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Der Israelit · 1884-04-03 · Heft 27 (3.4.1884) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 27 (3.4.1884)
Date
1884-04-03
Page
– (sequence 18)
Language
German
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488 Das Gemeindestatut mit der Wahlordnung für Serajewo wird sich zunächst in der Landeshauptstadt zu erproben haben, und es besteht die Absicht, für den Fall, als sich dasselbe dort bewährt, für die anderen größeren Städten des Landes, namentlich für Banjaluka und Mostar, ähnliche Statute zu erlassen. F r an k r e i ch. HZariB. Einige Damen der baute ünanee | haben im Laufe dieses Winters mit eigner Hand l zahlreiche warme Kleider für arme isr. Kinder angefertigt und dieselben, weil sie nicht genannt sein wollten, durch die Directoren zweier wohlthätiger Anstalten, die in Folge ihres Berufes vielfach mit der armen Bevölkerung in Berührung kommen, an die Kinder würdiger Armest vertheilen lassen. Es verdient diese Art von Wohlthätigkeit auch "schon darum hervorgehoben zu werden, weil die betreffenden Damen nicht blos mit ihrem Geld, sondern durch eigene Thätigkeit dem Elend, so weit ihnen möglich, abzuhelfen bemüht gewesen. (Arch. isr.) Eng l a n d. London. Der Board of Guardians hielt neulich seine 25. Jahresversammlung ab. Bei derselben wurde seitens des Secretärs die Geschichte des Vereins verlesen. Dieser Verein, welcher eine überaus großartige Thätigkeit zu Gunsten der Armen entfaltet, hatte ursprünglich mit ganz kleinen Miltcln begonnen und ist nunmehr zu einer Achtung gebietenden Größe herangewachsen. Herr Samuel Montague hat bei Gelegenheit der diesmaligen Generalversammlung zu Gunsten jüdischer Handwerker 500 Lstr. gespendet. London. Es freut uns inuner, wenn wir von Gemeinden berichten können, die die pflichtvollc Thätigkeit ihrer Cultnsbeamten zu würdigen wiffen und diesen einen ruhigen Lebensabend bereiten. Der Rath der „United Synagogue“ dahier hat beschlossen, daß Rev. A. Barnett, welcher 43 Jahre als First Keader (erster Vorsänger) in der New Synagogue fungirte, mit einem jährlichen Ruhegehalt von 300 Lstr. pensionirt werde. London. Die verstorbene Baronin Lionel v. Rothschild hat der Jews' Free School 15000 L., dem Jewish Boardof Guardians, dem London Hospital und Evelira Hospital je 10000 L. und an 28 andere Schulen und Wohlthätigkeitsanstalten 54OO0L. hinterlassen. Außerdem legte sie in ihrem Testamente ihren Söhnen ans Herz, die von ihr bisher ausschließlich unterhaltenen Institute (Küche für Invaliden und Asyl für Unheilbare) auch fernerhin in derselben Weise zu subventioniren. London. Wir hören zu unferm größten Vergnügen, daß Sir Moses Montefiore auf dem Wege der Besserung sich befindet und m. G. £>. nächster Tage seiner vollständigen Genesung entgegen sehen darf. Asien. / Smyrna. Unser Kaiser, der Sultan, ha tden hiesigen Israeliten wiederholt Zeichen seines Wohlwollens gezeigt. Die isr. Gemeinde stand seit Jahren, wie schon in diesen Blättern früher berichtet, in Bezug auf ihren alten Friedhof mit denStadtbehörden m Prozeß, welche den großen Raum für sich in Anspruch nehmen wollte , weil die isr. Gemeinde keinerlei Besitzdocumente über diesen aufzuweifen im Stande ist. Alle Instanzen waren angerufen worden, deren Bescheide aber nicht günstig für die Israeliten ausfielen, bis endlich die Angelegenheit an den Sultan gelaugte, welcher sie zn Gunsten der jüd. Gemeinde entschied. Der Sultan erließ einen Firman, in welchem er der Gemeinde unentgeltlich 150 Donoums Land, den größten Theil des Friedhofsterrains, überläßt. Um ferneren Streitigkeiten zn vermeiden und die Profanation der Gräber zn verhindern, muß die Gemeinde auf ihre Kosten eine Mauer um den Begräbnißplatz ziehen. Das Lokalcomits der Allianceschule hatte den General - Gouverneur Nachid Pascha ersucht, den zu Gunsten dieser Schule abzuhaltenden Ball unter seinen Schutz zu nehmen. Dieser gewährte nicht allein diese Bitte, sondern bot auch sein Palais zur Abhaltung des Balles an. Als die Verwaltungen einiger türkischen Schulen dagegen remonstrirten, wurden dem Pascha auf Anfrage höheren Orts von Eonstantiuopel aus die Genehmigung zur Ausführung seiner wohltätigen Absicht zugeschickt. In Beantwortung einer vor Beginn des Balles seitens des Alliance- Comitös überreichten Adresse sagte der General- Gouverneur: Indem ich den Schutz dieses wohlthatigen Festes übernommen und meine officielle Residenz zu Ihrer Verfügung stellte, entsprach ich nur den erleuchteten und guten Gesinnungen meines hohen Herrn, welcher keinen Unterschied zwischen den.verschiedenen Racen seines Reiches kennt und welcher gegen alle seine Unterthanen die gleiche Liebe hegt. Richtige Losungen sandten ein: Rabbiner Dr. I. Eisner in Neustupon», Böhmen). Davit» Wallersteiner in Kappel, b. Buchau. Weiler in Wüstenfüchsen. Frau Jos. Mayer in Bürstadt. Frau Traiteur Goldschmidt in Posen. Julius Kann in Waldlaubersheim. Moses Glücksmann in Schweppenhausen. M. Karpf in Nürnberg. Abr. Linz in Hanau. Joseph und Hermann Adler in Gelnhausen. Malche» Konigshofer in Frankfurt. Sylvain Weil in Straßburg. A. G. in Stalluponen. Moritz Nathan Karafch, Lehrer in Monsheim. Suffe und Wolf Kruskal in Memel. L. Bloch» Lehrer und Gautor zu Diemeringen (Elsaß).—Immanuel-Ehrlich-iu_

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