Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 50 (1909)
- Issue
- Heft 38 (23.9.1909)
- Date
- 1909-09-23
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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M7W-7 tvT i. & r 9erein$we$en. Ju' ttotz Sch nichl Frankfurt a. M., 21. Sept. Der „CentralveretniSraelitischerGemeindemitglieder" hatte für gestern Abend Einladungen zu einem Bortrage ergc n lasten besten Thema „Konservatives und liberales -tum" lautete. Es zeigte sich, daß dieses Thema, m es nunmehr im zweiten Jahre in Rede und t soviel behandelt wird, von seiner Anziehungskraft verloren hat) denn das Publikum war der Einladung m großer Zahl gefolgt. Hierzu mag allerdings auch oie Beliebtheit des Vortragenden, Herrn Dr. I. Heinemann hier, betgetragen haben. Herr Dr. Leinemann führte ungefähr folgendes aus: So sehr der „Centralverein" für den Frieden unter den verschiedenen Richtungen innerhalb des Judentums etntritt, so wenig kann und darf er es stch versagen, gegen das liberale Judentum entschieden Stellung zu nehmen, nachdem seine Führer in Wort und Schrift Behauptungen ausgestellt haben, die, wenn fie wahr wären, das konservative Judentum in den Augen seiner Bekenner herabzu. sttzelt geeignet wären. Dazu gehört in erster i'fnfe die These, daß innerhalb des Judentums zu allen Zeiten eine Entwicklung stattgefunben habe, in deren Verlauf man fich nicht gescheut, biblische Gesetze und Verordnungen aufzuheben und zu verändern, wenn dies die Zeitströmung erforderte. Als angeblicher Beweis dienen die Hinweise auf die Stellung der Propheten zum Opferdienst, der bekannte Ausspruch Rabbi Johanan ben Sakkais über den Ersatz der Opfer durch die Wohltätigkeit und endlich die Einführung der Predigt seitens orthodoxer Rabbiner. In geistvoller und überzeugender Weise weist der Redner nach, daß keine dieser Behauptungen zutreffe. Nie und nirgends hat man sich erlaubt, von Seiten der berufenenen Führer Israels Gesetze zu verletzen oder zu verändern. 'Me wettere Erörterung gilt einer zweiten These des liberalen Judentums, daß der Religionsunterricht die „g e s i ch e r t e n R e s u l t a t e der Wissenschaft" mit in Berückstchtigung ziehen müffe. Eingehend und ausführlich wird auch hier nachgewiesen, baß über den Begriff „gesicherte Resultate der Wissenschaft" die Meinungen weit auseinandergehen. Allerdings macht fich daSliberale Judentum die Sache sehr leicht, indem es auch die haltlosesten Hypothesen extremer Vt.elkrittk, soweit fie in seinen Kram paffen, unbedenklich verwertet. Durch eine Reihe von Beispielen ans Theorie und Praxis wird nachgewiesen, zu welchen Inkonsequenzen und Widersprüchen dieser Standpunkt führen muß. Eine spezielle Auseinandersetzung wird der Bedrängnis gewidmet, in der fich der Religionsunterricht des jüdischen Liberalismus befindet, wenn die Rr de auf die Stellung zum Christentum kommt. Man fühlt auf jener Seite, wie schwer es fällt, den Schülern, denen man alles spezifisch Jüdische als wertlos, ja verächtlich hingestellt hot, noch einen Grenzzaun gegenüber dem liberalen Christentum aufrecht zu erhalten. Wie weit diese Rot geht, erhellt aus einem in der offiziellen Zeitschrift deS liberalen Judentums gegebenen Rat, das liberale Christentum, wie es Harnack, Naumann und Kalthoff vertreten, einfach totzuschwetgen und die Schüler