Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 50 (1909)
- Issue
- Heft 45 (11.11.1909)
- Date
- 1909-11-11
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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MWMWW - -- * ' ' igagWWPWWBWW»»1 " -j.'gpif H -IWMif).»-UWW^-OM '.Um,1 UMJU ^WWW «Mt* 11. Sk . ^5. ®täbtm sehr Mt brwärt hätte und nicht nur dm armen Glaubensgenossen ArhcttSgelegenheit gäbe, sondern ihnen auch für minimale Beträge Kleidungsstücke und sonstige Gebrauchsgegenstände überlaste. Herr Pleßner teilte noch die Erfolge mit, die der Verband in der GonmagSruhe und Dispensationen von jüdischen Schülern errungen habe. Nach E childerung dieser solzialen Einrichtungen des Verbandes kam der Redner auf den Segen zu sprechen, -er aus der Sabbaivetitgung dem Judentum in allen Beziehungen erwachse Die Rede des Herrn Pleßner wurde mit lebhafter Begeisterung ausgenommen und reicher Beifall folgte seinen Ausführungen. Der Erfolg war ein sehr guter, eS traten bald 35 Mitglieder dem Verbände bet. Bafel, 1. Nov. Im Anträge des „Vereins zur Förderung des gesetzeStreuen Judentums in der Schweiz" hielt am 31. Oitober Herr Rabbiner f»orovtcz von Jerusalem tm Saale der Loge, die ereitwilligst zur Verfügung gestellt worden war, einen Bortragüber „wirtschaftliche und religiöse Aufgaben in Palästina". Der Vortragende gab ein anschauliches Bild von der Lage der jüdischen Bevölkerung in Palästina. Er schilderte die Reorganisation der Cha lucka und zeichnete die Pläne, welche die Pekidim des heiligen Landes zur Hebung der BolkSwohlfahrt gefaßt und teilweise bereits durctgeführt haben. An den mit Beifall aufgenommenen Vortrag schloß fich eine lebhafte DkSkusi.on an, an der fich die Herren Bloch-RooS, Bollag - Feuchtwanger , L. Eisenmann, Schwarz und Goldschmidt beteiligten. Die an ihn gestellten Fragen beantwortete der Redner eingehend. Es zeigte fich, wie nöt g dieser Bortrag und die von dem Redner gewordene Aufklärung war. Mit warmen Worten der Begeisterung für Zion und Jerusalem schloß Herr Rabbiner Tr. Cohn die Versammlung, deren Verlauf viel dazu beigetragen hat. manches eingewurzelte Vorurteil zu zerstören und die freudige Hilfsbereitschaft unseren armen Brüdern im heiligen Lande gegenüber zu stärken. ferssaalie«. Seminarlehrer Weiftdart y^T* Würzburg, 9. Nov. Seminarlehrer Jak. Weißbart weilt nicht mehr unter den Lebenden. Seine sterbliche Hülle hat man zu Grabe getragen. Ein schwerer Gang für alle, die ibm das letzte Geleite gaben. War fich doch ein jeder der Größe des Verlustes bewußt. plliO bv ^311 y war am 31. Juli 1837 in Allersheim (Bayern) geboren. Das Ziel, das dem Verstorbenen von Jugend auf vorschwebte, war: ein Vorbild für Menschen zu werden. Sein Leben galt darum der Arbeit, der Tätigkeit, bfcvh D“7K '2- Der Mensch ist zur Arbeit geborendas war fein Wahlspruch. Diese Tätigkeit, die in der Ausbildung seines inner» Menschen bestand, veredelte, oerdollkommnete seinen Charakter, bildete seinen Geist. Dabei halte er daS Glück, aus einem Haufe zu stammen, in dem nK*V und rHIJl gepflegt wurden, den Vorzug, fich zu den Schülern des großen Würzburger RawS