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Der Israelit · 1884-07-07 · Heft 54 (7.7.1884) · page 22

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 54 (7.7.1884)
Date
1884-07-07
Page
– (sequence 22)
Language
German
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148 Ks EslWWLÜSL ksUMsL's. --- Der Ackerbau in Palästina.*) Eine Hügelkette, die sich vom Libanon, im Horden Paläatma’s, bis zur Wüste ^2V» im Süden hinzieht, theilt das vom Jordan westlich liegende Land in zwei Theile, einen östlichen und einen westlichen, die in Bezug auf Klima, Bodenbeschaffenheit, Wasserreichthum, aber auch in Bezug auf die Bewohner und deren Beschäftigung sehr verschieden sind. Uns interessirt hier nur der westliche Theil, denn nur dieser ist von Juden bewohnt, die sich dem Ackerbau widmen wollen. Dieser Theil des Landes, der im Osten vom Gebirge Judäa, im Korden vom Karmelgebirge, im Westen vom Meere und im Süden vom 31. Grad nordl. Breite begrenzt wird, ist etwa 40 Meilen (die Meile zu 4 Kilometer) lang und 3 Meilen breit. Längs des mittelländischen Meeres ist eine Tiefebene, welche im Korden "sNV», im Süden TlbölP* genannt wird. Tom Gebirge strömen mehrere Flüsse und Bäche dem Meere zu: Der „blaue Fluss11 (im Arabischen: „Kahor Sarkah“), der „Bach Achzar“ (im Arabischen: „Hirkon“), der Fluss „Abu Sabura“, der Bach „Mej Hsjarkon“ (»TÖ XU“' SWBT) Jp*T*n D (im Arabischen: Kahar Ena“), der „Bach Sarek“ (.1 ,1"ID BW) p*TKP (im Arabischen: „Reuben“). Im Winter und auch im Frühjahr sind diese Flüsse und Bäche sehr wasserreich und tränken die Erde; im Sommer vertrocknen sie, mit Ausnahme der „Mej Hajarkon“, deren Ufer deshalb immer grün und fruchtbar sind und zu den besten Plätzen Palästinas bezüglich des Bodens gehören. Denn Weizen, Gerste und Durrah gedeihen dort in üppiger Fülle, ebenso wie Gold- und Granatäpfel, Esrogim und sonstige Südfrüchte. Auch sind die Wege hier besser als sonstwo. Es ist deshalb nicht zu verwundern, dass dieser Strich am meisten von Juden und Hichtjuden zum Wohnsitze erwählt wird. Einiges über den Ackerbau: Hier im heiligen Lande sind nicht die Monate tlttfl und die heissesten, wie es in Europa der Fall ist, sondern der *51^8, in welchem das Thermometer oft 30 Grade Celsius zeigt. Dann ist jeder Pflanzenwuchs von der Sonne verbrannt, Gras und Blätter sind verwelkt, die Bäche sind eingetrocknet, und die. Einwohner schauen sehnsüchtig nach Westen, ob sich nicht bald die erste Wolke dort blicken lässt. Ende blbit zeigt sich leichtes Gewölk vor der Sonne; am Abend überzieht sich dann der Himmel mit schweren Wolken. Hach weiteren acht bis vierzehn Tagen fällt der Frühregen CTW) in kleinen Tropfen zur Erde, und in wenigen Tagen hat sich der Anblick des Bodens wie durch Zauber verändert. Thal und Hügel sind mit einem grünen Teppich überzogen, auf dem Tausende herrlicher und wohlriechender Blumen prangen. Der Anfang des Jahres bildet den Anfang der Bodenarbeit; der Boden ist weich und der Bauer kann ihn mit der Pflugschar öffnen. Der Felache fangt nun an die Herbstaussaat zu säen, nämlich Gerste, Weizen und Feigbohnen, allein das Unkraut lässt er ruhig stehen und die Aecker überwuchern. Hach dem Frühregen säet der Felache Sesam (oder Lupinen?), indem er mit einem höchst primitiven Pfluge Furchen zieht, die diesen Hamen nicht verdienen, sondern besser Striche in der Erde genannt werden müssten; darin besteht seine ganze Arbeit Wenn jedoch das Unkraut. allzusehr überhand nimmt, wird es von den Frauen ausgehackt Ueberhaupt säet der Felache nach jedem Hegen die ganze Dauer der Winteraussaat hindurch Feigbohnen (oder Sesam?) und wählt dazu einen sandigen Boden, da der bessere Boden zum Weizen- und Gerslebau verwendet wird. Im Monate 1^22 hat der Landmann die Aussaat der Feigbohnen beendet und nun beginnt die Bestellung der Aecker mit der Aussaat der Sommerfrüchte. Hierzu werden die Aecker besser gepflügt lind geeggt, oft 3 bis 4 Mal; auch das Unkraut wird entfernt Anfangs 22V werden die Kartoffeln gepflanzt Anfangs wird Durrah ausgesäet und zwar auf dem besten Boden, noch etwas später, aber vor Eintritt des Spätregens (Bftpbö), Mohn. Durrah *) Aus der «px mtm*

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