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Der Israelit · 1884-04-08 · Heft 28-29 (8.4.1884) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 28-29 (8.4.1884)
Date
1884-04-08
Page
– (sequence 18)
Language
German
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508 Herr Adolf Fenyveffy ist gegen die Bewilligung dieses Gesuches.. Es sei Wohl wahr, daß bezüglich' der Katholiken cin Präzcdens geschaffen wurde, aber dies sei kein Grund, um eine Ungehörigkeit — denn eine Ungehörigkeit sei , es, wenn eine Konfession sich ihren Religionsunterricht durch andere Konfession bezahlen lassen wolle — fortzusetzen. Julius Wolfner: Wer A sagt, muß auch B. sagen. Ignaz Havas ist für die Bewilligung. Nachdem man für die Protestanten und Katholiken so viel gethan, könne man nicht für die Juden allein nichts thun wollen. G. Fuchs ist nicht gegen die Erhöhung an sich, sondern nur gegen das Maß derselben. Dr. Peter Busbach erklärt sich gegen Fuchs für die Ansicht Havas'. Uever das Maß des Bedarfs, habe sich bereits die Unterrichts- Kommission als kompetentes Forum ausgesprochen; wir haben hier nur für die Bedeckung des. Erfordernisses Sorge zu tragen und diese werden wir dort. finden, wo wir dieselbe früher gefunden haben. Vorsitzender Vicc-Bnrgermcister Kada: So.ist's! Schul- Jnspektor V6key würde gleichfalls eine Inkonsequenz darin erblicken, wenn das Gesuch ' nicht bewilligt würde. Die Commission sprach sich hierauf einstimmig für die erbetene Subventions-Erhöhung aus, mit dem Beisätze, daß das diesjährige Erfordcrniß dem Budget-Titel: Unvorhergesehene Auslagen entnommen werden solle. Fe n i II e t oii* Z>as Aeld der Maööinen. Raw Gidel war ein sehr gelehrter, aber mit Glncksgütern nicht reich gesegneter^ Mann. Einst wurde ihm ein fruchtbares und günstig gelegenes Stück Feld um einen mäßigen Preis zum Kaufe angeboten. Voller Freude beschloß er, das Grundstück zu erwerben; aber es währte einige Tage, bis er das zum .Kaufe nothige Geld zusammengebracht hatte. Als dies geschehen war, vernahm er, daß Rabbi Abba ihm znvorgekommen und das Feld erworben hatte. Traurig ging er zu Rabbi Lira und erzählte ihm, was Rabbi Abba ihm gethan, und Rabbi Lira suchte Rabbi Jizchak Napoha auf, um Rabbi Abba bei ihm zu verklagen. — „Warte", sagte Rabbi Jizchak, „bis er am nächsten Feste zu uns heraufzieht; dann werde ich ihn darüber zu Rede stellen." Als Rabbi Abba am Festtage Rabbi Jizchak besuchte, sagte dieser zu ihm: „Ich möchte, mein Freund, Deine Ansicht über den folgenden Fall hören. Ein Armer ist im Begriff, für sich und. die Seinen einen Kuchen zu backen; er schüttelt ihn in der Pfanne um und freut sich schon des ihm in Aussicht stehenden leckeren Mahles. Da kömntt ein Anderer und bemächtigt sich der Speise, um sie zu verzehren. Wie beurtheilst Du eine solche That?" „„Wer Solches thut,"" sprach Rabbi Abba, „„das ist ein Bösewicht!"" — „Und Du", fragte Rabbi Jizchak, „hast Du nicht etwas Aehnliches ge-' than, hast dem armen Raw Gidel das Feld weggekauft, das er im Begriff stand, für sich zu erwerben? — „„Wahrlich,"" entgegnete Rabbi Abba, „„ichhabe nichts davon gewußt; hätte ich davon gewußt, so wäre ich Raw Gidel nicht in den Weg getreten."* — „So überlasse es ihm noch jetzt um den Kaufpreis, den Du dafür gezahlt." — „„Rein"*, entgegnete Rabbi Abba; „„es ist das erste Grundstück, das ich erworben, und das möchte ich nicht wieder verkaufen; aber ich will es ihm schenken."" — Raw Gidel wies jedoch das großmüthige Anerbieten zurück. — „Ich ernähre mich und die Meinen durch meiner Hände Arbeit und bedarf der Geschenke nicht, und in der heiligen Schrift heißt es: Wer Geschenke haßt, wird leben." - Rabbi Abba trat den Besitz des Feldes nicht an, weil er, wenn auch unbewußt, den Kauf zum Nachtheile Raw Gidels abgeschloffen. Raw Gidel trat den Besitz des Feldes nicht an, weil er sich weigerte, es als Geschenk anzunehmen, und es wäre brach liegen geblieben, wenn das Schukoberhaupt es nicht hätte verpachten lassen zu Gunsten der Unterstützungskaffe für die studirende Jugend. Man nannte es: Das Feld der Rabbinen. (Kidduschm 59 a.) Silben-Näthsel. Aus folgenden 18 Silben am—pe— mo—im—e'.lph—char - na —ha—fa— rat—a—rach—bo—lo —rez—hör sollen sechs Wörter gebildet werden, deren Anfangsbuchstaben, von'oben nach unten gelesen, eines der drei israelitischen Hauptfeste, und deren Endbuchstaben, von unten nach oben, einen Namen, welcher mit der Bedeutung jenes Festes in inniger Verbindung steht, ergeben. 1, Eine Blume, 2, ein Fluß in Vorderasien, 8, ein jüdischer König, 4, ein Unwissender, 5, eine Person aus der Megllla und 6, Berge. Selig Nagel. Die „Germania", LebenSversicherungS * Aktiengesellschaft zu Stettin, hat nach ihrem jetzt sestgestellten 20. (>'e chäftsabschlnsse auch im Jahre 1883 günstige Resultate und eine erhebliche Steigerung ihres Geschäftes erhielt Neu versichert wurden bei ihr^ im letzten Jahre 31,161,181 M. Kapiral und 62,188 M. jährliche Rente auf das Leben von 10.018 Personen. Der Persichernngsbestand am Ende der Jahres 1888 stellte sich auf 136,-11« Policen über 283,411,827 j M. Kapital und 319.688 M. jährliche diente. Bon diesem Be-! siande entfallen 158,158.136 M. mit einer Zahresprämie von! 5,978.587 M. auf das Leben voi; 81,316 Personen ans die Perj iichernng mit Anspruch auf Dividende. Diese Versicherungen mit! Anspruch aus Dividende erhielten im vergangenen Jahre einen 1 Zugang von 6125 Personen mit 26,055,812 M. Versichernngs-

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