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Der Israelit · 1884-06-19 · Heft 49 (19.6.1884) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 49 (19.6.1884)
Date
1884-06-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXV. Jahrgang. . JÜS ZM Ern Cenlral-Organ für das orthodoxe Jndenthmn. . Heransgcgeben von LB-'. Lehmann in Mainz. Donnerstag, den 19. Juni 5644 (1884). Diese Zeitung erscheint wöchentlich zweimal, MontagS und Donnerstags, jedeSmal in mindestens 2 Bogen. Preis deS Jahrgangs für Deutschland und Oesterreich 12 Reichs-Mark, für's Ausland 16 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vietteljyhng. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen' Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige , die dreigefpaNene Petitzeile oder deren Raum. — Oestereichische Banknoten lallt CourS. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 ReichS-Mark oder 8 st. österr., für'S Ausland 16 Reichs-Mark an die Expedition franco einzusenden. Inhalt (Hauptblatt): Leitende Artikel: Die Sprüche der Väter. — Die Breslauer unter sich. -- Zeitungsnach» richten und Correspondenz-n: Deutschland: Berlin. Frankfurt a. M. Leipzig. — Schweiz: AuS der Schweiz. — Rumänien : Bukarest. — Feuilleton: Nur standhaft. Nathfel. Inhalt der Beilage: Leite,tber Artikel: Literarischer Bericht. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: Mainz. — Oesterr. - Ungarische Monarchie: Wien. Aus Böhmen. — Frankreich: 2mal Paris. — England: London. — Rußland: Lmal Petersburg. Verkowitz. — Spanien: Gibraltar. — Türkei: Canaea. — Amerika: Philadelphia. Et. LouiS. Leitend« Artikel. Die Sprüche der Mter. XVI. Mainz, 16. Juni. In Schimcou den Schatach tritt uns einer der grobartigsten Charaktere entgegen, von denen die Geschichte berichtet. Für Wahrheit und Recht begeistert, mit der gewissenhaftesten Sorgfalt das Gute übend und dem Bösen und Ullrcchtcn entgegenirctend, findet er vielfache Gelegenheit, seine Eharaktergröge zu bcthäligen. Er kennt keilte Rücksicht, wo cs gilt, für Wahrheit und Recht einznstehen. Glicht die königliche Macht kann ihn cinschüchtern, nicht die Liebe und Achtung für den hochverehrten Freund und Vorgesetzten fonncn ihn bestechen, nicht die Freundschaft für die ihm untergebenen Genossen fami ihn bestimmen, nicht die Liebe zu dem eigenen Sohne kann ihn beeinflussen, nicht die Furcht vor mächtigen Uebelthätern kann ihn zurückhalten und dargebotene Reichthümer können ihn in seinen Grundsätzen nickt wankend machen. Wahrheit und Stecht, wie die Thora sie lehrt, gelten ihm inehr als Alles. * Wir wollen nunmehr einige Züge aus seinem Leben, die wir eben kurz migedentet haben, erzählen. Wir haben bereits berichtet, das Iehnda ben Tabbai die Herrschaft bagte und um der Fürstenwürde zu entgehen nach Alexandrien in Aegypten entfloh. In dcm Aboth des Rabbi Nathan wird uns ein charakteristischer Ausspruch von ihm. berichtet. Er pflegte zu sagen: Diejenigen, welche mir früher die Fnrstcnwürde übertragen wollten, erschienen mir als meine schlimmsten Feinde; so ungern habe ich diese hohe Würde übernommen. Nachdem ich aber einmal. zur Höhe emporgcsticgen, würde ich Diejenigen für meine schlimmsten Feinde halten, die mich veranlassen wollten, sie niederzulegcn. Aehnliches finden wir bei Schanl. Als man ihn zum Könige erwählen wollte, da versteckte er sich; als er aber später in Davids den Kronprätendenten vcrmnthcte, trachtete er ihm nach dem Leben. Beides sollte dem edlen Manne nicht erspart bleiben. Wir habe» schon erzählt, welche. Umstände ihn veranlagten, von Alexandrien znrückzukehren und als Fürst an die Spitze der Weisen Israels zu treten. Da trat ein Ereignig ein, welches ihn veranlagte, die Würde eines Fürsten zu Gunsten seines Freundes Schimcou ben Schatach niederznlcgen und; neben ihm als Zweiter zn sungiren. — Wir lesen in der heiligen Schrift (5. B. M. E. 19 B. 16—19).; „Wenn ein Zeuge der Gewalt auftritt wider einen Mann, wider ihn zu zeugen eine Uebertrctung; so sollen die beiden Männer, welche den Streit haben,

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