und des Hamburger Robb, Fromm yjCT zählen zu können. Im Verkehr mit solch geistig und sittlich hochstehenden Persö: lichkeiten hat er fich jene Eigenschaften erworben, welche den Menschen adeln. Kein Wunder, wenn sein Dahin sch eiben eine tiefe Lücke gelasten. Seine Familie beklagt in dem Berstor- Venen einen liebevollen Gatten, einen treubesorgten Vater, etnm zu .edem Op er bereiten Verwandten, daS Judentum einen tiefen Kenner seines Wesens, einen überzeuglmgstreuen Anhänger, /seine Freunde betrauern in ihm einen aufrichtigen Berater, seine Schüler ein»n teilnehmenden Freund und einen liebevollen Lehrer. Die Ehrung, die ihm seine Schüler vor 4 Jahren — anläßlich seines nach einer 41jäürtgen Tätigkeit erfolgten Ausscheidens aus dem Lrh körper der israelitischen Lehrerbildungsanstalt — zutell werden ließen, beweist, wie sehr er ihnen a s Herz gewachsen war. Kein Wunder; 2^n bx D'DJ23 2^>n fÖ 2'KLI'N D’W- Was vom Herzen kommt, geht zum Herzen. DaS liebende Lchrerherz ließ er feine Schüler fühlen und diese N2NA war ihm der Leitstern in seinem Unterrichte. Diese n2»HX siche te ihm auch die UnterrtchtSerfolge und die Herzen seiner Schüler. Der e'le Dahingeschtebene verkörpert in fich so recht das Vorbild eines jüdischen Lehrers. War er doch ein streng überzeugungStreuer Jehudi, der stets bestrebt war, voll und ganz dem Satze: "J82CP pflji ranv fTJW mm Vtobb Rechnung zu tragen, die Schätze der Religion zu hebenfie aber auch gleichzeitig in die Wirklichkeit zu übersetzen. Die Urim und Thumim aber trug er ntchk allein in seiner Brust, er h rtie auch das Wollen nnb Können, fie andern einzupflanzen. So war er Mensch und Jude. Der imposante Leichen zug, der seine sterbliche Hülle zur letzten Ruhestätte geleitet, erbrachte den Beweis, welche Achtung seine Mitmenschen seiner Persönlichkeit zollten. Und diese Wertschätzung fand noch beredten Ausdruck in den AbfchtedSwor en, die dem Verstorbenen gewidmet wurden. Im Trauerhause rief Herr Dr. T a ch a u e r seinem befreundeten Kollegen, mit dem ihn Jahre gemeinsame Arbeit verbunden hatten, die letzten Scheidcgrüße nach. Am Grabe entwarf Herr Dtstriktsrabbtner Bamberger in beredten Worten ein lebenswahres Bild des Heimgegangenen, als Mann des Friedens, der Pflichttreue und Rechtschaffenheit. HerrDr.Braunschweig-er spendete namens verschtedmer jüdischer Vereine der Gemeinde Würzburg dem unermüdlich tätigen Manne ein herzliches Dankeswort. Herr Semmarlchrer Anfänger, Schüler und Amtsnachfolger des Verblichenen. widmete dem teuren Lehrer für leine erfolgreiche Lehratigfeit, feine vorbildliche Lebensführung', sein mannhaftes Eintreten für j-jyiDK und JYY)ri/ seine umfassende Geduld und Liebenswürdigkeit im Aufträge aller Schüler warme Worte kes Nachrufs. Her Dr. Hanauer, ein Neffe des Verstorbenen, sprach in herzlicher Weise für die Gesamtfamtlie den Dank für alles das aus, was der Verstorbene den Seinen gewesen. Herr Lehrer Gold st ein gedachte des teuren Heimgegangenen, als d s treuen Freundes und Beretnsmitgltedes. Her Präzeptor.Einstädter widmete während der nr2tP in dem Trauerhause seinem lehrer und Freunde tnmge, aus den: