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Der Israelit · 1884-08-07 · Heft 63 (7.8.1884) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 63 (7.8.1884)
Date
1884-08-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXV. Jahrgang. 'M 63 Ein Central-Organ für das orthodoxe Jndenthum. Herausgegeben von NS,-. Lehmann in Mainz. Donnerstag, den 7. August 5644 (1884). Diese Zeitung erscheint wöchentlich zweimal, MoirtagS und Donnerstags, jedesmal in mindestens 2 Bogen. Preis deS Zahrgangs für Deutschland und Oesterreich 12 Reichs-Mark, für'S Ausland lti Reichs Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen 'Bestellungen an. - Inserate 25. Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum- — Oesterreichischc Banknoten laut EonrS. . Directc ^rancozusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 8 st. österr., fürs Ausland l« Reichs Mark an die Expedition franco Ei«ie»den. Inhalt (Hanptblatt): leitender Artikel: Die Spruche der Bäter. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: Berlin. — Schweiz: Biel. — Rumänien: Jassy. — Irankteich: 8mal Paris. '2mal Marseille. - England: 2ma« London. — Brasilien. — Asien. — Palästina: Jaffa. — I-euiUeton: In Dagen der Prüfung. - Räthsel. — Inhalt der Beilage: leitender Artikel: lieber Religion und religiösen Sinn der d'bnzeit. - Zeitungsnachrichten und «Lorrespondenzen: Deutschland: Oesterr. - Ungar. Monarchie: Pesth. — England: London. - Rnstland: Risljni .'lowgorod. - Hebräischer Logogryph. — Leitender Ar tikel. Die Sprüche der Väter. XXVII. Mainz, den 3. August. Nachdem uns Hillel in wenigen Worten das Verhalten des Menschen als Einzelwesen bezeichilet hat, legt er uns in einer kurzen Frage ans Herz, wie wir unser Verhältnis zu den Mitmenschen auszufaffen haben. '38 no 'myh '38t!d „Und wenn ich für mich selbst, was bin ich? In den ersten Worten des vorliegenden Ausspruches b 'Q b '28 ]'8 D8. „Wenn nicht ich für mich, wer für mich?" tritt die Individualität jedes einzelnen Menschen in den Vordergrund. Dieses nothwendige Selbstbewußtsein darf nicht in Selbstsucht, in Eigensucht ausarten. Der Mensch ist aus das Zusammenleben mit seinen Mitmenschen angewiesen; es ist dies ein nothwendiges Verhältniß, dem sich der Mensch weder entziehen kann, noch darf.^ Zahllose Pflichten der Dankbarkeit knüpfen ihn an die Eltern, die ihn geboren und erzogen, die ihn mit Wohlthateu überhäuft, Bande der Liebe und Freundschaft verbinden ihn mit seinen Geschwistern, die mit ihm gleichen Ursprung haben, mit andern Verwandten, die zu derselben Familie gehören. Wenn er sich die Lebensgefährtin wählt und mit Lindern gesegnet wird, so sind diese gleichsam ein Theil seiner selbst. Um seinen religiösen Pflichten genügen zu können, muß er sich mit seinen Glaubensgenossen zu einer Gemeinde vereinen, und die Gemeinsamkeit der Interessen umschließt die Bewohner einer Stadt; zahlreiche Städte und Dörfer finden sich zu gemeinsamem Schutz und zu gemeinschaftlicher Verteidigung zu einem Staate zusammen. Aber auch die verschiedenen Staaten sollten stets und immer Liebe und Friede miteinander vereinen; sonst wird ihr Wohlstand gefährdet, ihr Bestand erschüttert. Wir brauchen nicht davon zu reden, welch ein llnglück cs für die Völker ist, die sich einander mit Krieg überziehen; die ganze Menschheit leidet, wenn ein Theil derselben sich ins Unglück stürzt. Als vor ungefähr zwanzig Jahren der Norden und der Süden der Vereinigten Staaten von Nordamerika einen brudermörderischen Krieg miteinander führten, da wurde die aus dem Süden verhinderte Baumwollen- Ausfuhr für Europa eine schwer empfundene Cala-

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