statt dessen nur mit dem Christentum des Apostolikums vertraut zu machen. In scharfen Worten geißelt der Redner die Heuchelet, die hier offiziell empfohlen wirb und weist demgegenüber darauf hin, in welch offener und freier Weise der in gesetzestreuem Sinne erteilte Religionsunterricht den Vergleich auch mit dem liberalen Christentum aufnehmen darf und kann. Reicher, wohlverdienter Beifall lohnte die nach Form und Inhalt gleich anziehenden Ausführungen, die die Aufmerksamkeit d-r Hörer während 1% Stunden unausgesetzt gefesselt hielten. Wir bedauern nur, daß die vorgerückte Zeit eS dem Redner nicht erlaubte, auf den historischen Werdegang des liberalen Judentums einzugehen, auS dem sich von vornherein ergibt, daß eS fich hier nur um eine Neuauflage der längst bankerotten „Reform" aus der Mitte des 19. Jahrhunderts handelt. Wie jene ist auch das liberale Judentum durch seine Verleugnung der Grundlage des historischen Judentums — des jüdischen Gesetzes — ein System reiner Negation, bas niemals aufbauend und befestigend, sondern nur verwirrend und zerstörend wirken kann. Frankfurt a. M., 15. Sept. In der am iSSept. stattgehabten Generalversammlung des Vereins „L e m a a n Zion" gab der Borfitzende des Vereins, Herr Rabb. Dr. M. H 0 r 0 w i tz einen ausführlichen Bericht über die Tätigkeit des Vereins im Verlauf der letzten 8 Jahre. AuS dem Bericht entnehmen wir, baß in ben Sprechstunden der Klinik insgesamt 97 018 Konsultationen stattfanden. In der Apotheke wurden 56 959 Rezepte ausgeferttgt. In der im Mat 19(8 eröffn eten Augenklinik wurden bis Ende des genannten Jahres 33674 Behandlungen, 85 kleine und 39 große Operationen vorgenommen. Auch waren daselbst ständig 20 Betten belegt. Alljährlich fanden vor Pesach Verteilungen von größeren Quantitäten Mazzos statt, wozu auch der sür andere Tätigkeiten des Vereins etftta wirkende Herr Rabbiner Dr. S a l v e n d i jeweils die Mittel zur Verfügung stellte. Die Unterstützungen russischer Emigranten erstreckte sich auf 129 Personen der verschiedensten Berufe. Lehrgelder erhielten 97 Lehrlinge. An 958 Personen wurden Brillen, Gürtel rc. zur Verfügung gestellt. -066 Personen erhielten leihweise Krankenutenfitien, und 88 Handwerker Darlehen und Werkzeuge. Der Bericht über diese außerordentlich reiche Tättgkeit deS Vereins fand allseittge Anerkennung. In der darauffolgenden Neuwahl der Verwaltungkmitglieder wurdm die turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder des Vorstandes einstimmig wiederg'.iählt. Zu Revisoren wurden die Herren S. B 0 ck un. Eduard Feist ernannt. 1 Zum Schluß dankte der Borfitzenbe dem Ausschuß für! (eine Mühewaltung. In der an die Generalversammlung fich anschließenden Borstandssttzung wurde berichtet, daß im Monat August in der Poliklinik 1560 diverse Kranke, 5741 Augenkranke, und in der Augenheilanstalt 6601 Behandlungen und 25 erfolgreiche Operationen stattfanden. In der Apoth ke wurden 2220 Re epte angefertigt. Lissa, 6. Septbr. Am 5. September 1909 waren fünfzig Jahre vergangen, seitdem die Salomon- Joseph-Johanna Wollheimfche Stiftung zu Liffa in Posen von Joseph Wollheim zum Andenken an seinen Bruder Salomon Wollheim gegründet worden ist. Aus kleinen Anfängen ist das Institut zu se ner jetzigen Höhe emporgewachsen. Aber nicht bloß die Mildiättgk it unserer Glaubensgenoffen hat sich