Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 72 (8.9.1884)
- Date
- 1884-09-08
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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Für die Lehrerbildungs - Anstalt in Hannover. Won mehreren Ungenannten 25 M. Für die verarmte Familie in X. (Aufruf von Heinrich Herz & Comp, in Mainz.) Mew-Hork. U. S. S M. Für die nothleidende Familie inl E s s i n g e n. (Aufruf von Vorstand S. Rauh daselbst.) Uürgpreppach Durch Districts-Rabbiner A. Hirsch: Lehrer Erdmann 2, Frau Rabbiner Hirsch 3, zus. 5 M. Ariedöerg. Eduard Grödcl: an den Jahreszeittagen feiner sel. Eltern 5 1 Für die bedrängte alte Wittwe in Hobbach. (Aufruf von R. L i n d h e i m e r daselbst.) Bon Ungenannten 3 M. Für eine arme Wittwe mit sieben unmündigen Kindern. (Aufruf aus Uödigheim bei Buchen.) Bon Ungenannten 3 1 Für die Abgebrannten in Haskiö i. Lidokshelm. Durch Vorstand Wolf Roscnthal 1,10 M. HSergimpern b. Neckarb.ischofshcim. Tußmann Gormbacher 2 1 Ton der Colonie "jv^ jiüiTW*) mmm Ich bin nun über ein Jahr im. heiligen Lande und machte es mir. zur Hauptaufgabe, das Leben und die Beschäftigung der Colonisten und ihr Verhalteil in den ihnen neuen Lebensverhältnissen beim Ackerbau kennen zu lernen. Ich glaube jetzt nichts Besseres thun zu können, als das Resultat meiner Beobachtungen den Lesern der "jV2£ mitzutheilen, um Vielen, die in ihren Ansichten in Bezug auf die Colonisation Palästina’s noch schwanken, eine bessere Meinung beizubringen. Findet der geehrte Leser, dass die Ansiedler doch gar zu viele Fehler gemacht haben, so möge er bedenken, dass ihnen alle Erfahrung mangelte, dass aller Anfang schwer ist, und dass diese Fehler gezeigt haben, wie man’s besser machen muss. Wer ein Herz für die Colonisation hat, wird leicht verstehen, dass der Anfang ohne grosse Fehler nicht gemacht werden konnte. Ich will mit der Geschichte der Gründung der Colonie beginnen, auf der ich, seitdem ich im Lande bin, wohne. Am 15. —X des Jahres ritten fünf Männer auf Eseln und Maulthiereu, die ausserdem mit Zelten beladen waren, von Jaffa auf dem Wege, der nach Jerusalem fuhrt. Auf ihren Gesichtern spiegelte sich die schwere Sorge* ab, von welcher ihre Herzen bedrängt waren. Erst ritten sie östlich, bogen dann von der gebahnten Strasse nach Süden ab, und nachdem sie dieses bebaute Land und die Gärten, die sich gegen mpö* hin erstrecken, verlassen hatten, trafen sie auf einen unbebauten Strich Landes. Rechts von ihnen zogen sich sandige Hügel hin, von links aus der Ferne blickten die in Düster gehüllten Berge Judäa’s herüber, vor ihnen erstreckte sich eine endlose Wüste hin. Zuweilen begegneten ihnen Fellachen oder Beduinen. Sie wandten sich endlich links gegen einen niedrigen Hügel, wo die kleine Karawane anhielt. Schweigend stiegen sie ab, schweigend nahmen sie die Last von den Thieren, schweigend, aber mit thränenerfullten Augen betrachteten sie sich den Platz, — ihren zukünftigen Aufenthaltsort. *) Aus der "JVX JTTCDIÖ,,*