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Der Israelit · 1884-07-21 · Heft 58 (21.7.1884) · page 24

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 58 (21.7.1884)
Date
1884-07-21
Page
– (sequence 24)
Language
German
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der Felachen nur schaden könne, und so kauften sie denselben ihr Besitzthum ab. So erhebt sieb die Colonie mit neuer =Kraft, die Erfahrung hat sie klüger gemacht und man hat nun folgende- Vereinbarungen getroffen: 1. Nur arbeit- und friedliebende Leute werden in den Verein angenommen. 2. Nur solche können angenommen werden, die einiges Vermögen besitzen. - 3. Die "Wohnungen dürfen nur an einem Orte errichtet werden, wo gute Luft uni gutes Wasser ist. Um die Luft rein zu erhalten und zu verbessern, müssen Obst* und andere Bäume angepflanzt werden. 4. Ehe man gutes Wasser gefunden hat, soll man mit dem Häuserbau nicht beginnen. 5. Niemand soll sich mit Feldarbeit beschäftigen, bevor zehn Häuser gebaut worden sind;, die Felder werden so lange an die Felachen verpachtet. Diese Bestimmungen erhoben die Griinder zum Gesetz. Hierauf kauften sie beim Dorfe *vrr sechs zehn Weinberge, um daselbst Wohnungen zu errichten, mit einem Flächenraum von 150 Dulam und theilten sie in 46 Loose. Die im Auslande wohnenden Vereinsmitglieder schickten zur Beaufsichtigung des Häuserbaues einen Bevollmächtigten, der im Herbste 5643 eintraf. Nun begann man einen Brunnen zu graben; bei 33 Meter Tiefe fanden sie noch kein Wasser, und die Arbeit musste bis nach dem nDS-Feste unterbleiben. Man entlieh hierauf von Herrn Hirsch, Direktor der mpö«, einen Bohrer, den er für die Colonisten auf JYSTiTV hatte anfertigen lassen; mit demselben wurden weitere 14 Meter gebohrt, und zur grossen Freude der Ansiedler fand man nun Wasser. Der Ausbau des Brunnens nahm noch weitere zwei Monate in Anspruch, worauf man zum Häuserbau schritt. Den im Auslande wohnenden Vereins-Mitgliedern ward die Zeit zu lange, da Viele von ihnen ihre Geschäfte in der Heimath schon aufgegeben hatten, sie reisten deshalb im Monate flÖH von ihrer Heimath ab. Unterdessen hatte die türkische Regierung Ordre'gegeben, keine ausländischen Juden in Jaffa landen zu lassen, wodurch grosse Unannehmlichkeiten und Ausgaben entstanden. Als sie endlich hierher kamen, waren die Wohnungen noch nicht vollendet, wodurch sie genöthigt waren, sich in Jaffa Wohnungen auf drei Monate zu miethen, — abermalige Ausgaben^ und da sie ohnehin nicht sehr vermögend waren, ging ihr bischen Geld fast vollends darauf. Einige von ihnen bauten sich nun Wohnungen; Andere kauften Zugvieh und Ackergerathe und fingen an das Feld zu bestellen. Es bleibt natürlich noch viel zu thun, bis sie ganz am Ziele ihrer Wünsche seinwerden. In Folgendem geben wir eine Uebersicht der Personen und des Fläohenraumes der Colonie ■ Zahl der Zahl der noch Heimath der Ansiedler. 1. Bialistock .......... 12 . 2. Punieves .... . . . ... 5 3. Gordona und Slonim ...... 2 4. Matukmak und Mohilew . . . . . 2 5. Sephardim (aus Palästina) .... 4 6. Amerika. ..... . . . . . l . 7. Berlin und Deutschland ...... 2 8. Ungarn (in Jerusalem) ... . . 9 9. Jerusalemiten (in der Colonie). . . 3 10. Jerusalemiten (ausserhalb der Colonie) 25 11. Russland und London . . . . . 2 anwesenden nicht einge- Männer. . trotfenen Männer. 20 3 2 2 67 28 Zusammen 95 Personen mit 14787 Dunam Land. Im Dorfe 'TP befinden sich 207 Personen, vongenen 31 arbeitsfähig sind. Sie haben 7Häuser, 5 Ställe, lÖPferde, 14Maulthiere, 8Ochsenu. öKühe. Ausser den Wohnhäusern hat man auch schon ein Lehrhaus. (ttTHD»! ITQ), ein Backhaus^ einen Brunnen und kleinem Teich, ein Hans mit .mpö und Bad vollendet. Jechiel Michel Pinea* Druck Bon David Louir Wolff i» Magdeburg.

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