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Der Israelit · 1884-06-12 · Heft 47 (12.6.1884) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 47 (12.6.1884)
Date
1884-06-12
Page
– (sequence 1)
Language
German
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xxv. Jahrgang. M Der Israelit. Ern Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Herausgegeben von LSr. Lehmann in Mainz. Donnerstag, den 12. Juni 5644 (1884). Diese Zeitung erscheint wöchentlich zweimal, Montags nrid Donnerstags, jedeSmal in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs für Deutschland und Oesterreich 12 Reichs-Mark, für's Ausland 16 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 26 Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Oestereichische Banknoten laut CourS. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 8 fl. österr., fur'S Ausland 16 Reichs-Mark an die Expedition, . > - - - franco einzufenden. Inhalt (Hauptblatt): Leitende Artikel: Die Sprüche der Bäter. — Christliche . Stimmen über die Verwendung der Orgel beim Gottesdienste. — Der .rituelle* Mord in Skurz. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Frankfurt a.M. — Oesterr.Ungar. Monarchie: 3mal Wien. Pcsth. — Amerika: Cincinnati. — Feuilleton: Nur standhaft. — Räthscl. Inhalt der Beilage: Leitender Artikel: Die Breslauer unter sich. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzin: — Oesterr. - Ungarische Monarchie: Schasfa. 3mal Pcsth. — England: Lmal London. — Rußland: Warschau. Maganiew. Bobnnez. Rosani. Leitende Artikel. Die Sprüche der Mter. . IX- Mainz, 9. Juni. Josua bcn Parachja und 9liltai aus Arbela waren gestorben, und ihre zwei vorzüglichsten Schüler Jchuda bcn Tabbai und Schimcon bcn Schatach sollten an ihre Stelle treten. Jchnda den Tabbai aber Hatzte die Herrschaft, und als man ihn dennoch zum Fürsten erwählen wollte, entfloh er nach Alexandria, der Hauptstadt Aegyptens. (Jeruschalmi, Chagigah C. 2, § 2.) An der Spitze des jüdischen Reiches stand damals Alexander Jannäus — mit seinen: hebräischen Namen hieb er Jochanan — ein Sprosse der Hasinonäischcn Helden und selbst cm tapferer Kriegsheld. Er war wie alle Hasmonäischen Fürsten zugleich König und Hoherpriester. Wohl gönnte man ihm die königliche Würde; aber es gab Leute, denen es nicht recht war, datz er auch als Hoherpriester fungire. Ein Gerücht behauptete nämlich, daß er zu diesem es mir offen sagen, da cs mein Wille ist, allen gerechten Amte nicht befähigt sei. Seine Mutter, so erzählte Beschwerden WM königliches Ohr zu leihen.— Und es man, sei einst Kriegsgefangene gewesen, und in Folge . erhob sich einer der Weisen Israels, Namens Jehuda dessen hätte ihr Gatte, als Kohen, sie nicht zurückden Gedidim, und svrach: Begnüge Dich, König nehmen dürfen; demnach sei ihr später geborrscr Jannäus, mit der Köuigskroue; aber, die Krone des ' Sohn ein Chaläl, der im heiligen Tempel keinen Dienst verrichten dürfe. W ivar ein großer Freudentag, als der König von einem Feldzüge gegen die Landschaft Kochalith siegreich znrnckkehrte; er hatte 60 Städte erobert und reiche Beute gemacht. Und zur Feier des Sieges veranstaltete der König ein Festmahl, zu welchem er die vornehmsten Männer Israels cimnd. Und der König sprach: Zum Andenken an die Leidenszeit unserer Väter wollen wir nur solche Speisen genießen, wie sie sie haben essen müssen. — Da wurden ans goldnen Tischen den Gästen einfache Speisen vorgesetzt. — Unter den Freunden des Königs befand sich ein Sadducaer, ein schlechter, boshafter Mensch, Gasar ben Polra war sein Name. Und er sprach zmn Könige: Die Pernschim sind Dir in ihren Herzen nicht gewogen. Ziehe die Gewänder des Hohenpriesters an, und Du wirst erfahren, wie sic über Dich denken. — Und der König thar also. Als sie beim Mahle saßen, fragte der König: Ist Jemand unter Euch, der gegen inich oder gegen meine Negierung etwas emzuwcnden hat, der möge

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