Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 36 (5.5.1884)
- Date
- 1884-05-05
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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sein. Die dankbare Erinnerung der-Mit- und Nach- > begleitet sind. Zum Schluffe appellirt der Vorsitzende Vtnv itttS him SKWitTi{*lf mi Kirn flftirtlifflintmfotlSRn» unk von Herrn formvöücndetc?derradbiner M. und gedankengeeigneter Stelle des Peffachfestes Hirsch gehaltene reiche Predigt, in welcher er an geeigneter Stelle des vor Kurzem verblichenen Publicisten und Reichstagsabgeordneten Ignaz Knranda in ehrender Weise gedachte. Auch der Obereantor Jonas Stransky, der nicht wenig zur Verherrlichung des Gottesdienstes beitrug, ist der Erwähnung würdig, die diesmal um so eher am Platze sein dürfte, als dieser bervfstreue und religiöse Mann demnächst Prag verläßt, um dem ehrenvollen Nufe nach Grätz zu folgen, wo er in der doppelten Eigenschaft als Cantor und als Secretär der dortigen Cultusgemeinde wirken wird. Der Vorstand der Klaussynagoge sieht ungern Herrn Stransky von derselben scheiden und er hätte den Mehransprüchen desselben gern Rechnung getragen, wenn nicht das finanzielle Budget in Folge des Umbaues der Synagoge zu sehr in Mitleidenschaft gezogen worden wäre; auch Herr Stransky mag die heuige Stätte, wo er nahezu vier Jahre zur Zufriedenheit Aller celebrirt hat, mit innerem Widerstreben verlassen. Für diese Annahme spricht wohl das gute Einvernehmen, das zwischen ihm und der Gemeinde, der er als Funktionär angehörte, geherrschthat. Psfth. Unter Vorsitz des Präsidenten Dr. Armin Schönberg hielt am 27. v. Mts. der Budapester isr. Handwerker- und Ackerbauverein seine 43. ordentliche Generalversammlung in Anwesenheit eines ebenso zahlreichen als gewählten Publikums ab. Präses eröffnet die Sitzung, weist in seiner Rede . auf die sociale und kulturelle Bedeutung dieses Vereins hin und skizzirt das ersprießliche Wirken desselben im abgelaufencn Jahre. Insbesondere hebt er hervor, daß 172 arme, verwaiste Knaben theils als Handwerker, theils als Ackerbauer in Obsorge des Vereins genommen wurden. Redner bemerkt, daß die Bestrebungen des Vereins aus die vollkom- Ausbildung der Zöglinge, iusbesondcre der men befähigteren, gerichtet sind und ans diesem Grunde werden dieselben nicht nur zum Besuche der von dem Landes - Jndustrieverein erhaltenen Gewerbe- und beherzenswerthe Rede — „in Unserem edlen und humanen Streben nicht rvankend machen, durch die von einigen obskuren, gewissenlosen Individuen gegen unsere Confession ausgeftreuten Verleumdungen und seien wir überzeugt, daß die erhabenen Grundsätze der Freiheit und der Menschenrechte, welche von den großen Geistern des letzten Jahrhunderts zum Siege geführt worden, durch die Maulwurssarbeit von Pygmäen nicht zerstört werden können!" Die Rede des Präsidenten machte den besten Eindruck und -wurde lebhaft akklamirt. Hierauf wurde der Bericht des Ausschußes zur Kenntniß genommen und die modifizirten Statuten 6n l>loc angenommen. Die nett adjnftirten gesund und kräftig aussehenden Zöglinge erschienen nun vor der Generalversammlung und Jene, die durch besonderes Wohlverhalten sich allsgezeichnet, haben, wurden prämiirt- - -V.-. : , . v;. ' 8. ■; .... S ch w ei z. Luzern. Viel zu reden gab der neuerdings-vor dem Großen Stadtrath gelangte Vertrag zwischen dem Stadtrath und der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde betreff. Abtretung einer Parzelle Boden im Moorcnthal zur Anlage eines indischen Friedhofes. Der ftadträthliche Antrag wurde neuerdings! voll tzrn. Balldirektor Wüest in einem langen Votum j vertheidigt; für Ratifikation des Vertrages sprachen! sich auch Hr. Hauser-Späth und (mit einem Amen-! dement) Hr. Bezirksrichter Leu aus. Den Antrag | auf Nichtratisikation stellte Hr. Tisteli-Brun, und z zwar wegen der im Verkaufsvertrag enthaltenen Kkau-! sel, daß der Stadtrath die Pflicht übernehme, falls die israelitische.Kultusgemeinde sich auflösen »nd die , Parzelle (wie dies; im Vertrag ftipnlirt ist) dann an! die Stadt zurnckfallen sollte, für die ewige Grabesruhe der darin begrabenen israelitischen Leichen zu sorgen. Hr. Distcli meinte, wenn die Stadt eine Parzelle Land verkaufe, so solle sie sich nicht mit einer solchen Servitut aus ewige Zeiten belasten, sondern es dem Käufer überlassen, für das ihm Gutschekuende selbst zu sorgen. zu fveiueutiveu und konstatirt Redner mit Genugj so tolerant wie Irgendeiner im Saale, und es sei rhuu..g, daß die Vestrebllllgen von befteill Erfolge i ihm ganz gleichgilrig, wo und wiestne sich begraben