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Der Israelit · 1884-02-11 · Heft 12 (11.2.1884) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 12 (11.2.1884)
Date
1884-02-11
Page
– (sequence 1)
Language
German
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SXXV. Jahrgang. M 12, . ■ Ern ■■■ - Central-Organ für das orthodoxe Jndenthum. Herausgcgcben von LSs-. Lehmann in Mainz. - Montag, d e n ll. F e b r u a r 5644 (1884). Diese Zeitung erscheint wöchentlich z tv ei rn a l, MontagS und Donnerstags, jedesmal in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs für Deutschland und Oesterreich 12 Reichs-Mark, sür's Ausland 16 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Oestereichische Banknoten laut CourS. — Directe Francozusendung unter Streifband pro Jahrgang für Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 8 fl. österr., für'S Ausland 16 ReichS-Mark an die Expedition franco einzusenden. Inhalt (Hanptblatt): Leitende Artikel: Die Eotteklehre, das Götter Volk, der Eottesbote. — Briefe überRumänien, Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Ocsterr.-Ungar. Monarchie: Aus Mähren. Tabor. — Feuilleton: Aus dem Leben eines orthodoxen Rabbiners. Inhalt der Beilage: Zeitungsnachrichten und Correspondenzen: Deutschland: 2mal Berlin. Bonn. Sknrz. 2malAltona. Hamburg. — Oesterr. - Ungar. Monarchie: 2mal Pcsth. Hamonna. — Feuilleton: Ucber Nacht ergraut. . Inhalt der Extra-Beilage: Spend-nverzeichniss,. Leitende Artikel. Ate Hotteskehre, das HottesvokK, der Hottesöote. Mainz, 4. Februar. VL Wir haben nunmehr zu erörtern, in welcher Beziehung der Ausdruck kt „gottessürchtig^ ganz besonders auf unfern großen Lehrer Moschch anwendbar ist. Auch hierbei wird ein dunkler Ausspruch unserer Weisen uns zum Führer dienen. Es heißt im Midrasch (j"s -“w; vergleiche auch Talmud Babli, Tractat Berachoth f. 7a.) kt 'd -otsa »6 '-i oeo pxn yusnn» ,_l "ICK I^K nWo 1KT', ,"D1 ,Oh£k hu Ö’2nD „Dafür, daß Moschch sich fürchtete, hiilzuschaucn zu Gott (2. B. M. C. 3, V. 6), erreichte er die hohe Stufe, daß seine Mitmenschen sich fürchten mußten, sich ihm zu nähern (2/ B. M. C. 34, V. 30). Wir brauchen wohl nicht erst zu sagen, wie schwcrverständlich dieser Ausspruch unserer Weisen ist und daß darin ein ungemein tiefer Sinn verborgen. Wir wollen zunächst eine andere Frage erörtern, die unseres Wissens noch von keinem Erklärer des heiligen Schriftwortes aufgeworfen worden, kt o dh^kh ^k trunc. Das Wort rmi bezeichnet nach der Lehre unserer Weisen ein Herniederschauen von o b e n ii a ch unten. (Vergleiche 1. B. M. E. 15, V. 5 r.D'crn so oan, wozu Naschi tut Namen des Midrasch erklärt pivp inn ooaon je inon nee!? ntyet>D .-.Dun). Wir müßten demnach übersetzen: „Denn er fürchtete sich, h i n u n t e r z u s ch a u e n zu Gott." Und das ist doch anscheinend unmöglich. Wie erklären demnach die Weisen den Ausdruck esne an dieser Stelle? Es erscheint das als eine kaum zu lösende Schwierigkeit. Wir bitten jedoch unsre geehrten Leser, uns im Folgenden ihre volle Aufmerksamkeit zu schenken, und es wird sich ergeben, daß auch hier, wie immer, unsere Weisen, ihr Andenken sei zum Segen, das Nichtige gesprochen. Gerade dieser Ausspruch wird uns Aufschluß geben in Bezug auf einen der höchsten, wichtigsten und evhebensten Grundsätze unsrer heiligen Religion. Der nach Wahrheit dürstenden Menschheit bieten sich zwei Wege zur Erlangung derselben. Das philosophische Denken und die Offenbarung. Das

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