Herzen kommende Worte. Er zeichnete den Verstorbenen als wahre Persönlichkeit, als Mensch und Jude. DaS Grab hat feine sterbliche Hülle ausgenommen. Sie v rgeht. Sein Wirken aber wird der Vergänglichkeit nicht anhetmfallen. Es bleibt und sichert dem Verblichenen, dem edlen Menschen, dem wahren Jehudi ein bauerndes Andenken bet all denen, die ihn gekannt und geschätzt. N2">2*? pTX 121- ». B- Frankfurt a. M, 3. Nov. Der u«-ter großen Ehrungen auf dem tsraeltichen Friedt ose heute bestattete Gründer der Frankfur.er Zeitung", Leopold Sonnemann, über besten Lebensgang die Tagespnsie ausführlich berichtet har, war ursprünglich aus einem nicht ganz > nr-iigiösen Milieu hervorgegangen, wenn er fich auch allmählich dem Judentum mehr und mehr entfremdete. In den ersten Jahren ihres Bestehens erschien die „Frrmkfurter Zeitung" am Jom Kippur nicht und man konnte jedes Jahr am Tage vorher eine Ankündigung keS Verlages lesen, daß das B.att des israelitisch n Feiertages wegen fein Erscheinen auSsetze. Mit Genugtuung wurde seinerzeit in den gesetzestreuen Kreisen die Tatsact e vermerkt, daß Sonnemann für die Wünsche der am Sabkarh geschloffenen Geschäften in Sachen der von ihm gewiß mit Eifer vertretenen Sonntagsruhe Verständnis zeigte und — zum Unterschied von vielen seiner Parteigenosten — die Berechtigung und leichte Durchführbarkeit dieser Wünsche durch sein Verhalten im Demokratischen Verein — kr stimmte damals, als einziger, zusammen mit einem sonst ganz verlastenen jüdischen Mitglied des B> reins gegen die into e anlen Anträge der Mehrheit bekundete. Uebrigens kann man vtclletchtdte sozialpolitische Note, die Sonnemann zeitlebens anschlug und die ihn in scharfen Gegensatz zum freifinnigen Manchestertunr brachte, als ein jüdisches Angebinde betrachten. Ungvar, 3. Nov. Dieser Tage starb hier Herr Israel Margareten buXV früherer Schuldirektor und Sohn des bekannten Verfassers des Slpfl und y^f, *11*7 JV2 im Alter von 70 Jahren. Derselbe har mehr als em halbes Jahrhundert hindurch Tausende von Zögling '» unterrichtet und war eS immer fetn Metto: rrörn fl W"V Bis zu seinen letzten Tagen war er iTTtflb D’flP WH* Die Lehrkörper aller htefigen Schulen und alle Zöglinge der jüdischen Schule, sowie die Mitglieder der Schulkommtsston und deS Vorstandes waren bei der Beerdigung anwesend. Herr Rabbiner G. W. Benedikt hielt tm Trauerhause eine ergreifende Trauerrede. Auf dem Friedlos sprach Herr Lehrer Samuel Klein Worte deS Abschiedes. N"22t2k1- Ung. Brod, 1. Nov. Herr RabbtnatSkandldat D. Zlesch, ein Schüler, der Frankfurter TQ'V/ tst zum Lehrer für an dem hiesigen jüdischen Gym> nafium ernannt worden. Herr Flesch hat seinen Posten beretts angetreten. Briefkasten. A. Schl, itt St. Wenden Sie fich an eine der bekannten hirfigen jüdischen Buchhandlungen, die Ihnen eine reiche Auswahl solche Werke bieten kann. S. 8. in B. Wir können au8 Ihrem Briefe nicht genau Ihren Wunsch entnehmen. Dute -um eine kurze deutliche Angabe, was mit der Sendung geschehen soll. H. R. in H. Wie uns der Autor der „Ungekannten Welt" mntclt, ist er mit dem Berfaster der Rezenfion über das Reichenbachsche Drama: „Ketten" tm „Hamburger Israel. Famtlirnblatt" nicht identisch. E. «v. in Berlin. Der Bericht tst leider für ununverwendbar. Besien Dank! 8. 