Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 25 (1884)
- Issue
- Heft 4 (14.1.1884)
- Date
- 1884-01-14
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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XXV. Jahrgang._' . Beilage ju Ar. 4 des Israelit. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Mainz, den 10. Januar. Von dem allgemein verehrten Sir Moses Montcfiore '»rv» L-2-v o"D' nw? ist uns ein in hebräischer Sprache abgefaßtcs Dankschreiben zngekommen, in welchem es unter Anderm heißt: „Vielen Dank und Segen für Ihre srenndliche Glückwünsche.zum 8. Eheschwan, an welchem Tage ich mein Wtes Lebersjahr vollendet habe. Ihre Worte waren mir ganz außerordentlich angenehm, und ich beehre mich, Ihnen aus dem Innersten nreines Herzens, weinen Dank abzustatten. Damit nun auch die Oieschlechter, die nach uns kommen, erfahren, wie iGroßcs Gott mir erwiesen, daß ich Gunst gefunden habe , in Ihren Angen und in den Augen vieler gottesfürchtiger Glaubensgenossen, so habe ich ange'ordnet, daß Ihr Glückwunsch nebst andern werthvollen Papieren und kostbaren Dingen in dem Beth Hamidrasch nn>n;i nrc *:w, das ich zur Verherrlichung der Gotteslchre gegründet habe, anfbewahrt werde. — Ter Ewige, der Gott unserer Väter, möge uns und das ganze Volk Israel in seinen allmächtigen Schuß nehmen, Er möge von Seiner Majestät auf. Ihr'Haupt und Seinen heiligen Geist in Ihr Herz geben, damit Sie fortfahren mögen zu thun, was gut und recht ist in den Augen des Ewigen, damit Sie dazu beitragen mögen, unsere heilige Thora zu verherrlichen vor den Angen der Völker, auf daß alte Nationen erkennen, daß der Name Gottes über uns genannt wird. Dies' sind die Worte Ihres getreuen Verehrers, der da betet für das Wohl seines Volkes. Ramsgate, den 15. Cheschwan 5644. gez. Moses Montefiore. Qesterr.-Ungar. Monarchie. Pretzbrrrg. Dem XV. Gebahrungs-Auswcis des in Presburg bestehenden sanctionirten Vereines zrejV a£no (Seelenheil) vom Jahre 1882—4883 entnehmen wir: Indem der gefertigte Vorstand des «sio- Vereins" den jährlichen Rechenschafts-Bericht über die Gebahrung.. und die heilsamen Leistungen des Vereines der Oeffentlichkeit übergibt, spricht er sogleich die innigste Erkenntlichkeit und tiefgefühlteste Dankbarkeit im Namensehr vieler Leidenden aus. welchen Nahrung, Kräftigung und Gewisscnsberuhigung von den Wohlthateu des Vereins theilhaftig geworden und gegenüber allen p. t. hiesigen und; auswärtigen edlen Mitgliedern und Unterstützung Leistenden. Der detaillirte Bericht gibt allen edlen Gönnern des lfvp2'y Vereins" die klare Ueberzeugung, die besceligende Befriedigung und die edelste Genngtbnung, daß sie ihre Opferwilligkcit und ihre milden Spenden einem Vereine zuwenden, der die höchsten wohlthuenden, Humanitären und frommen Ziele für die Leidenden und Dürftige fördert. Die hohe Ziffer und Zahl der vom Vereine verköstigten, erquickten, in ihren! religiösen Gewissen beruhigten Kranken, verkündet überzeugender, als jede beredte Lobeserhebung, das höchst heilsame Wirken dieses humanen, frommen Institutes. Der vorliegende Rechenschafts-Bericht docnmentirt daß die Vereinsleitung nicht auf's Capitalsammeln, sondern auf die Erweiterung des Wirkungskreises und die heilsame Ersprießlichkeit des heiligen Vereins- Zweckes ihr Augenmerk richtet, indem auch durch die Versorgung mit Frühstück und Nachtmahl, znm Wohle der Leidenden, ein Fortschritt angestrebt und resnlirt wurde. Mögen von der Vorsehung gesegnete Männer mit ihrem Einfluß auf Andere, mit ihren edlen Spenden, mögen. Gemeinden und edle Körperschaften diesem jungen, seiner großen Aufgabe ohnmächtigen Vereine ihre Unterstützung zufließen lassen, danlit das edle Werk des Vereines zur Linderung und Beruhigung leidender Menschen forterhalten werde. . Der! Vereinsvorstand sieht sich nothgedrungen, die auswärtigen löblichen Gemeinden, besonders die nachbarlichen, welche in den ersten Jahren der heilsamen Wirksamkeit des Vereines, dessen heiligen Zweck einsehend und würdigend ihre Unterstützung dem Vereine angedeihen ließen, aber seit einigen Jahre» zurück blieben, — eindringlichst anzurufen und zu bitten, daß sie diesen! gottgefälligen und heilfördernden Institut — ihre spendende und stützende Hand nicht entziehen. . . Tiefbetrübend wäre es für den Vorstands den Kranken aus nicht beisteuernden Nachbar-Gemeinden die Koscher-Kost versagen zu müssen und dem Gewissen der Gemeinden zu übertragen — weil er