Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 79-80 (2.10.1884)
- Date
- 1884-10-02
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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MM M ^4 vy// K^>für ba$o>!/JM Orthodoxe «MuderrthumM -'p-»-._;rrr> HsllskPiNischL-KsilLgy m Kr. 19 u. $0. Ein wunderbar schöner Weg, die Riviera di Ponente, führt von Genua nach Nizza. Vielleicht keine Küste der Welt ist ihm an Schönheit vergleichbar. Immer geht cs dem Meere entlang, dcpen fluthende Farben unablässig wechseln und wachsen. Jedes Dorf hat sein besonderes Denkmal; das eine einen römischen Kaiser und das andere einen Pabst, der dort geboren ward, ein drittes rühmt sich seiner Palmen, und wieder eines seiner Schlachten, die eine vergangene Zeit dort schlug. Der berühmteste Palmengarten' an der gesammten Küste ist Bordighera. Auch die Ethrogrim, die man hier Cedern nennt, wachsen daselbst in großer Menge. Sie zeichnen sich nicht allein durch Schönheit, Größe und Reinheit ans, sie haben noch einen andern Vorzug, der für unseren Festgebranch ‘wi Sordighrra. von großer Wichtigkeit ist. Die Kunst der Gärtner sucht, namentlich durch Pfropfen und Ocnlircn diePflanzen zn veredlen und z» verschönern. Häufig werden daher Ethrogim Eitronenbättmen anfgepfropft derart, daß die Eigenthnmlichkeit des Ethrog darunter leidet. So verbreitete sich vor etwa achtzig Jahren das Gerücht, daß die Ethrogiin, die ans der Insel Eorsica wachsen, ans dem angeführten Grunde, znm Festgebranche ' nntanglich seien. Ans diesem Grunde werden noch heute an vielen Orten die (5orsicaner Ethrogim für untauglich erklärt. In neuerer Zeit verbreitete sich ein ähnliches Gerücht in Bezug auf die Ethrogim von Korfu. Was au diesen Gerüchten Wahres ist, kann nur schwer ernirt werden. Die Ethrogim, die in unseren Gegenden gebraucht werden, kommen meistens ans Bor-