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Der Israelit · 1884-07-24 · Heft 59 (24.7.1884) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 59 (24.7.1884)
Date
1884-07-24
Page
– (sequence 11)
Language
German
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985 deraufbau dieser Synagoge an ein isr. Gemeinde- , Mitglied folgendes Schreiben gerichtet: Ihr Bestreben, das zerstörte jüdische Gotteshaus von Tisza Ezlar wieder aufbauen zu lassen, ist etwas Schönes und Edles und ich versichere Ihnen, daß an dem Tage, an welchem sich in Tisza Ezla an der Stelle der heutigen Ruine eine neue Synagoge erheben wird, daß an diesem Tage auch einer meiner Wünsche in Erfüllung gegangen sein wird. Die Ruine ist ein Zeuge der häßlichsten Leidenschaften. Sie erzählt von der Wuth and von dem Haffe der wilden Rotte, welche Gotteshäuser entweiht und Heiligthümer zerstört. — Hat sie sich doch an dem Tempel der ungarischen Feiheit vergriffen und die Heiligthümer der Gleichheit und Brüderlichkeit besudelt. Die Ruine verkündet die Schande unserer Zeit, sie verkündet die wahnsinnige Anklage des rituellen Mordes. Der wiederaufgebaute Tempel in Tisza Ezla soll ein Denkmal werden für Jahrhunderte, aber nicht ein Denkmal des Haffes und der Schande, sondern ein Denkmal zur ewigen Ehre des ungarischen Richterstandes. Das wüste Geheul einer ganzen Gespensterschaar, die aus dem finstern Grabe des Mittelalters auferstanden zu sein schien und welche das Schauspiel der Hexenverbrennung um jeden Preis wiederholt sehen wollte; der fürchterliche Sturm der Leidenschaften, der das ganze Land aufgewühlt und die Augen der Bevölkerung mit Sand gefüllt hat, damit sie die Wahrheit nicht sehe und die Lüge nicht erkenne, alles das und noch vieles Andere vermochten die ungarischen Richter nicht zu bethören. Sie sprachen recht und gaben die Unschuldigen der Freiheit zurück. Haß, Bosheit, Eigennutz, Verblendung und Aberglaube hatten einen Bund geschloffen, um das Recht zu beugen, mit einen Fehltritt der Justiz zur Quelle mittelalterischer Verfolgung zu machen, welche die Aufstöberung der ganzen gesellschaftlichen Ordnung in Ungarn unbedingt nach sich gezogen hätte, was eigentlich das ersehnte Endziel jener Elemente ist, die nichts zu verlieren haben und alles gewinnen können. Die ungarischen Richter haben jedoch ihre Standhaftigkeit bewahrt und nrtheilten gerecht und unparteiisch. Wenn die Ruinen des Tisza Ezlarer Tempels den Prozeß verkünden, so möge das wiederaufgebaute Gotteshaus ein Zeuge des Urtheils werden. Wahrlich, der ungarische Richterstand verdient es, daß ein Gotteshaus das Denkmal seines Ruhmes werde. Darum hat Ihr Bestreben meinen vollen Beifall gefunden und darum begleite ich Ihr diesbezügliches Wirken mit meinen wärmsten Sympathien. Hoffentlich werden Sie Ihre Glaubensgenoffen, deren Hülfe Sie angerufen haben, nicht im Stiche löffelt und die Ausführung Ihrer Idee bald möglich machen. Ich hoffe das umso gewiffer, weil ich weiß, daß sich die Angelegenheit in den besten Händen befindet, denn Sie mein Herr, dessen rastlose Thätigfeit mir wohl bekannt ist und dessen bis zur Aufopferung gehende Hingebung und Liebe für Ihre Confession ich so oft bewundert habe, werden gewiß nichts unterlassen, was das einmal begonnene schöne Werk der Vollendung entgegenzuführen im Stande ist. Indem ich Sie bitte, die hier beigelegten 15 fl. als geringen Beitrag zur Erbauung der Tisza Ezlarer Synagoge anzunehmen, zeichnet mit Achtung Ihr Ihnen stets wohlwollender und Sie ehrender Karl Eötvös. Auflösung des historischen Versteckspiels „Der kleine Seiltänzer": 1) Budapest, er Ester. 2) ab. Ramstadt. Abraa,. 3) El. I. Scha Elischa. 4) Saal. „0 mon Salomon. 5) Si mon Dieu Simon. 6) dawider Dawid. 7) frommer Jehuda Jehuda, 8) Jehuda Zehn 9) mir ja mein Mirjam. _ 10) O scherzen Oscher Der Freundlichkeit unsrer geehrten Leser verdanke« wir noch folgende vier in dem „Lersteckjpicle* enthaltene Bibelnamen: 1) Er vernahm Er (Sohn Jehuda'S). 2) ne sauvera Efaw 3) vous avez Ufa. 4) Jehuda Ehud. Nichtige «Lösungen sandten ein: Salamon Weiß in Wien. Jacob und Jda Altinann in Königsberg. L. u. F. W. in Ctraßburg i. E. Mendel Wertheim in Fulda. Mar und Moritz Golde, Doris Kntschinski in Lissa. Z. Neckendors in Heidelberg. Jsaac Roscnthal in Wronke. Salomon Oppenheimer in Frankfurt a. M. I. L. K. in Frankfurt a. M. Lehrer Nathan Ritter in Polch. Rosalie Frank in Nieder-Dhmen. Rabbiner Dr. Eisner in Neutrapest. Hermann Strauß in Heilbronn. Feodor Rosenthal in Düsseldorf. Enril L. Goldschmidt in Frankfurt a M. Benno Hununel in Harburg (Bayern). Mar Auerbach in E'öln. Adolf Oppenheimer, Lehrer in Hadamar (Nassau). Harris in Nieder-Wöllstadt. N. Goldschmidt in Vacha. M. Samuel in Preßburg. Jenny n. Jettchen Ozzolkowski in Schulitz. S. M. Bachrach in Elmshorn. E. H. in Berolzheim. Resul Halberstädt in Frankfurt a. M. Lehrer und Vorsänger Schlesinger in Mergenthenn. Auch erhielten wir eine richtige Losung von Sr. Excellenz des Herrn Freiherrn von Seven-DialS, London, dessen liebenswürdiges Schreiben wir hierdurch zum Abdruck bringen: The Baron of Sevcn-Dials prcscuts his complimeuts to Dr. Lehmann and begs to send liim lierewith an answer to tlie quostion put in your estcemed paper (to find. 10 biblical names in „Der kleine Seiltänzer), llis extellency has not only found 10 but 14 names and the is happey to havo liad ley chance an occasion to etert his German & biblical Knowledge. Yours troly C. M. Bael, private Sccretary.

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