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Der Israelit · 1884-09-25 · Heft 77-78 (25.9.1884) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 77-78 (25.9.1884)
Date
1884-09-25
Page
– (sequence 20)
Language
German
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1294 bats die Werkstätte und die Ateliers verkästen, kann sich der freundliche Leser wohl denken.- Am Sabbat und an den Festtagen tragen sämmtliche Zöglinge uniformirte Kleidung, die ihnen-frei geliefert werden. Sie gehen unter Führung des Hausvaters in die Synagoge, wo sie in einer besonderen Abtheilnug Plag haben. Tie Spaziergänge werden nur gemeinschaftlich und unter Aufsicht gemacht. Die Familie Ratisbonne, die wir an dieser Stelle schon früher erwähnt haben, trägt ein großes Verdienst an der Gründung und an dem Aufblühen dieser Anstalt. Außer namhaften Legate und Schenkungen anderer Art dieser verzweigten edlen Familie, hat der Herr Louis Ratisbonne s. A. das. erwähnte Haus dieser Anstalt z. Z-. als Geschenk übergeben. Wir übersetzen hier einige Stellen, des neueste» in französischer Sprache allsgegebenen Jahresberichtes der Verwaltung, der an die Freunde und Gönner der Anstalt gerichtet ist. „Im Jahre 1825 beabsichtigen einige hervorragende Männer ein gutes Werk zu schaffen, indem sie sich zur Aufgabe stellten, die von der Last des Bornrtheits bedrückten Gtanbensbrüder möglichst zu befreien. Man bestrebte sich, die Heranwachsende Generation durch Arbeit gegen Noth und Untugenden, welche oft die Armnth nach sich zieht, zu schützeil. Die Jnstitutioil war bis 1832 nur eine sog. Schutzgesellschaft (Patronat); die Knaben würden in die Handwerksstätte und Ateliers der Stadt gebracht, und durch freiwillige Sammlungen konnten ihre Lebensbedürfnisse bestritten werden. Bald aber stellten sich große Unannehmlichkeiten ein, die inan eigentlich nicht erwartete. Die Jünglinge, wenn sie ihren Arbeitstisch verließen, sielen nicht selten den Verführungeil, die ja eine große Stadt in sich birgt, in die Hände. Nun kam man zu dem Entschluß, die Lehrlinge in ihrer materiellen Lage zu kräftigen, um sie stufenweise zu einer moralischen Höhe zu bringen. Um dieses zu erlangen, mußten die Lehrlinge um eine n Heerd zur Ordnung der Arbeit und des Unterricht vereinigt werden. (5 s stellten sich ungemein viele Hindernisse den Gründern in den Weg und die großen Bedürfniffe erschwerten das Beginnen des Werks, doch die Anstalt kam mit Gottes Hilfe zn Stande. Am 18. April 1842 erhielt dieselbe durch Königl. Ordonnauze ihre Bestätigung. — Unser Werk hat unstreitige Dienste dein Fortschritt geleistet. Seit seiner Gründung sind,557 Handwerker und Künstler aus der Anstalt getreten, die tüchtig in ihrem Berufe ausgebildet wurden. - ' - » Die Summe, welche der Anstatt zur Unterhaltung der Schüler und deren Ausbildung seit ihrer Gründung zufloß, erreicht die Höhe von 736,000 Frcs. und unser unveräußerliches Kapital übersteigt die Summe von 82,000 Frcs. Wir können mit einem gewissen Stolz auf die Vollendung des Werkes zurückblicken. Glücklich und stolz in seiner Bescheidenheit würde der Hauptgründer des Instituts sein, wenn er es erlebt hätte, daß sein Werk, ungeachtet der großen Schwierigkeiten, so herrliche Früchte gezeigt. ' v . r Wir schließen mit dem Wunsche: „daß die Anstalt „Gunst" und „Wohlgefallen" in den Augen Gottes und der Menschen für alle Zeiten finden möge!" J. W. Sonntag, 28. September, 9. Tisch», cmcn cav* Montag, 29. September, 10. Tisch», =av» , Festes-Ausgang 6 Uhr 25 Min. (Mainzer Uhr.) Freitag, 3. October, 14. Tisch», rraa aix Samstag, 4. October, 15. Tisch», roao St» '» cav* Sonntag, 5. October, 16. Tisch». nwo bv 'a cav* Sabbat-Ausgang 6 Uhr 20 Min. (Mainzer Uhr.) Montag, 6, October, 17. Tisch». 1 Dienstag, 7. October. 18. Tisch». n Mittwoch, 8. October, 19. Tisch»..!' . [ Donnerstag, 9. October, 20. Tisch». Freitag, 10. October, 21. .Tisch», na-»,njjtcvj ... Samstag, 11. October, 22, Tisch». ' ’• Sonntag, 12. October 23. Tisch», rrno NN7V Festes Ansgang 6 Uhr 10 Min. (Mainzer Uhr.) , : Montag, 13. October, 24. Tisch», an nc» Lösungen snnvien eint Satomon Mayer in Spiesen. S. Wolpert in t5rainseld. Fra» Nanni Neumann in Impsingen, tnnil Lehmann in Stettin! ' M. Spindel in Bergen. Moses Sommer in Nidda. E. H. in Trenchtlingen. Leit Kahn in tiannftatt. Bertha Kausman» in Lichten«». Ludwig Lazarus in Wien. Gkcsela Göttlich m Reustettin. Zodick in Roßdorf. Moritz Spiro in Rheinberg. Fra» Z. Stesendorj in Heidelberg. A. Lewinsky in Loslau. N. Wachs in Heilbronn. E. Jacob in Bühl. L. u. F. W. in Strasburg. Roman« 15ohn in Pleschen. H. Banmann i» Mempielsdors. Schlesinger in Mergentheim. Adols Bachrach i». Elmshorn. Iac. Pollaschek in Bodersweier. Fra» Lehrer Stein in Treis. A. Schncrb i» Straßbnrg. if *!;rnt .if;

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