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Der Israelit · 1884-04-08 · Heft 28-29 (8.4.1884) · page 38

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 28-29 (8.4.1884)
Date
1884-04-08
Page
– (sequence 38)
Language
German
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— 100 — Wollen Sie uns gefl. den Namen des Mandatars anzeigen, den der Wohlthäter für Samarin delegirte, damit wir ihm unsere Rechnungen und andere Acten zukommen lassen können. Genehmigen Sie etc. innviö nb-nrri nnTO3 D^n« mni Die Yice-Präsidenten: Der Secretair: Josef Abeies, Josef B. Brociner. Sam. Pineies, ----—-:— Die rumänisch-jüdische Gemeinde in Saffed (Da2t>* Von den Vorstehern dieser Gemeinde ging mir nachfolgendes, aus dem Hebräischen übertragenes Schreiben zu, das ich allen edlen Herzen zur wärmsten Berücksichtigung empfehle. . Salven di. Saffed (N22). p"3*? TOTO H2Ü Sie müssen uns verzeihen, wenn wir .es wagen, Sie mit einer grossen Bitte zu belästigen. Sie wissen, geehrter Herr, dass die Leiden, denen unsere Glaubensgenossen in verschiedenen Ländern seither ausgesetzt wären, am stärksten unsere Glaubensbrüder in Rumänien betroffen haben. Und so haben sich in jüngster Zeit ungefähr fünfzehnhundert jüdische Familien aus Rumänien hierher geflüchtet, von denen ein Drittel aus Wittwen und Waisen besteht, die sich in der grössten Noth befinden. Hunger und Elend nagen an den abgezehrten Körpern, ihre Noth ist ensetzlich, himmelschreiend! 0 möge sich der Allgütige seiner verfolgten und so schwer heimgesuchten Kinder erbarmeul Die Noth dieser Armen zu beschreiben, ist uns unmöglich. Nicht genug, dass Hunger und Mangel an ihrem Leben zehren, — es sind auch Krankheiten unter ihnen ausgebrochen, eine Folge der haarsträubenden Noth und des ungewohnten Klimas. Wir haben weder die Mittel, Arzt und? Arzeneien zu bezahlen, noch ein. Krankenhaus, um die Leidenden aufzunehmen. Es ist zum verzweifeln, hier nicht helfend eingreifen zu können. . Die hohe deutsche Regierung hat uns allerdings durch ihren Konsul für Palästina sechshundert Francs übergeben lassen, womit wir uns eine kleine Apotheke eingerichtet haben. Aber was ist eine solche Summe, wo es gilt, Tausenden elender und halb verhungerter Menschen Hilfe zu bringen! Wir strecken deshalb unsere Hände hilfeflehend gegen Sie, edler Herr, aus, veranlassen Sie gefälligst, dass Hilfe komme. Dia rumänischen Vereine allein können hier nicht Genügendes leisten. Wohl hat Herr Baron von Rothschild in Paris, der sich schon so vieler verfolgten Familien angenommen, in Berücksichtigung der Bereitwilligkeit vieler dieser unglücklichen Familien^ sich durch Ackerbau zu ernähren, in seiner edlen Weise ihnen eine Unterstützung zukommen lassen; was soll jedoch aus den mehr als tausend Familien werden, die zu schwerer Arbeit untauglich sind? Wir vertrauen auf Thr edles Herz, das sich schon so oft bewährt hat. (Folgen die Unterschriften.) ---—r-^WS-r-.----

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