Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 22 (17.3.1884)
- Date
- 1884-03-17
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XXV. Jahrgang. Ern - Central-Organ für das orthodUe Jndenthum. Herausgegeben von Mr. Lehmann in Mainz. Montag, den 17. März 3644 (1884). Diese Zeitung erscheint wöchentlich zweimal, Montags und Donnerstags, jedesmal in mindestens 2 Bogen. Preis deS Jahrgangs für Deutschland und Oesterreich 12 Reichs-Mark, für'S Ausland 16 ReichS-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen nnd Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Oestereichische Banknoten laut CourS.Directe Francozusendung unter Streiföand pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 8 fl. österr., für'S Ausland 16 ReichS-Mark an die Erpedition franco einzufenden. Inhalt (Hauptblatt) : Leitende Artikel: Der Kampf gegen die Feinde Israels. — Die BertheidisungSreden der Herren Tello nnd Makower vor dem Konitzer Schwurgericht. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Dentschlanv: ReüsteNi». — Oest.-ilnz. Monarchie: Pesch. — Feuilleton: Ans dem Leben eines orthodoxen Rabbiners. — Inhalt der ersten Beilage: Leitende Artikel: Die Neustettiner Excesse vor dem Haufe brr Abgeordneten in Berlin. — Literaüfcher Bericht. — Zeitungsnachrichten und Correfponbenzen: Deutschland: Frankfurt a. M. — Oest. - Uug. Monarchie: Budapest. — - - Anhalt dek zweites Beilage: Zeitungsnachrichten und Corresondpenzen: Leipzig. — Oest.-Nag. Monarchie: Wien. — Leitende Artikel. Der Kampf gegen die Ieinde Israels, v. . Mainz, 10. Marz. Die dritte grobe Pflicht, welche den jüdischen Fraum obliegt, ist die np^nn, das Anznnden der Sabbatlichter. „lphret die F'räuen. sie siechten nnd weben. Hinnnlische Roseri in's irdische Leben I" Diesen Ausspruch des deutschen Dichters hat das altjndische Religionsgesetz schon vor Jahrtausenden in's Praktische übertragen. Der Tag des Herrn, der Gottgeweihte Sabbat, der Tag des Friedens nnd der Ruhe, der Tag der Freude, ungestört und ungetrübt durch der Wochentage Sorge und Last, dieser Tag erhält seine erste Weihe durch die sorgsame Hand der Hausfrau, die Lichtspenderin des jüdischen Hauses. Das Sabbatlicht ist ein Symbol des Friedens, n'2 e§ ist von großer Wichtigkeit und Bedeutung. Wenn die Mittel nicht ausreichen, um Beides zu verschaffen, den Wein für den Sabbatsegen und das Öel für das Sabbatlicht, wenn der Arme ans eins von Beide.".', zu verzichten gezwungen ist, so hat das Sabbatlicht den Vorzug. Man soll lieber den Wein entbehren als das Licht. Das. Licht ist das Symbol des Judenthums. Als der allmächtige Gott die Himmel schuf nnd die Erde, war das Licht das Erste, was-'-Er in's Dasein rief. Fünfmal finden wir bei der Schöpfung das Wort *vx, Licht, erwähnt, entsprechend den fünf Büchern der Gotteslehre. Das Licht ist das Symbol der . Thora, mm n mix, das Symbol der menschlichen Seele, cnx noiw onVx ->j, „ein Licht Gottes ist die Seele des Menschen". Als die finstre Zeit des Haman'scherrMordanschlags vorüber war, da heißt es mix ntvn önirp*, den Juden ward Licht. Und die Frau ist es, der die hohe Verpflichtung .obliegt, die Sabbatlichtcr anzuzünde», das Hans zu erleuchten und es zu einer Stätte des Friedens, des Frohsinnes, der Glückseligkeit zu gestalten! Bei allen Völkern des Alterthums und bei vielen Nationen der Gegenwart nimmt die Frau eine untergeordnete Stelle ein. Das Judenthum hat schon vor Jahrtausenden die Frau zur Gehilfin des Mannes erhoben und ihr einen hervorragenden Platz m der Familie angewiesen. „Ist Deine Frau klein," lehren die Weisen , „so neige Dich zu ihr und., höre ihren Rath." — „Willst Du," sage» sie an'einer andern Stelle, „den hohen Werth des Weibes erkennen, so lies das Schlnßcapitel der SprüchederWeishrit.