8. in B. Die in der letzter Nummer unseres Blattes besprochenen „Zeitfragen" von Dr. Münz find bei Louis Lamm, Berlin, Neue Frtedrtchstr. 36—63, erschienen. Einsender in Danzig. Besten Dank für Ihre Mitteilung, die aber nachdem wir die Diskusfion ücer diesen Gegenstand geschloffen haben, nlcht mehr verwertet werden kann. L- Tr. in Eh. Eine Rezension über bas Werk war uns bereits von anderer Seite zugegangen, die inzwischen auch erschienen ist. Besten Dank! Rabbiner Tr. G. in M. Es geht leider nicht an, die Ansprache, die nur von lokalem Interesse tst. ganz abzudrucken. Das Manuskript erhalten Sle Ihrem Wunsche gemäß zurück. S. W. »» Cs. Wir werden über den Gegenstand Ihrer Anfrage zunächst einige Gutachten einholen und Ihnen dann Mitteilung machen. M. F. 183. Wenden Sie fich unter genauer Angabe ber Verhältnisse an Herrn SanitätSrar Dr. Rosenbaum, Frankfurt a. M., Hanauer Lantstraße. Uereinskalender. Verein Mekor-Chajtm, Schützenstraße 3. Samstag, den 13. November, mittags 13 Uhr im Hörsaale der Synagoge Frt'dbergcr Anlage: Vorlesung des Herrn Prof A. Weyl auS „Sefer Gchaufilnn. — Nachmittags 37» Uhr im Vereinlokale: Mikro-Vortrag des Herrn Leopold Löwenthal. Bereinigung zur Pflege jüdischer LebenSanschauung 1T5PÜ- Mittwoch, 17. November, abends 9 Uhr, im Vereinstokale Lan estraße 26 (ehemals Kaufm. Bcrcm): Bortrag des Herrn Zahnarzt Salomon E h r m a n n über „Talmudische Bive exegese". Sabbat - Anfang u. Ausgang nn^in O II T: Anfang Duttes» ausgnrg UhriMin. 1909 j 5670 UbrlMw. 13. 29. «Iraaffart a. M 4 30 Nvbr. Eheschwan 5 35 Berlin .... — — 5 03 MSachea . . . — — 5 23 Strakbarg . 4 30 5 35 Ltattgart. . 4 80 S 30 Poiem . . . — — 4 51 'Jtüraberg . . — — 5 19 Hambarg. . — — 5 16 Prag .... — 4 50 lamilieusattttlchte». Geburten: Einen Sobn: Nuß bäum (Meyer) hier Schwanenstr. 7. — Max Neub erg er (AnSbacher) Berlin. Verlebte: Malwine Eckstein, Heinrich Rechnitzer Förökbalim-Boldogaßzony. — Eella Morgenstein, Marion Freimann, Porcz-MieSke. — Martha Meyer, Sally Heerth e S, Eschweiler-Herzoge.dusch. Verstorbene: Anna Cohn (Rehwald) hier, 58 Ihr Lina JgerSheimer (Mela) hier, 4l Jahre. BnrnniBHrebPeiern: Fritz, Sohn von Heinrich Bon d i hier, Rückenstr. 47, in der Synagoge der Krankenkasse, Rechneiarabenstr. 18. — Benjamin, Sohn von MareuS R ol e», Am Schützenbrunnen 9, in der Synagoge der israelitlschm ReligionSges llschaft, Friedbergeranlage. kür iln InorattatW M ei» Lsanuo« mevt »«rnworMra; insbesondere ist es ansscbllesslicb Sache der Leser, die ln Inseratenteil oitthaHamnt EwpfBhlBinan rltneller Waren oder sonstige Angaben rellglonsgesetzlleben Charakters anf Ihre Znrerlisslgkelt zn prOfen. Die Gemeinde-Institute I Knabe npenslonat I u. Han delainstltut Villn Bel-Alr (Villa, Petit HonruB^ Direktor Dr. JS. Aecher (12704 Neuehfliel (franz. Scweiz). Beide Häuser in herrl. Lage. — Mod. Sprachen. — Religiöse u. I individuelle Lrnebuna.—Beste Rekerenr — Auf Wui^Pro^ Haus-Verkauf. 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