dem Institute gegenüber in glänzendem Lichte gezeigt, auch der Wohltätigkeitsfinn edler Christen hat an seinem Austchwunae b iaettaaen. Joseph Wollheim hatte, in Anhänglichkeit nn seine Vaterstadt, nicht nur bas der Stiftung gewidmete Gebäude auf feine Kosten erbauen und mit dem nötigen Inventar ausstatten laffen, sondern außerdem noch ein Kapital von 15 000 Mk. zur Unterhaltung desselben hergegeben. Den Platz für das Institut hatte der Magistrat der Stadt Liffa der Gemeinde unentgeltlich überloffen, und diese hatte ihn dann an Joseph Wollheim zum Eigentum übergeben. Die Errichtung dieses Instituts entsprach einem allseitig in Stadt und Synagogengemeinde empfundenen Bedürfnisse. - Der Stiftung wurde durch die Königl. Kabinettsorher vom 12. November 1860 die landesherrliche Genehmigung erteilt, und eS wurden ihr korporative Rechte verliehen. Die Statuten erhielt n Bestättigung seitens der Königl. Regierung zu Posen am 29. Juni 1821. Nach den Statuten bezweckt die Wollheimfche Stiftung eine Zufluchtsstätte zu sein: 1. für altersschwache und steche Mitglieder der jüdischen Gemeinde zu Ltffa, welche arm und zugleich außerstande find, selber fich ihren Lebensunterhalt zu erwerben, welche überdies vermögende Verwandle, sei es am Orte oder auswärts, nicht haben, die nach den Gesetzen angehalten werden könnten, für deren Lebensvedürfniffe zu sorgen, 2. für arme, kranke Mitglieder der jüdischen Gemeinde zu List«, weiche Heilung suchen. Doch können gegen Entgelt nach dem freien Ermessen des Vorstandes stecke und kranke Personen jeglichen Glaubens in das Institut ausgenommen werben. Die Oberaufsicht über daS Jnstimt hat der Magistrat der Stadt Liffa. Ihm wird alljährlich ein Rechenschaftsbericht eingereicht. In dem Jnstitutite befindet fich ein Betzimmer. In diesem werben die Sterbetage der Stifter und derjenigen Personen, für die von anderen Wohltätern und Gönnern des Instituts der Wollhetmschen Stiftungen Zuwendungen gemacht worden find, gewissenhaft durch Gebete in Erinnerung gehalten. Zur Zeit der Gründung deS Instituts verpflichteten fich viele Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Liffa zu freiwilligen Beiträgen. Den Beittagzahlenden wurden bet Unterbringung ihrer erkrankten Dienstboten in der Stiftung nur Verpflgungskosten berechnet. Außer Dienstmädchen fanden HandltmgSlehrlinge und andere alleinstehende Personen, vorübergehend gegen Entschädigung, in Krankheitsfällen Aufnahme in der Stiftung. Das Wollheimfche Institut galt als das jüdische Krankenhaus der Stadt Liffa, und die jüdische Gemeinde in Liffa hat oft in dringenden Fällen erfahren, wie notwendig eine solche Zufluchtsstätte für Kranke ist und wie wohlt ätig fie wirkt. Die Beiträge der Gemeindemttglteder hörten mit dem 1. Oktober 1864 auf, und seitdem galt die Stiftung in erster Linie als Zufluchtsort für Altersschwache und Steche. Hierin erblickte das Kuratorium die Hauptaufgabe der Wirksamkeit des Instituts, ohne baß eS deshalb seinen zweiten wichtigen Zweck: ein Krankenhaus zu fein, aus dem Auge geraffen hat. Um dieses zweite Ziel gleichze tig in umfassenden Maße zu erretchrn, bedurfte es eines ausreichenden Vermögens, und ein solches ist bis jetzt nicht vorhanden. Es hat auch noch nicht die Höhe erlangt, um es zu ermöglichen, den Jnsaffen vollständig freie Beköstigung in der Anstalt zu