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Der Israelit · 1884-09-04 · Heft 71 (4.9.1884) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 71 (4.9.1884)
Date
1884-09-04
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXV. Jahrgang. M 71. Ei» Central-Organ für das orthodoxe Zndenthum. Herausgegeben von |®r. Lehmann in Mainz. Donnerstag, den 4. September 8844 <1884). Diese Zeitung erscheint wöchentlich z w eimal, MoutagS und Donnerstags, jedesmal in niindestens 2 Bogen. Preis deS Jahrgangs sür Deutschland und Oesterreich 12 Reichs-Mark, sür's Ausland 16 Reichs-Mark. Alan abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehme>r Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Dirccte Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 8 fl. osterr., sür's Ausland 16 Reichs-Mark an die Expedition franco einzusenden. Inhalt <Hauptblatt): Leitende Artikel: Die Sprüche der Väter. — Literarischer Bericht. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Merchingen. Berlin. Altona. — Oest.-Ung. Monarchie: Nicolsburg. Arad. — Rustland: Petersburg. Rowno. — Palästina: Jerusalem. — Italien: Rom. — Frankreich: 2mal Paris. — Türkei: Constantinopcl. — Amerika: Rew- Pork. — Feuilleton: Verschollen und vergessen. — Räthsel. Inhalt der Beilage: Leitender Artikel: Sogenannter linb wirklicher Thierschust. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen : Deutschland: Strelno. — Rustland: Petersburg. — Marocco. Leitende Artikel. Me Sprüche der Jäter. XXXIV. Mainz, den 1. September. „Alle meine Tage bin ich groß geworden unter den Weisen und habe in Bezug auf irdische Dinge nichts Besseres gefunden als Schweigen ritten vb» ip'yn «in cmion und nicht die Forschung ist die Hauptsache, sondern die That." Unsere Weisen lehren im Traktat Chulin t'. 89a. Rabbi Jizchak sagte: Es heißt in der heiligen Schrift (Psalm 58. B. 2.) hv iminiK nv 'ui pinn p-12 ubn DiD^n '121h rp ^17' wLp n'V' ,nrn din pian piL tdA' TiDln ,rrnn Es gibt in dieser Welt nichts Empfehlenswertheres als das Schweigen; aber nur in Bezug auf gewöhnliche Dinge; in Bezug auf die Gotteslehre ist das Reden geboten. In der That erwähnen wir es doch täglich in unserem Gebete dtc Tür min daß das Thoralernen des Juden vorzüglichste Beschäftigung ist, und ohne zu reden, kann man nicht lernen. Reden muß der Lehrer, reden müssen die Genossen miteinander, reden müssen die Schüler, indem sie nach dem fragen, was ihnen im Vortrage des Lehrers unklar geblieben; reden muß sogar Derjenige, welcher für sich allein lernt; er muß seine Ohren hören lassen, was sein Mund redet. Und trotzdem ist nicht die Forschung, das Lernen, das Lehren die Hauptsache, sondern die That. Zwar sagen die Weisen, wie wir bereits mehrfach erwähnt haben nn'z-O 'T*? n'ddc* Vm-TO^nn. „In gewisser Beziehung verdient das Lernen den Vorzug vor dem Thun, weil das Lernen erst das Thun ermöglicht;" aber die Hauptsache bleibt immer die That. Es heißt in der heiligen Schrift (2. B. M. C. 15. V. 26): „Und Er sprach: Wenn hören, hören Du wirst auf die Stimme des Ewigen, Deines Gottes, und thun wirst, was recht ist in Seinen Augen, wenn Du Dein Ohr neigst Seinen Geboten und beobachtest alle Seine Satzungen, so werde Ich alle Krankheit, die den Aegyptern Ich angethan, Dir nicht anthun; denn Ich, der Ewige, bin Dein Arzt."

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