Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 8 (28.1.1884)
- Date
- 1884-01-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XXV. Jahrgang. , . ' Jjg Hcransgcgcben von Lvs'. Lcbmaun in Mainz. Central-Organ für das Montag, d e n 28. Januar 5044 (1884). Diese Zeitung erscheint wöchentlich zweimal, Montags uiib Donnerstags, jedesmal in mindestens 2 Bogen. Preis des Jahrgangs für Deutschland und Oesterreich 12 Reichs-Mark, sur's Ausland 16 Reichs-Mark. Man abonnirt ganzjährig, halbjährig oder vierteljährig. Alle Buchhandlungen turd Postämter nehmen -Bestellungen an. — Inserate 25 Pfennige die dreigespaltene Petitzeile oder deren Raum. — Oestereichische Banknoten laitt CotlrS. —- Directe Francozilsendnitg unter Ltrenband pro Jahrgang für Deutschland und. Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 8 sl. österr., sür'S Ausland 16 Neichz-Mark an die Expedition franco einzusenden. Inhalt (Hauptblatt): Leitende Artikel: Tie Gotteslehre, das Gottcsvolk, der Gotiesbote, Beiträge z>lr Bielhodik des hebräischen Unterrichts. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Deutschland: 3mal Berlin. — Oest.-Ungar. Monarchie: Aus Lemberg. —stiußland: Petersburg. — Palästina: Aus Jerusalem. — Feuilleton: Ans dem L>ben eines ortho^oren Rabbiners. Inhalt der Beilage: Leitender Artikel: Liierarisches. — Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen: Friedberg. Cöl». — Oest. - Ung. Monarchie: Pcsth. Großwardein. — Frankreich: Lmal Paris, b'üneville. — England: London. — Ruplaud. — Amerika: Washington. — Leitende Artikel. Iie Kolteskehre, das GottesvolK, der i Hottesöote. Mainz,,2l. Januar. Iv. ' Wir haben im vorigen Eapitel dargelegt, das; die Prophetie unseres Lehrers Moscheh sich dadurch wesentlich von der der andern Propheten unterscheidet, daß Moscheh nicht nach eigenem Ermessen das von ihm Gehörte in die ihm passend scheiilende Form kleiden durfte, sondern daff er verpflichtet war, Alles wörtlich, wie er es von Gott vernornincn, wiederzngeben. Diesen Gedanken sprechen auch unsere Weisen im Midrasch aus: /x-w» ^2 vx -i:nn “wx o’~>:nn r^x „Dieses sind die Worte, die Du reden sollst 'zu den .Bindern Israel/' (2. B. M. C. 19. L. 6). Hierzu bemerken die Weisen (Jalkut, zur Stelle^: ^2-rn xvVi rv.nsn a'rw ,0’--:nn r^x :r.n *r;oD ba Gott hat angeordnet, das; Moscheh nichts hinweglassc und nichts hinzufügc und auch die Reihenfolge des ihm Mitgctheilten nicht verändere. — Nicht , etwa wollen die Weisel! damit anssprechen, das; es! eines besonderen Befehles bedurft hätte, unseren j groben Lehrer Moscheh davon znrückzuhaltell, will- - knrliche Aendernngen .vorzunelnnen, sondern cs ist gerade dadurch der grosse -Vorzug Moschchs vor den übrigen Propheten ausgesprochendenn durch einen anscheinend fehlenden oder anscheinend überflüssigen Buchstaben, durch die cigenthliinlichc Stellung der Worte und Bildung der Sätze, durch die Aneinanderreihung der Perioden werden uns viele Gesetze und Borschristen offenbar, was bei der Prophetie der andern Propheten nicht der Fall ist, (rx statt ]x, roo statt noo, orx statt am», die Anreihung von Paraschath Nasir all Paraschath Sotah, 2on IiziioLli an Schaatnes und unzählige andere derartige Dinge)' Daher heisst cs überall, wo cs sich um Gcsctzcsvör' schriftcn handelt ‘2 rrs -zu -mi m „dies ist das Wort, das Gott besohlen," während bei Ermahnungen und Erzählungen auch Moscheh spricht: '1 -cx-rd „So (dem Inhalte, aber nicht dem Wortlaute nach) hat Gott gesprochen/- Wir wollen das an einem in .die Augen springenden Beisvielc Nachweisen. Es heisst im 2. B. M. E. 1t. V. -l: ^x .-.2 n*a ~r:x'i -n?»?n fnvro „Und Moscheh sprach: So hat der Ewige gesprochen: ungefähr um Mitternacht