gewähren. Doch gibt fich das Kuratorium der Hoffnung hin, daß eS durch die tatkräftige Unterstützung edler Wohltäter in den Stand gesetzt werden wird, auch dieses ihm sehr am Herzen liegende Vorhaben in nicht zu ferner Zeit zu verwtrMchen. Gegenwärtig können die Jnsaffen nur Unterstützung erhaltenfie bekommen solche vis zu 24 Mk. monatlich. §ur Zeit befinden fich 16 Hospttaltten in der Stiftung. tneneueJn.asfin wird bis zmnl. Oktober d. IS. einziehen. Personalien. Frau Rabbiner Dr. Gnggenheim n"p. Frankfurt a. M.» 20. Sept. Wir haben bereits vorn Ableben der Frau Rabbiner Dr. Guggenh e i m kurz berichtet und den unersetzlichen Verlust, den die Familie und das jüdische Lesevublikum durch den Heimgang dieser edlen Frau und von heiliger Begeisterung für das Judentum beseelten Schriftstellerin erlitten hat, betont. Nun soll noch, entsprechend dein schlichten Charakter der Verstorbenen, mit einigen Worten auf das Lehen und Wirken dieser seltenen Frau näher eingegangen werden. Frau Tr. Gnggenheim war im Juli 1834 in Oldenburg als älteste Tochter Samson Raphael Hirschs geboren. Schon in frühester Jugend zeichnete sie sich durch seltenen Wissensdrang aus und eignete sich bedeutende Kenntnisse auf den verschiedensten Gebieten ansie sprach! neben ihrer deutschen Muttersprache. in welcher sie das Idiom ihrer Geburtsstadt Oldenburg ihr ganzes Leben lang beivehielt, französisch, englisch, italienisch, holländisch und ungarisch und las auch in allen diesen Sprachen Werke hervorragender Schriftsteller, die befruchtend auf ihr Erzählertalent wirkten. Wer sie blieb die bescheidene, schlichte jüdische Frau, eine tteue Gattin und Mitarbeiterin ihrem hervorragenden Manne, dem langjährigen Rabbiner in K 0 l i n, eine aufopferungsvolle Mutter ihren Kindern, ausgezeichnet durch tiefe Frömmigkeit, welche, gepart mit seltener Gerechtigkeitsliebe und Wohltätigkeitssinn, ihr die Achtung und Wertschätzung weiter Kreise erwarben. Seit dem Heimgange ihres Gatten suchte und fand sie Trost in geistiger Betätigung und die heiße Pietät für ihren großen Vater spricht auch aus ihren zahlreichen Erzählungen, durch welche sie, gewiß nicht ohne Erfolg, die erhabenen Grundsätze und Anschauungen des Meisters in leichter, gefälliger Form auch dem minder wissenschaftlich gebildeten Lesepubliknm zu übermitteln suchte. Die ersten schriftstellerischen Arbeiten der Frau Dr. Gnggenheim rr"l? erschienen in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts im >,Jeschurun" unter „S. . feit dem Jahre 1873 schrieb sie unter dem Pseudonym Friedrich Rott im „Israelit" und in anderen Zeitschriften. Ihre Schriften fanden nicht nur die Anerkennung vieler jüdischer Leser, sondern auch ein hervorragender nichtjüdischer Verlagsbuchhändler in Leipzig sprach sich ganz begeistert über die Werke der Autorin aus. Frau Gnggenheim schrieb noch bis in die jüngste Zeit und auch ihre letzten Werke sind von der gleichen glühenden Thorabegeisterung getragen, so wie sie auch 'bis zu ihrem Ende das regste Interesse für alle Tagesereignisse und Vorgänge in Politik und Wissenschaft bewahrte. Ihr Tod kam unerwartet, auf fremdem Boden, in London, wo sie zu Besuch weilte. Aber selbst in der Fremde kannte man die Eigenschaften dieser Frau, ahnte man die Größe des Verlustes, den weite jüdische Kreise durch ihren Tod erlitten haben, davon