Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 13 (14.2.1884)
- Date
- 1884-02-14
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XXV. Jahrgang. M 13. Central-Organ für das orthodoxe Judenthum. Hcrausgcgcben von ZS»'. Letzmann in Mainz. Donnerstag, den 14. Februar 5644 (1884k Diese Zeitung erscheint wöchentlich zweimal, Montags und Donnerstags, jebeSmal in mindestens 2 Bogen. Preis deS Jahrgangs für Deutschland und Oesterreich 12 Reichs-Mark, für's Ausland 16 Reichs-Mark.' Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die dreigespalteue Petitzeile oder deren Raum. — Oestereichischc Banknoten laut CourS. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 8 fl. österr., für'S Ausland 16 Reichs-Mark an die Expedition franco einznsenden. ^zntzall (Hauptblatt): Leitende Artikel: Die GoneSlehre, das Gottesvolk, der Gottesbotc. — Mittheilungen vom Deutsch-Israelitischen Gememdebunde. — Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: München. Hamburg. — Rußland: Petersburg. Afrika. — Feuilleton : .Nur standhast. — Rathsel. — Inhalt der erste» Beilage: Leitender Artikel: Literarischer Bericht. — Zeitungsnachrichten und Correjpondenzen: Deutschland: Aus Westpreußen. Niedersept. — Türkei: Konstautinopel. — Amerika: 2mal Neivyork. — Inhalt der Zweite» Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: München. Waldighofen. AuS dem Landrabbinat Cassel. Dresden. — England: Oxford. — Spanien: Madrid. — Leitende Artikel. Die Hotleslehre, das Hottesvolk, der Hottesöote. Mainz, 10. Februar. VII. Wie hoch und erhaben die Prophetie unsres großen Lehrers Moscheh gewesen und wie sie sich von der der andern Propheten unterschieden, haben wir bereits ausemandergesetzt; im Folgenden wollen wir versuchen darzulegen, welch hohe Sonderstellung der Prophet Moscheh im Vergleiche mit den andern Propheten eingenommen. Aufschluß gibt uns darüber die heilige Schrift bei der Gelegenheit, als diejenigen, die ihm zunächst standen, sein Bruder Aharon und seine Schwester Mirjam, Tadclnswerthcs an ihm gefunden zu haben geglaubt und dieser ihrer Meinung Ausdruck gegeben hatten. Da erscheint ihnen der Ewige, und Er spricht: „Höret doch meine Worte ddn'DJ rvrv dn (4. B. M. E. 12, V. 6). Diese drei Worte sind sehr schwer zu verstehen; gewöhnlich werden sie übersetzt: „Wenn auch ihr Propheten seid", — so gleicht ihr doch nicht meinem Diener Moscheh (Vergleiche Naschi, Aben Csra, Naschbam, Nachmanides, die beiden Targnmen re.). Es ist eben eine Nebersetzung dem Sinne, aber nicht dem Worilantc nach.*) Wir wollen daher eine andere Erklärung zu geben versuchen, die sowohl dem Sinne wie dem Wortlaute, entspricht und uns zugleich über die erhabene Stellung Moschch's Aufschluß ertheilt. Zn verschiedenen Malen wird im Talmud darüber abgehandelt, ob die Kohanim. welche den Dienst im heiligen Tempel verrichten, als die Boten Gottes oder als' unsere Boten, die in unserm Aufträge handeln, zu betrachten seien. Toßaphoth bemerken dazu, daß sicherlich die Kohanim selbst nach der Ansicht, die sie als unsere Beauftragten betrachtet wissen will, auch Boten Gottes seien; es komme nur'darauf an zu ermessen, welches Verhältnis; am Meisten hervortretc und das bedingende sei. Aehnlich wie mit den Kohanim verhält cs sich mit den Propheten. Gott schickt den Propheten auf Anlaß Israels, in Folge der Verirrungen des Volkes. Die meisten Propheten hatten die Aufgabe, das * Ganz besonders schwierig erscheint die Erklärung Aden Csra's '7 f>»3; '»?’C >n, wenn man die Reginah beachtet, der dieser Cornmentator doch sonst einen so hohen Werth beilegt.