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Der Israelit · 1884-02-18 · Heft 14 (18.2.1884) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 14 (18.2.1884)
Date
1884-02-18
Page
– (sequence 11)
Language
German
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und gleichzeitig die Richtung , vertreten kann, welcher die petionirenden Landgemeinden angehören. Soll der Landrabbiner auch zugleich Stadlrabbiner von Cassel sein, so muß die Orgel aus der dortigen Synagoge entfernt werden.*) Im anderen Falle verlangen die Gemeinden eine Trennung des Landrabbinats von Stadtrabbinat, oder wenigstens die Erlaubniß sich nicht dem Nabbinat Cassel, sondern demjenigen von Fulda, Hanau, Marburg oder Rothenburg anzuschließen. Ich glaube nicht, daß die Gemeinden, welche unter der Führung eines Rabbi Mordochai Wetzlar und eines Dr. Frcnkel s. A. sich zu dem entwickelt haben, was sie heute sind, ihre heiligsten Anliegen in die Hönde eines Rabbiners niederlcgen wollen, dessen religiöse Richtung sie mit berechtigtem Mißtrauen erfüllen muß. Sie dürfen wenigstens keinen legalen Schritte unversucht lassen, um dieser Vergewaltigung ihres Gewissens entgegen zu treten, bevor es zu spat ist. Was geschehen soll, muß schleunig geschehen. Denn wer die Frömmigkeit der einzelnen Persönlichkeiten kennt, aus welchen das Casselcr Vorsteheramt zusammengesetzt ist, muß sich sagen, daß es nicht lauter Sehnsucht nach einem Seelsorger sein kann, welche die eilige Ausschreibung der Vacanz veranlaßt hat. Wir haben es mit einer gewandten, einflußreichen Behörde zu thun, die um jeden Preis dem Lande die Segnungen .eines Reformrabbiners auroctroyren möchte. Seien wir also auf der Hut, sonst werden wir überrumpelt! * Dieselbe ist seiner Zeit gegen die gesetzlichen Destinnnnngcn eingesührt worden. Nach diesen darf ohne Zustimmung des Landrabbinats keine Aenderung im (iultuä der Synagoge eingeführt werden. Dasselbe ist aber bis auf den heutigen Tag nicht einmal darüber befragt worden. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen. Deutschland. Mainz. Die uns durch Herrn Blumenheim in Sturz gewordenen Mittheilungcn über die dortigen Vorgänge, druckt die ultramontan-antisemitische „Schlesische Zeitung" wörtlich ab und fugt zum Schluß die Bemerkung an: „So direct, wie es hier im „Israelit^, einem die Interessen des Iudenthums vertretenden Blatte, geschieht, ist unseres Wissens nach von keiner andern Seite auf die Möglichkeit eines rituellen Mordes hingewiesen worden." Darauf erwidern wir: So direkt, wie es hier von der „Schlesischen Zeitung geschehen, ist doch selbst von den Blutlügnern Rohling, Justus und Consortcn die Wahrheit noch nicht auf den Kopf gestellt worden. Denn während Diese durch Sophistereien, absichtlich falsche Nebersetzunaen nnd derlei schöne Dinge mehr die Thatsachen in ihr Gegent heil zu verwandeln suchen, sagt Jene geradezu, daß weiß schwarz sei! Wann wird die Sonne die sie verhüllenden dmrklen Wolken durchbrechen und der Wahrheit die Ehre werden? As r i k a. Tunis. Herrn D. Cazes, Hauptlehrer der „Alliance-Schule" in Tunis, welche nächst der Londoner jüdischen Freischule die größte jüdische Schule der Welt ist, wurde von der französischen Regierung mit dem Titel „Officier d'Academie" beehrt. Die beliebten Pianinos von Weidenslanfer sind nur direct aus der Fabrik in Berlin zu beziehen. — Man verlange auch dort den Preiskourant! Auswärtige Lager würden das Fabrikat nnnöthig vertheuern! Wchtige Losungen des Aathsets in Mr. 11 sandten weiter ein: Salomon Kaufmann vom Hause G br. Kaufmann in Köln. Lehrer Schlesinger in Mergentleim. C.... in A. Emanncl Adam. Schüler der I. Elaste der Rel.-Gem.-Cchnle zu Posen. Netichen Behr u. David Horn in Mülheim a. Nh. I -cob Lichtenstein in Erfurt. L. u. F. W. in Straßburg in E. H. Rothschild aus Mainz in Polen. Ephraim Stern, 10 ähr. Kiabe des Moritz Stern in Graetz. Für den Näthlelloseklub H. Mastenbacher in Burghaßlack. E. G. Alt, Talmvdscbülcr. in Kobersdorf. Dr. W. Strrn in Liverpool. Heinrich Felsendurg in <8r. - Topolcsan. Samuel Eohn, Nabb. - Cand. in Zirke. Nathan Ritter, Lehrer in Mondoif. M. R. R. in Koliha. Henry Hirschfeld. Eymnasiast in Dt.-Krone. E. G. in Slallupoenen. Hermann Perl«, Talmudist in Kobere. darf (Ung.l. N. Frcimann in Ostrowo. M. Hofft r in Lutitz. Markus Nelken in Dstrowo. Leopold Grürckerg in Prefwurg. Max Koch in Mainz. Z. Meyer. Camor in Nirdervicz (Loihnngen). E. Reich in Weieritz. N. Wachs in Heilbronn. I. B. Stern in Crailsheim. Sara Falk in And (Unterfranken). *ii ra in Mainz. Moritz und Emil Marx in Mainz. Elias Freund in Furth. A. Friedmann, Rabbiner in Szaholcza. M. S. Schill in Preßburg. „WaS der Verstand der Verständigen nicht steht, — DaS findet in Einfalt ein kindlich Grnrüth." AuS G. .nh..f.n.

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