Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 28-29 (8.4.1884)
- Date
- 1884-04-08
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XXV. Jahrgang. Jfg 28 K 29. er Israelit. Ein Central-OrM für das orthodoxe Jndenthmn. Heransgegeben von IS»'. Lehmann in Mainz/ __ Dienstag, den 8."ÄUil 5644 (1884). Wir geben heute eine Doppelnnmmer, da wegen des heil. Peßach - Festes die nächste Nummer erst Freitag den 18. April erscheint. ' Wir haben unlängst unfern geehrten Lesern ein Bild des Ghettos von Venedig vorgeführt. Heute gewähren wir ihnen einen Einblick in die Frankfurter Jndengasse. Die israel. Gemeinde zu Frankfurt a.M. ist seit vielen Jahrhunderten eine derhervorragendsten der jüd. Diaspora. Einem Frankfurter Gelehrten ist schon im frühen Mittelalter eines der großartigsten Sammelwerke U'J/Dff zu verdanken. Der Verfasser hieß Rabbi S i m o n an der Psort (wahrscheinlich nach eincmHause an der Fischerpforte sogenannt). In Bezug auf ihn hat sich der alte Spruch erhalten: Rabbi Simon an der Pfort' Kann die ganze Thora auf ein Wort. Dieser große Gelehrte lebte wahrscheinlich am Ende des zwölften Jahrhunderts der gew. Zeitrechnung. Sein Die Frankfurter Jndengasse. P Ein Blick in die Frankfurter jndengasse. Werk ist eineSammlnng der agadischen und balachischen Stellen aus Talmud undMidrasch, angereiht an die einzelnen Verse der vierundzwanzig Bücher ver heiligen Schrift. Aus dem Umstande, daß schon z» jener Zeit ein so bedeutendes und umfangreiches Werk in Frankfurt entstehen konnte, läßt sich wohl schließen, daßFrankfurt schon damals eine bedeutende Gemeinde war, eine O’Dun ."k6d -vy DnDIDl Es kann hier nicht unsre Absicht sein, eine Geschichte der israel. Gemeinde zu Frankfurt a. M. und ihrer zahlreichen hervorragenden Männer zu geben; wir wollen uns hier nur mit der Judengasse beschäftigen. Es war im Jahre 1453, als die Juden gezwungen wurden, einen besonderen Stadttheil zu bewohnen. Die zahlreichen Israeliten zuFrank-