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Der Israelit · 1884-02-14 · Heft 13 (14.2.1884) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 13 (14.2.1884)
Date
1884-02-14
Page
– (sequence 11)
Language
German
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217 betreffenden vir'zur Vollziehung der ns'Vn roso zu bewegen. Was geschah aber? Die betreffende noa\ die beiläufig erwähnt, eine ina na war , heirathete dennoch ohne nsFn und ohne pampi nsm, d. h. der eigene Vater der nva' vollzog bei seiner Tochter die - sogenannte religiöse Trauung r.vo ma »a» j Welchen Werth eine solche sogenannte reit* J giöse Trauung vom Standpunkte des wahren, echten Judeuthums betrachtet, hat, und was nach der Lehre des Judeuthums, durch eine solche Ehe aus einer ina na insbesondere und aus einer ra im Allgemeinen wird, weiß jeder n\-p; dessen ungeachtet hat unsere hier.jnNiedersept wohnende 60jähr. Braut, natürlich, im Einverständnis; ihres Bräutigams, jene r-a ra sich zum Muster und Vorbild genommen und den festen Entschluß gefaßt: im Falle ihr Schwager ihr die mrVn absolut verweigern sollte, in der Schweiz sich trauen au lassen. Denn in der Schweiz — so wird im Elsaß allgemein behauptet, — gibt es. Rabbinen und Cultusbeamten, die derartige Trauungen ohne Bedenken vollz'ehen. Natürlich für Geld und gute Worte. — Um diese ^tnera naa: zu vermeiden, begab sich Herr Rabbiner Dr. Goldstein aus Dürmcnach am letzten Montag ndch Niedersept und sein Bemühen hatte auch Erfolg. Unter Thränen versprach ihm der na', die in der hl. Schrift ihm auferlegte n^n-Pflicht zu erfüllen, was in der That heute hier geschah. Wie wir vernehmen, wird Herr Rabbiner Dr. Goldstein in einigen Wochen Dürmcnach verlassen, um die von Seiten des Straßburger Eonsiftoriums ihm angebotene Rabbinerstelle in Mutzig anzutreten, was im ganzen Over-Elsaß allgemein bedauert wird. Möge es Herrn Rabbiner Dr. Goldstein gelingen, in seinem neuen Wirkungskreis dieselbe Hochachtung und Verehrung sich zu erwerben, die er während seines sechsjährigen Wirkens im Ober-Elsaß sich erworben hat. Türkei. Konftautinopel, 2. Febr. Der „Frankfurter Zeit." wird von hier geschrieben: Ihr Correspondent hatte soeben eine Unterredung mit dem Präsidenten des hiesigen ComitLs der „Alliance Jsraclite", Herrn S. Fernandez, über die Folgen der großen Feuerbrunst in Haßkiöi. Nach unserem Verzeichniß — sagte Herr Fernandez — beläuft sich die Zahl der Abgebrannten auf 4836 Seelen oder 990 Familien, Von den Letzteren hatten sich während und-nach dem Brande 296 in die naheliegende türkische Kaserne und 98 in das geräumige Gebäude eines gewissen Tschezairli's geflüchtet; 80 Familien wurden von den protestantischen Missionären des Ortes und die übrigen in den Synagogen untergebracht. Die kaiserliche Commission hat während der ersten zehn Tage 2000 Kilo Brod, 1500 Kilo Kohlen und etwas Petroleum und Wasser geliefert. Das Geld dazu entlehnte sic der Kasse der Munizipalität. Nachher aber hat sie die ganze Last der -Hilfeleistung dem ComitL der „Allincc Jsraelite" überlassen. Während Frau Fernandez sich dann besonders der bedrängten Frauen und Kinder annahm und namentlich auch dafür Sorge trug, daß dieselben zweckmäßige Beschäftigung erhielten, liefert das Comitö so raich wie möglich das Nothwendige an Wäsche und dergleichen; so auch 3500 Steppdecken, 400 Matratzen und Kopfkissen. Den 146 Frauen, welche ihrer Entbindung entgegcnsahen, wurde die beste Pflege zu Tbeil; ebenso fanden Kranke in dem ad hoc errichteten Spital von zwölf Betten befriedigende Unterkunft. Sobald genügende Mittel vorhanden waren, wurden jawohl in Haßkiöi als in Balat, behufs besserer Unterbringung der Obdachlosen, Häuser auf drei Monate gemiethet. Später sollen Wohnungen für dieselben, erbaut werden; doch ist der ursprüngliche Plan, ein großes Gebäude auszuführen, aufgegeben worden. Es ist jetzt die Ansicht vorwiegend, daß — aus sanitären Rücksichten — kleineren Häusern entschieden der Vorzug einzuräumen sei. Bislang hat das Comittz etwa 3000 türkische Lire (55,000 M.) vorausgabt. Daß die Summe ungemein viel Gutes gestiftet hat, ist bei dem Eifer und der Gewissenhaftigkeit, mit der an's Werk gegangen worden ist, nicht zu verkennen. Verdient gemacht hat sich dabei namentlich auch der Sekretär gedachten Comktö's, Herr Bloch, Lehrer an der Camondo'schen Schule in Haßkiöi, der mit den dasigen Verhältnissen durchaus vertraut ist. Nebenbei sei hier bemerkt, daß in dieser Schule die meistens sehr arme Kinder nicht nur Lesen und Schreiben im Hebräischen, Türkischen und Französischen k. lernen, sondern dort auch die beste Gelegenheit haben, das Schneider- und Schuhmacherhandwerk unentgeltlich zu erlernen. Man sagt, das Comitö besitze tzegenwärtig noch gegen 3—4000 Lire in Baarmtttcln, über deren zweckmäßige Verwendung eigentlich erst berathcn werden kann, nachdem die kaiserliche Kommission ihre schon früher gemeldeten Pläne zur Ausführung bringen wird. Aber auch hierbei macht sich wieder die türkische Maxime geltend, ja beileibe sich nicht zu übereilen, da man nicht weiß, welch'günstige Wendung eintreten könnte. A me r i k a. Newyork. Der verstorbene Julius Hallgartenhat in seinem letzten Willen mehrere christliche Institutionen mit größeren Summen bedacht; so das Darmouth College und die Newyorkcr Universität mit je 50000 Dollars. Weitere 50000 Dollars kommen

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