gab die überaus starke Beteiligung an der Beerdigung Kunde. Alle aber, die die Heimgegangene persönlich kannten oder durch ihre Schriften ihr geistig nahe standen, werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren. •n"2iun Frankfurt a. M, 20. Septbr. Eine markante Persönlichkeit wurde noch in den letzten Tagen des vergangenen JahreS htnwegberufen, ein Mann, der in mehr als einer Hinficht der Mit- und Nachwelt als Vorbild gelten barst $nx Bett Wohlfarty, der Seniorchef der bekannten Firma gleichen Namens wurde am ersten OIN^V-Tage in einem Alter von 84 Jahren zu Grabe gebracht. In früher Jugend kam er aus Bechhofen in Bayern nach Frankfurt und gründete vor 60 Jahren in kleinem Maßstabe ein Geschäft, das heute in der Branche zu den ersten Süddeutschlands zählt. Doch nicht diese Tatsache, vielmehr der Umstand, daß der nimmer Ermüdende solche Erfolge als pflichttreuer Jehudt errang und ttotz der Schwierigkeiten deS und der unfreiwilligen Sonntagsruhe im Kampfe fest geblieben, verdient in unserer Zeit hervorgehoben zu werben. Wie die Energie in seinem ganzen Wesen lag, so war er auch kurz und prägnant in seiner AusbruckSwetse, und von einer Selbstlosigkeit, die ihn bei allen unvergeßlich machen, die den leutseligen Mann in Familie und Tätigkeit kennen lernten. AIS D"rD ION WU gehörte er 50 Jahre als Mitglied, 25 Jahre als Dienstältester der rnan * Kippe an, die ihren nun selber zu Grabe' ttagen mußte. Im Kreise semer Familie ward ihm daS ^Glück zuteil, Enkel und Urenkel um fich versammelt zu sehen, und er erblickte seine größte NNVV darin, in deren zahlreicher Mitte zu sein. — Möge der Segen auch seinem LebenSwerke zuteil werden, daß es ferner Gelegenheit habe, ungezählten unserer jüngeren Glaubensgenoffen Ansporn zu sein, bas köstliche N2V-Geschenk trm zu bewahrest. N2^22 V'NL N21- -IS. Sarospatak, 12. Sept. Herr Rabbiner Philipp Fischer in Dövavänja wurde von der ansehnlichen orthodoxen israelitischen Kultusgemeinde in Sarospata auf Grund seiner in der dortigen Hauptsynagoge am Tun'* 712V und V'VLW \ rar abgehaltenen deutschen und jilL'^N-Eorträge und der an den darauf folgenden Sonmagen in den dortigen Schul» lokalttäten an die studierende Jugend gerichteten ungarischen Ansprachen einstimmig zum Oberraboiner gewählt. (Wir gratulieren unserem geschätzten Mitarbeiter zu seiner ehrenvollen Berufung und hoffen, baß ihm auch in seinem neuen Wirkungskreis Zeit übrig bleibt, wie bisher, eine rege geistige Tättgkeit zum Nutzen des jüdischen LesepubltkumS zu entfaltm. D. Red.) London, 10. Sept. Die in stetigem Wachsen begriffene Schar der Mitglieder und Anhänger deS „North London Beth Hamedrafh" konnte wiederum, wie gewöhnlich bet außerordentlichen Anlässen, letzten Schabbosmtttag kaum Platz finden in ben engen Räumlichkeiten, die ihnen während des letzten Jahres als temporäre Sammelstätte dient Gatt es doch der Antrittsrede des vor einigen Monaten einstimmig zum Führer ernannten Rabbiner Dr. Victor Schönfeld zu lauschen, der letzten Donnerstag den von der kleinen Gemeinde längst ersehnten Einzug in seinen neuen Wirkungskreis gehalten hatte. Der jugendliche Gelehrte, der fich bereits mit seinen früheren Reben die Herzen seiner Zuhörer im Stmm erobert hatte, gab nach einer sinnvollen Anknüpfung an das Haphtorahwort zunächst seinem Danke Ausdruck an ~jr: Ai..