Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 11 (7.2.1884)
- Date
- 1884-02-07
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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182 vorliegt, steht von all dem keine Silbe. Ob vielleicht bei der zweiten Auflage, wobei ja immerhin der Rath guter Freunde Herrn Dr. Leimdörffer zu statten gekommen sein kann,'eins oder das andere verbessert ist, weiß ich nicht, da ich die Auflage nicht habe; das eine aber wird mir jeder auch nur oberflächliche Kenner der jüdischen Geschichte zustehen, daß ein Mann, dem solche Jrrthümer unterlaufen können, ebensowenig berufen ist, eine jüdische Geschichte zu schreiben, wie etwa derjenige als Verfasser einer deutschen Geschichte qualifizirt ist, der Karl Martell einen Sohn Karls des Großen nennt. Schließlich noch eine persönliche Bemerkung. In dem Nahmer'schen Blatte beschimpft zu werden ist schon lange keine Schande mehr, sondern eine Ehre; aber diese Ehre mag ich keinem unverdient gönnen. Der Verfasser des Artikels in der „Wochenschrift" hat einen „Talmud-Thora-Lehrer" in Verdacht, Herrn Dr. Leimdörffers Buch der Kritik unterzogen zu haben. Ich erkläre hiermit feierlichst, und der Herr Redakteur wird das sicherlich auch bestätigen, daß ich kein „Talmud-Thora-Lehrer" bin.*) Wenn aber mein Gegner mir die Absicht zuschreibt, durch meine vermeintliche „Chuzpa" die Ankunft des Messias zu befördern, so bedaure ich, auch diese löbliche Intention mir nicht wohl vindiciren lassen zu können. Wenn die messianische Zeit auf diese Weise zu beschleunigen wäre, so hätte sicherlich schon längst das Rahmer'sche Blatt die Palme errungen, da dessen ganzes Auftreten gegen Größen wie z. B. Dr. Hildesheimer sehr lebhaft an den Bibelvers erinnert: “JD3J3 rr?pni ipia ijwn oht (Jes. 3, 4). R u ß l a n d. Petersburg, 30. Jan. Seit 14 Tagen beschäftigt eine junge liebenswürdige Dame auf das *) Geschieht hiermit. Nedaction. lebhafteste die Gemüther der ersten, vornehmste» Kreise der Residenz. Die Herren sind entzückt über die Schönheit und das anspruchslose Wesen der kaum 19jährigen jungen Frau, die Damen bewundern — vielleicht mit etwas Neid vermischt — die prachtvollen Toiletten und vor Allem die Brillanten ihrer glücklichen Mitschwester, der Gemahlin des Bankiers Ephrusi, geborenen Baronesse Rothschild. Mit offenen Armen wurde dieselbe allerorte» hier ausgenommen, dennoch aber galt es als zweifelhaft, ob Madame auch bei Hofe präfentkrt und ge» laden werden würde. Diese Zweifel sind jetzt gehoben. Der erste Hofball fand statt und Madame E. erschien auf demselben; eine Thatsache, die übrigens unter den hoffähigen Damen der Residenz eine gewisse Sensation erregt zu haben scheint. So schreibt beispielsweise die „Deutsche Petersburger Zeitung" in ihrem Ballberkcht: Unter der Damenwelt erblickte man wieder die gewohnten Erscheinungen unserer Hofwelt, nur durch wenige neue vermehrt. Unter den letzteren befand sich auch, gegen Mancher Erwarten, die jugendliche Gattin eines jüdischen Bankiers aus Odeffa, Tochter des Barons Alfons Rothschild, Madame E., der wohl nur der Name des Vaters den Zutritt verschaffte, welche ihr sonst nach den hiesigen strengen Gesetzen über Hoffähigkeit nicht gebührte. Bekanntlich ist hier der Rang des Gatten für letztere matzgebend und kann daher diese Ausnahme nur ganz besonderen Verhältnissen zugeschrieben werden. Es war somit natürlich, daß das Erscheinen der Madame E. Aufsehen erregte, umsomehr als die Betreffende, eine sehr hübsche, jugendliche Erscheinung diese Vorzüge der Natur mit einer äußerst geschmackvollen Toilette und einem selbst für das verwöhnte russische Auge prächtigen Schmucke aus Diamanten und Rubinen verband. AS^II ct. N w. Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. Abonnements- und Inseraten - Annahme für Frankfurt a. M. bei I. ftanfmann, Buchhandlung; für Hamburg bei A. Goldschmidt, Buchhandlung, Kohlhöfen Nr. 35; für Eoln bei Leo Frank, Steinfeldergaffe 7; für München bei 9t. Vettelheim» Färbergraben 29; für Fürth in Bayern M. Dornberger, hebe, und deutsche Buchhandlung; für Böhmen, Mähren und österr. Schlesien bei Jacob B. GrandeiS, Buchhandlung in Prag. /Aine angehende Verkäuferin sucht in einem ^2- MauusaclurwaarenGeschäft unter sehr bescheidenen Ansprüchen Stellung. Offerten unter K. Nr. 592 befördert die bxped. d. Bl. ~ CXjdj suche für Küche und Haushalt ein «O braves israel. Mädchen. Neuwied. 600) Frau Herm. Danzig. C" m israelitisches Mädchen, welches Küche u Hausarbeit versteht, wird aus I dem Lande für Oster» gegen hohen Lohn I gesucht. Ost. des. d. Erp. d. B. n. 63L.