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Der Israelit · 1884-08-25 · Heft 68 (25.8.1884) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 68 (25.8.1884)
Date
1884-08-25
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Ern Central-OMN für das orthodoxe Zndenthum. Herausgegeben von SBr« LeKmaun in Mainz. Montag, ben SS. August 5644 (1884). Diese Zeitung erscheint wöchentlich zweimal, Montags und Donnerstags, jedesmal in mindestens 2 Bogen. Preis desZJahrgangs sür Deutschland und Oesterreich 12 Reichs-Mark, für's Ausland 16 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Psennige die dreigespaltene Peützeile oder deren Raum. — Oesterreichische Banknoten laut Cours. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 8 fl. österr., für's Ausland 16 Reichs-Mark an die Expedition franco einzusenden. Inhalt (Hauptblatt): Leitende Artikel: Die Sprüche der Väter. — Die Erinnerung. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Schlüchtern. 2mal Berlin. Breslau. — Schweiz: Langenthal. — Oesterr.-Ungar. Monarchie: Pesth. Steyr. Preßburg. — Rußland: Petersburg. — Afrika: Fez. — Feuilleton: Ans dem Leben eines orthodoxen Rabbiners. — Inhalt der Beilage: Leitender Artikel: Zur Agitation gegen das Schächten in der Schweiz. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Berlin. Leitende Artikel. Me Sprüche der Mter. Mainz, den 20. August. . Mit Hillel und Schammai hörten die Suggoth auf: von da und weiter finden wir stets nur einen großen Namen an der Spitze der Weisen Israels. Der eigentliche Nachfolger von Hillel und Schammai in Btzug auf die Tradition war Nabbon Jochanan den Sackai, wie dies in der achten Mischnah des zweiten Capitels unserer Maßechtha berichtet wird. In der Fürstenwürde folgte Schimeon ben Hillel seinem Vater. Ueber diesen Schimeon wird uns sehr wenig berichtet. Wahrscheinlich überlebte er seinen Vater, der ein ungewöhnliches Alter erreichte, nur kurze Zeit. So lange der Vater lebte, konnte der Sohn nicht zur Geltung kommen, und aus diesem Umstande ist es zu erklären, daß sein Name in keiner Mschnah erwähnt wird, und daß der Talmud kaum etwas mehr als seinen Namen berichtet. Von desto größerer Bedeutung war sein Sohn und Nachfolger Rabbon Gamliel, im Hinblicke auf seinen Enkel gleichen NamenS, der Aeltere zubenamt. Seinen Wahlspruch berichtet uns die sechszehnte Mischnah des ersten Capitels unserer Maßechtha. Ehe wir zur näheren Betrachtung derselben schreite», wollen wir einige Worte über den Titel „Nabbon" vorausschicken, dem wir hier zum ersten Male begegnen pio bm Der einfache Name der Propheten und großen Männer Israels war hinreichend, die Erhabenheit und Bedeutung der Träger derselben zu kennzeichnen; eines Titels bedurfte es nicht. Jetzt aber waren die Verhältnipe anders geworden; zwei Schulen standen sich gegenüber, in ihren Lehrmeinungen vielfach von einander abweichend. Da galt es, Einen auf den Schild zu heben und ihm durch die Hinzufügung eines Titels die allgemeine Anerkennung zu verschaffen. So wurde dann der Naßi „Rabbon," unser Lehrer, genannt; aber nur dieser Eine. Seine gelehrten Zeitgenossen, wie Akabja ben Mahalalel und Andere, wurden mit keinem Titel bezeichnet. Erst in späterer Zeit kam es auf, daß man jedem Gelehrten, der dieSemicha (Graduation) erlangt hatte, mit dem Namen „Rabbi," mein Lehrer, bezeichnte, während dem Fürsten ausschließlich der Titel „Nabbon" verblieb. In noch späterer Zeit wurden auch Männer von geringerer Bedeutung mit „Nabbi" angeredet.

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