat eigep.tlicb.nur zwei Jahreszeiten: Die Regenzeit, bei den Arabern bXÖ (Regenperiode) genannt-'(die Galiläer, deren Spräche dem Aramäischen ähnelt, nennen sie IflD, im Talmund heisst siö D'bvWH. welche vom' m3D- bis zum ÜDS-Feste dauert, und der Sommer (bei den Arabern ^pX Sxt5, d. h. Periode der Trockenheit) von nDSJbis nach rtQD. Dann regnet es gar nicht (ausnahmsweise regnete es am Vorabende des HÖH IT1*! im Jahre 5601, was als wunderbares Ereigniss angesehen wurde), keine Wolke zeigt sich, nur die Thauwolken am Morgen und Abend, die schnell vergehen. Dagegen fällt zwischen fT!3D und X1D3 ein reichlicher Regen, und zwar fast jedes Mal im ganzen Lande von ]1 bis 33V zu gleicher Zeit. Dia Regenquantität längs der Meeresküste und im Gebirge innerhalb des Landes ist jedoch grosser als im südlichen Jordangebiete. Der erste Regen nach Ablauf des Sommers heisst mi' (Joreh) oder auch (Moreh). Manchmal fällt er schon Anfang des achten oder gar Ende des siebenten Monats; spätestens tritt er im neunten Monate ein, im gewöhnlichen Jahre in der Mitte des achten Monats. Dieser Regen fällt langsam und in kleineren Tropfen zu Boden, macht die Erde locker, so dass der Landmann, nun anfaugen kann zu pflügen und den Boden zu bestellen. Mach dem mi* kommen einige regenlose Tage, dann erst tritt die eigentliche Regenzeit ein und reichlicher Regen strömt zur Erde, erweicht den Boden und füllt die Cistemen; Elüsse und Bäche wachsen au. , y Die Periode dieses Regens dauert ungefähr drei Monate und ist mit mancherlei Unannehmlichkeiten verbunden. Dann tritt der lölpbö (Spätregen) ein, in gewöhnlichen Jahren etwa im und Er fällt die Aehren und giebt den Halmen Kraft, während der ersten Sommertage zu bestehen. Darum harret der Landmann mit Bangen auf den Spätregen, durch dessen Ausbleiben die Ernte schlecht ausfallen würde. Gross ist aber seine Freude, wenn er diesen Spätregen in genügender Menge zu Boden strömen siebt, nnd wie einer guten Botschaft sieht er den. am Horizonte aufsteigenden Regenwolken entgegen. Das arabische Spruch wort sagt: »Der Regen im JD’O vermehrt Pflug und Joch“. Auch in der hebräischen Litteratur (Jjob 29,25. und Sprüche, Salom. 16,15.) wird der als einer erhofften und freudig begrussten Naturerscheinung gedacht, __ (Schluss folgt). Briefkasten. E. K. in Schlichtern bei Vacha. Eine Ihnen am 21. August d. J. gemachte Sendung kam als unbestellbar zurück, weshalb ich Sie höfliehst um gefällige Angabe einer genaueren Adressat bitte. — ••iv* Für die uns. zum , zugegangenen äusserst zahlreichen Glück“, und Segenswünsche sprechen wir, da eine Einzelbeanlwor£u?ig uns unmöglich, den freundlichen Gratulanten auf diesem Wege unseren tiefgefühltesten Dank aus* •; /?; ■ '■ -- •;r I .... -v>; mt -inarkheim lTa>in ng,n i ^.| Familie JDr. Salyendi* ■ ' rufvrtvj-.Yfi. mH; witf >r>i?mf( j Hrt‘;n rr r-E.-- :>? - fril i> .tiluhmhiwr'c r-'itic~ zn. . , :'i, V u;.V; v;.;;::i .! .i; :!u: -ü; l• K <«;f Jini*' ii(- -Uw f'iVli'l Druck Von David Loui» Wolff in fRagbeftKg.

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