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Der Israelit · 1884-06-30 · Heft 52 (30.6.1884) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 52 (30.6.1884)
Date
1884-06-30
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Ti* jrriifi . .-5.. /'n^"r -• v..*££*a^ 869 Üljritlciifiiib geschlachtet, bekannt, das; eine strenge Untersuchung der Vorgänge am 19. ds. ergeben hätte, das; die Gerüchte lediglich erfunden seien. Feuilleton. Kervorragende Hkaubensgenossen des Waffes. von I. W. HL Rabbi Herz Cerfberr. Cerfbcrr gehört zu denjenigen Männern, die sich in hervorragender Weise um ihre Glanbcnsbrüdcr verdient gemacht haben. — Er war zn Bischheim, bei Straßburg gegen die Mitte des vorigen Jahrhunderts geboren und entstammte einer frommen und reichen Familie. Cerfberr zählte zu den ersten, denen sich wieder die Thore der alten Stadt Strastburg öffneten, die Jahrhunderte hindurch den Juden verschlossen geblieben waren. Seine rastlose Thätigkeit, die besonders dem Wohle der Juden des Elsaffcs galt, entfaltete sich Hauvtsächlich während der Rcgierungszeit Ludwigs XVI. — Die namenlose Verschwendung an den französischen Höfen hatte nicht selten große Geldnoth zur Folge, und aus dieser mutzte oft der Jude der Netter sein. Aber auch von Seiten der beiden ersten Stände: Adel und Geistlichkeit fehlte es nicht an Bedrückungen aller Art. — Vereint mit den reichen Juden des Landes, besonders mit der ihm verwandten. aus Negensburg stammenden vornehmen Familie Ratisboune (der ncnlat. Name dieser Stadt) hatte Cerfbcrr manches drohende Unglück durch große Summen Geldes von den Inden seines Landes abgcwendct. Cr erlebte aber auch noch das Glück, die Morgenröthe der Humanität, die so manches Schattenbild verscheuchte, aufbrcchen zu sehen. — Auf dem großen Friedhofe zu Nosenwilter im Elsas; ruhen die Gebeine dieses ausgezeichneten Mannes*). Einen Beweis, wie felsenfest C. im Glauben war und in welch' hohem Ansehen er stand, will ich durch nachstehende auf Wahrheit beruhende Episode liefern. Als eines Tages Cerfberr in das Schloß von Versailles kam, um dem Könige Ludwig XVl. zu Gunsten der Elsässer Inden eine Bitte v'orzntragen, fand er den Salon mit Hofleuten «»'.gefüllt, so daß es Mge zu dauern schien, bis er zum Könige gelangen konnte. Der Tag neigte sich bald seinem Ende zu, und Cerfberr bemerkte, daß noch immer die Reihe des Bortretens nicht für ihn gekommen: er stellte sich daher in einen Winkel des Saales und verrichtete das Minchagcbct. Kaum hatte er cs aber begonnen, als ihm der Kammerdiener crösfnete, daß der König bereit sei, ihn zu empfangen. Ohne sich ( jedoch um das Aufbrauscu des Huissier und die wici verholte Vorladung des Kammerdieners zu kümmern, j beendigte Cerfbcrr andächtig sein Gebet. Vor den z König dann tretend, jagte er ihm: „Majestät! ich j hatte eben ein Anliegen vor dem Könige aller Könige, i bevor ich hier eintrat, und das hielt mich einige j Augenblicke hier auf. Ew. Majestät werden das zu i verzeihen wissen." Der König, die Frömmigkeit des! Cerfberr wohl kennend und wissend, wie er damit tiefe i Vaterlandsliebe und Erhabenheit der Gefühle vereinigte,; hörte gnädig auf diese Entschuldigung, nahm ihn! freundlich auf und gewährte ihm die Bitte, die er j ihm' in Betreff seiner Glaubcnsgcnoffen vortrug. *) Der gegen (5ndc der sechsziger Fahre t>ei]torbcuc C6ci|t im sranzösischen Heere M. (sersbcrr war ein Dohu des övuamu tcn. ivr war z.;> AdjutaiU des .Höiti(\ä l'oui-j PHUipp I Für drn folgeubcu Thcil ist die Redaction nicht derantwortlich. Die von meinem lheuren Vater -"LI j-yro'UJÖ nro 'i so viele Jahre hindurch verwaltete Kasse bv werde ich in Folge eines ans Jerusalem an j mich ergangenen Gesuches weiter sortsühren und nehme bereitwilligst Lpenden zur Besördcrung entgegen Hochachlcnd 33it0 .r. LL. Posen. metcpc einer neueren £tuu?c - Hanshält«in: die beste Gmpschungeu. Vvrsteye» rann, sind et bald-; um« Rr. :;:!87 befördert die Erp. d. Bl. möglichst bei einer kleine»! _ Familie dne ^utc§(clle.

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