Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 4 (14.1.1884)
- Date
- 1884-01-14
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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nähme finden könne und dieses dann den König zu bewegen habe, auch noch andere Parteimitglieder zu ernennen. Es ist eine Thatsache, daß- Fürst Bismarck den Widerstand der Partei gegen seine Forderung dem Abgeordneten Laster zuschrieb und von einem der Führer der' Nationalliberallen den Ausschluß Laskers aus der Fraktion als Bedingung für das Einvernehmen mit der Negierung verlangte. Diese Ansinnen wurde abgelehnt und so bereitete fick der Bruch mit der Fraktion vor, der alsbald eklatant werden sollte. - Ueber die letzte Zeit seines Lebens erzählt Paul Lindau, der in Amerika mit ihm zusammen gewesen, das folgende: Er sah viel frischer aus, er bewegte sich leichter; er sprach, wenn auch mit auffallend leiser Stimme, doch sehr scharf und deutlich: Er selbst versicherte, daß es ihm nie besser ergangen sei, und er traute sich zu, daß er mit dem Anfang des kommenden -Jahres im Stande sein werde, seine politische Thätigkeit mit neuen Kräften wieder aufzunehmen. Trotzdem waren wir einigermaßen erstaunt, als er uns mittheilte, daß er die Einladung des Präsidenten Billard angenommen habe und die große anstrengende Fahrt nach dem Stillen Ocean mitmachen wolle. Sein ganzes Wesen hatte eine starke Wandelung erfahren. Er war von einer beängstigenden Liebenswürdigkeit, Weichheit und Milde; alle Ecken und Kanten schienen abgestumpft und umgebogen zu sein. Er war^ mit Allem zufrieden, nie kam ein kritisches Wort über seine Lippen. Voll seiner früheren Schärfe war nichts mehr wahrzunehmen. Obgleich er von allen Reisengefährteu mit besonderer Auszeichnung behandelt wurde, führte er, der in früheren Zeiten immer das Steuer des Gesprächs in der Hand hielt, nun nicht mehr die Unterhaltung. Er betheiligte sich daran in bescheidenster Weise und mit so leiser Stimme, daß man oft Schwierigkeit hatte, ihn zu verstehen. Was mir in imsern Zwiegesprächen am meisten ausfiel, war seine völlige Thclinahmlosigkeit den Vorgängen gegenüber, an denen er selbst und oft in entscheidender Weise theilgenommen hatte. Auch meine Mittheilungen über alte gemeinsame Freunde und Bekannte schienen ihm nicht besonders nahezugehen. Ich bemerkte-daß er in den Morgenstunden immer am frischesten war. Da . flackerte bisweilen sogar die alte Flamme von früher auf. Einige Male betheiligte er sich sogar sehr lebhaft an Erörterungen über Rechtsfragen und dergleichen; und der frühere Gouverneur Salomou, einer der hervorragendsten Juristen Newyorks, sagte mir bei einer solchen Auseinandersetzung, daß Laster mit wunderbarem Scharfsinn sogleich das Nichtige ', getroffen, und daß er aus dieser einen Unterhaltung sich klar gemacht habe, wie Laster eine so ungewöhnliche Bedeutung in unserm öffentlichen Leben habe gewinnen können. A W B.K I CJ-.K-.W#' Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Abonnements- und Inseraten - Annahme für Frankfurt a. M. bei I. Kanffmann. Buchhandlung; für Hamburg bei N. Goldschmidt, Buchhandlung, Kohlhösen Nr. 35; für Cöln bei Leo Frau?, Steinfeldergaffe 7; für München bei N. BettelHeim, Färbergraben 29; für Fürth in Bayern M. Dörnberger, hebr. und deutsche Buchhandlung; für Böhmen, Mähren und österr. Schlesien bei Jacob B. DranoeiS, Buchhandlung in Prag. .‘SäST’ Knaben - Pensionat. von «lacolfey «6L ILsasag, 37 Schustergaffe — Main* — Schustergasse 37. Ausstattungen vom einfachsten bis zum elegantesten Genre. Mustersendungen fertiger Leib-, Bett- und Tischwäsche in reicher Auswahl senden wir am Wunsch nebst Preis-Courant franco zu. (1292 In einer großen Stadt Süddeutschlands finden in der Familie eines Lehrers bei gewissenhafter Beaufsichtigung u. bester Pstege einige Schüler Ausnahme. Vorzügliche Schulen. Mäßige Preise. Erste Referenzen. Lfferten des. sud Nr..5927 die Grped. dieses Blattes.